Like a Gull Takes to the Wind

Da bitte, eine skeptische Möwe.

Dass mir alles in Blender unendlich schwer fällt und ich 200 Anläufe für jede Kleinigkeit brauche ist einerseits irgendwie peinlich, andererseits auch genau das, was mich so sehr reizt. Alles ist eine Herausforderung. Die kleinsten Ansprüche erzeugen völlig ungeahnte Schwierigkeiten. Mit dem richtigen Mindset kann man sich also hinsetzen, eigentlich nur kurz etwas probieren wollen und drei Stunden später hat man vierzig Tabs offen und zwanzig neue Sachen gelernt.

Deliberate Practice, ein Konzept, das ich im Zuge von Digital Minimalism kennengelernt habe, ist wirklich eine Art Cheat-Code für das Leben. Wenn man seine Fragen richtig formuliert, ordnet und bereit ist strukturell daran zu arbeiten sie zu beantworten, gibt es gar keine Alternative als Fortschritt. Wenn ich so weitermache wie in den letzten Monaten, gibt es keine Realität in der Zukunft, in der ich nicht einfach gut in 3D-Modeling sein werde. Physikalisch unmöglich. Irgendwie beruhigend.

Wie funktioniert gutes UV-Unwrapping? Wie rigged man ein Model? Wie animiert man etwas vernünftig? Wie zur Hölle funktioniert ein gutes Licht-Setup? Was sind Nurbs? Warum reden alle von Flipped Normals? Wie funktionieren Shader? Alles gleichzeitig überfordernd und eine ganze Welt, in die man eintauchen und was lernen kann. Man muss nur dranbleiben.

Hallo, ich bin Marcel, zeichne selten Comics, schreibe manchmal Texte, gestalte öfter Digitale Produkte und interessiere mich für Bücher, Digitalen Minimalismus, Philosophie, Kunst und Videospiele. 👋

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