Why Fish Don’t Exist – Lulu Miller

Lulu Miller ist Host eines sehr guten Podcasts von NPR. Bei Invisibilia berichtet sie in bekannter NPR-Qualität über Geschichten, die in irgendeiner Form mit Psychologie, Wissenschaft und letztendlich immer Menschen zu tun haben.

Letztens war sie zu Gast bei Radiolab, einem meiner Top 3 Podcasts und ich habe, kurz nachdem sie sagte, dass sie gerade ein Buch rausgebracht hat, die Folge gelöscht und das Buch bestellt. Keine Spoiler.

Das Buch als Objekt ist auch wunderschön. Tolle Typografie und Illustrationen am Anfang jedes Kapitels. Erste Sahne.

Das Buch ist wie einer dieser fantastischen Podcasts, die Leute in Deutschland selten kennen, weil sie denken, dass entweder ein mittelmäßiger Moderator Host sein muss, oder es ausreicht, wenn zwei durchschnittlich witzige Personen weiße Männer miteinander über die Themen der Woche reden. Hier ist mein Versuch gute Podcasts und damit dieses Buch zu erklären: Es fängt an mit einer kleinen, interessanten Sache. Im Buch: Typ um 1890 herum sammelt Fische und sortiert sie, bis ein Erdbeben die Fischsammlung, in die er 30 Jahre investierte, zerstörte. Dann wird diese kleine Geschichte mit anderen Dingen verbunden, mit weiteren, völlig unglaublichen, aber tatsächlich wahren Fakten erweitert und am Ende ist man ganz mitgenommen. Weil es so schön, traurig, überraschend oder interessant war.

Das macht Lulu Miller auch in „Why Fish Don‘t Exist“. Es ist ein Mix aus Biografie, Autobiographie, Philosophie und Psychologie, der am Ende an einem Punkt ankommt, der mich tatsächlich anderthalb Tränen hat verdrücken lassen. Eines der besondersten Bücher von allen, die ich bisher las.

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Hallo, ich bin Marcel, schreibe manchmal Texte, gestalte öfter Digitale Produkte und lebe mit meinen Katzen Gigabyte und Millimeter in Berlin. 👋