Küchenpsychologie zu Wutbürgern

Hier ist ein Gedanke ohne größeren Kontext:

Was, wenn prototypische Wutbürger nicht nur Opfer der Fehlinformationen auf Social Media sind, sondern auch Opfer einer neuen Öffentlichkeit, die zu einem interessanten Paradox führt?

Ich kann mir vorstellen, dass Wutbürger immer intensiver skandieren, dass sie von „denen da oben“ nicht gehört werden, weil sie noch nie mehr gehört wurden. Soziale Medien bringen die Meinung der Wütenden mehr ins öffentliche Gespräch als sie es jemals zuvor war, was zu einem Phänomen führt, das es vorher noch nie gegeben hat: Sie werden tatsächlich gehört, spüren auch, dass sie gehört werden, aber ihre Meinungen werden nicht direkt in die Tat umgesetzt. Zu wissen, dass die eigene Meinung bei den Volksvertretern ankommt, aber dann zu merken, dass die diese nicht einfach machen, was man mit vielen Emojis und geplenkten Satzzeichen von sich gibt, muss frustrierend sein.

Das soll kein Aufruf zu Empathie sein. Leute mit menschenfeindlichen Ansichten müssen nicht das Gefühl haben, dass ihre verrückten Ideen in die Tat umgesetzt werden. Fand den Gedanken nur interessant.

Hallo, ich bin Marcel, zeichne selten Comics, schreibe manchmal Texte, gestalte öfter Digitale Produkte und interessiere mich für Bücher, Digitalen Minimalismus, Philosophie, Kunst und Videospiele. 👋

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