Sechs Koffer – Maxim Biller

Nachdem ich einen witzigen und klugen Artikel von Max Biller las, wollte ich endlich mal ein Buch an den Namen binden. Da er sich gerne kritisch über Literatur von Deutschen auslässt, hatte ich Hoffnung.

Für mich las sich Sechs Koffer wie eine autobiografische Familiengeschichte, in der jemand zwar ein bisschen was, aber nicht zu viel verraten wollte. Am Ende bleibt eine Frage offen, deren Offenheit viele beim Lesen zu stören scheint, aber das ist nicht, was mich nervte. Alles scheint zwischen Wahrheit und Fiktion zu wabern, aber genug Wahrheit zu beinhalten, dass das erzählte Familienkonstrukt merkwürdig kompliziert ist.

Es gab einige Themen und Bilder, die mir gut gefielen. Das generelle Überthema, in dem ein autoritärer Staat dazu führt, dass Familien sich nicht mehr vertrauen können, ist genau mein Ding. Aber blieb in mir das Shrug-Emoji als Reaktion auf diese Lektüre zurück.

★★★☆☆

Hallo, ich bin Marcel, zeichne selten Comics, schreibe manchmal Texte, gestalte öfter Digitale Produkte und interessiere mich für Bücher, Digitalen Minimalismus, Philosophie, Kunst und Videospiele. 👋

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