☰ The Art of…

Ich wollte ja auch mal Illustrator werden. Gestern schaute ich mit dem Lieblingsmädchen Tangled, im Bett, auf meinem Fernseher, in 720p. Das erste Mal guckte ich ihn im Kino und war am Anfang erfreut, in der Mitte den Tränen nahe (NATÜRLICH NICHT, ICH BIN EIN MANN. Okay, ein bisschen.) und am Ende schwer begeistert. Vielleicht mein Lieblingsanimationsfilm bisher. Ich wusste nicht so recht, was mich so begeisterte, schließlich hat man das Gefühl nach jedem Disney/Pixar-Film.

Wobei mir an dieser Stelle auffällt, dass der Film nur von Disney ist, nicht von Pixar, aber trotzdem vom Pixar-Team, was dahingehend, dass die zusammengehören (Quelle: Steve Jobs Biografie) nicht verwirrend ist, aber trotzdem merkwürdig, dass der Name Pixar nicht fällt. Wie auch immer, was ich sagen wollte: Er ist großartig. Witzig, niedlich, traurig, schön, optisch beeindruckend.

Und ich merkte jetzt, dass es zu jedem Disney/Pixar Film “The Art of xy” Bücher gibt, was mich, als jemand, der mal Illustrator werden wollte, ziemlich glücklich macht. Ich kaufte also The Art Of Pixar (Partnerlink) und schaute vorher gar nicht groß, was denn darin behandelt wird. Ergebnis: Enttäuschung. Massig winzige Pastellmalereien, die zwar vermutlich ziemlich gut sind, aber nicht in meinen Interessebereich fallen. Im hinteren Teil des Buches, auch Bucharsch genannt, wird es besser, mehr Abwechslung, aber irgendwie auch nicht geil. Ich erwartete Bleistiftskizzen und bin selbst Schuld, dass ich mich vorher nicht informierte.

Wie auch immer, dann bestellte ich The Art of Tangled (Partnerlink) und bin begeistert. Inhaltlich großartig, super interessante Hintergrundinformationen zum Film, zur Entstehungsgeschichte, zu gemachten Fehlern und Gedanken hinter einzelnen Szenen. Drei Seiten zu den Haaren, wie sie fallen sollten, was sie nicht tun sollten, wie sie sich um Dinge schlängeln und so weiter. Faszinierend.

Außerdem zeichne ich wieder etwas mehr. Naja, ein Mal diese Woche, allerdings habe ich wieder ein bisschen Lust. Werde versuchen hier nicht alles zu zeigen und das ganze mehr für mich zu machen. So als Ausgleich. Vielleicht habe ich jetzt ein Hobby.

☰ Inkling

Mit Inkling startet Ihr Kreativprozess auf die übliche, traditionelle Weise – zugleich können Sie aber direkt den ersten Schritt Ihres digitalen Workflows beginnen. Wo auch immer Sie gerade sind.

Das ist… überraschend. Und krass. Und die Tatsache, dass es nicht einfach ein Pixelbild einscannt, sondern Vektoren erzeugt, ist mehr oder weniger unglaublich. Ich will das Ding unbedingt testen und für rund 170€ ist es auch nicht unbezahlbar.

☰ Lifedrawing, kinetische Energie und ein Webcomic.

Kinetische Energie

Aus Gründen konnte ich vorhin relativ ausführlich das testen, was ursprünglich als Projekt Natal bekannt wurde und jetzt Microsoft Kinect heißt. Unter Umständen komme ich in das Vergnügen den Kram zeitnah noch ausführlicher unter die Lupe zu nehmen, hiermit also erstmal ein kleines “krasses Teil, bin gespannt auf mehr!”. Tatsächlich ziemlich spaßig. Bild klaute ich von Sven, rechts sieht man meine Beine und Füße. Habe nämlich auch Gliedmaßen. Glied. :kch

Lifedrawing

Außerdem habe ich ein paar Überlegungen gemacht. Ich treibe mich seit Jahren in Foren rum, in denen es um Zeichnungen, Zeichnen, Design, Illustration und was auch immer geht. Und immer ist der Weisheit letzter Dings, dass man üben muss. Klar, soweit möchte ich nichts in Frage stellen. Was mich aber bisher immer ein wenig wunderte, war die Versessenheit aufs Lifedrawing und das Hinstellen eben dieser Methode, als einzig vernünftige. Ich stelle also folgende Gedanken an: Warum soll man schneller und besser zeichnen lernen, wenn man raus geht und echte Menschen zeichnet? Oder in Aktmal/zeichnenkurse und echte nackige Menschen zeichnet?

Einzige logische Antwort ist für mich, dass man nicht unendlich viel Zeit hat das Gegenüber zu zeichnen. Zeichnet man von einem Bild ab, kann man so lange das statische Ding betrachten und studieren, bis man es mehr oder weniger perfekt reproduziert hat. Vielleicht ist es aber auch etwas vollkommen anderes und es hat mit Tiefenwahrnehmung oder was auch immer zu tun. Ich weiß es nicht. Aber ich behaupte hiermit, dass man vergleichbare Erfolge vorweisen kann, wenn man von Bildern abzeichnet. Posemaniacs erwähnte ich schon. Die 30-90 Sekunden Funktion auch. Ich denke, dass das genau das ist, was einen dazu bringt Körper, Haltungen und Anatomie zu verstehen. Mit schnellen Blicken erfassen müssen was die wesentlichen Linien sind und diese zu Papier bringen. Ob ich mir nun 30 Sekunden ein Posemaniacs-Dings anschaue, oder 30 Sekunden eine nackte Frau auf einer Bühne vor mir, wo ist der Unterscheid? Ich frage mich das ernsthaft und will damit gar nicht provozieren.

Posemaniacs hin und her, das hilft nur bei Anatomiedingen und dem ganzen Körper. Heute hatte ich den Einfall, dass man vergleichbares für Gesichter und bestimmte Dinge, Füße, Hände, was einem gerade einfällt, braucht. Also ein Tool das einen einfach Bilder vorsetzt, die man dann zeichnen muss. Am besten nicht in Flash, weil es dann auch zB auf dem iPad benutzbar ist. Wie cool wäre also eine Seite auf der man einfach ein paar Tags eingibt, die gewünschte Anzeigezeit der der Bilder und los gehts? Jap, sehr cool. Heute Morgen wünschte ich es mir, jetzt hat Florian sie fertig. Der Hammer. Florian führt übrigens einen von Deutschlands besten Blogs über Themen. Sollte man gesehen haben. Fotografdracula.de

30 Seconds Drawing Tool für alles, was man möchte, mit echten Menschen und Trara. :party

Ein Webcomic

Kurz vorm Einschlafen las ich die letzten Tage The Meek, ein Webcomic, den ich irgendwo gefunden habe, der noch nicht vollendet ist, der fantastisch aussieht, eine unglaublich tiefe Story aufzubauen scheint und hiermit als unfassbar starke Leseempfehlung ausgesprochen werden soll. Sowohl wegen der Story, als auch wegen der Optik. Beides beeindruckend. Tatsächlich sind die Gedanken und Anmerkungen zu jeder einzelnen Seite (drunter) meist auch lesenswert. Verschafft einem einen umfassenden Einblick hinter die Gedanken von jemandem, der ernsthaft einen Webcomic betreibt. Hier geht es zur ersten Seite.

☰ Posemaniacs.

Eine der besten Internetseiten der letzten Wochen ist ganz eindeutig Posemaniacs.com, die unfassbar viele anatomische Dingsbumsbilder zur Verfügung stellen. Das ist nett, was aber Gold wert ist, ist das Thirty Seconds Drawing Tool, das man auch gut auf 90 Sekunden einstellen kann. Irgendwie macht es süchtig und ist SUPER EFFEKTIV.

Außerdem probierten Julia und ich heute uns in die U-Bahn zu setzen, irgendwo hinzufahren und auf dem Weg dahin die mitfahrenden Mitfahrer zu zeichnen. Sonntag ist vielleicht nicht unbedingt der beste Tag dafür, wenn man nicht viel Schlaf hatte und kein anderer Mensch unterwegs ist, aber ich glaube, dass U-Bahnen als fahrende Kunstkurse mit unfreiwilligen Models ein gutes Konzept sind.

Und der Herr Mitbewohner, dessen Datenbank sich allerdings gerade verabschiedet hat, hat ein paar Bilder am Wochenende gemacht, die zum Großteil auch meinen Wochenendinhalt zeigen.

☰ Zweiter Monat des Jahres.

modemaedchen01

Wenn ich so weiter mache, wird meine derzeitige Lebensplanung daran scheitern, dass ich nicht gut genug zeichnen kann. Das wäre ärgerlich und dumm, denn ich zeichne gerne. Aber ich kann es nicht wirklich gut. Das ist an dieser Stelle kein Fischen nach Komplimenten, sondern eine realistische Selbsteinschätzung.

Das kann man aber ändern. Wenn mich jemand fragt, wie man zeichnen lernen kann, sage ich durch Übung. Und ich habe Recht, halte mich aber nicht an meine eigenen Ratschläge. Das wird sich ändern. Ich werde, beginnend mit heute, mehr zeichnen. Erheblich mehr zeichnen, denn sonst wird das alles nichts. Den Januar nutzte ich zum Umziehen und “mal mit dem Leben klarkommen”, der Rest des Jahres wird gerockt.

Modemädchen aufgepasst. Als Referenzen werde ich vermutlich Fashionbloggerinnen nehmen. Die sind meistens ziemlich hübsch und gut gekleidet. Bietet sich also an. Solltet ihr eine der Damen erkennen, könnt ihr das gerne in den Kommentaren kundtun. Es ist also gleichzeitig eine Art Spiel.

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