Sapiens – Yuval Noah Harari

„Sapiens“ ist wie „Thinking Fast and Slow“ ein Buch, das die meisten Leute kaufen, anfangen, aber vermutlich nie beenden. Dabei ist es im Gegensatz zu „Thinking Fast and Slow“ fast durchgehend unterhaltsam und kurzweilig geschrieben. Daniel Kahneman hat mittendrin einfach aufgegeben und den Versuch gestartet Leuten das wissenschaftliche Feld der Statistik nahezubringen, indem sie möglichst schnell am Stockholm Syndrom erkranken und ihren Aufenthalt in seiner Welt der Prozente als angenehm empfinden. Klappte nicht.

Sorry für den Rant über „Thinking Fast and Slow“, der tut wirklich gar nichts zur Sache, weil mir „Sapiens“ nämlich tatsächlich sehr gut gefallen hat. Abgesehen von ein paar Kapiteln, die vielleicht kleinere Längen hatten, zumindest.

Harari zeigt den Verlauf der Menschheit von Tier zu quasi gottgleicher Existenz auf und beleuchtet die dafür relevanten großen Veränderungen in Denken, Gesellschaft und Technologie. Manchmal mit Humor, immer mit schöner, aber leicht verständlicher Sprache, war der Leseprozess im Schnitt anspruchsvoll, aber bereichernd.

Viel gelernt, viel genickt, gerne gelesen.

★★★★☆

Hallo, ich bin Marcel, zeichne selten Comics, schreibe manchmal Texte, gestalte öfter Digitale Produkte und interessiere mich für Bücher, Digitalen Minimalismus, Philosophie, Kunst und Videospiele. 👋

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