
In diesen Stunden gehen die ersten iPads in den USA über die Ladentheke, in Deutschland dauert es noch einen Monat, bis sie hier offiziell zu erwerben sein werden. Das letzte Mal, als ich mir Gedanken über das iPad machte, war Anfang des Jahres, ich weiß nicht mehr so recht, was ich schrieb, aber der Grundtonus war wohl, dass ich dem Ding zutraue durchaus eine Revolution zu sein. Eine “Revolution der Hausfrau” nannte ich es.
Jetzt ist schon ein wenig später. April. Es gibt nicht so wirklich einen Moment, in dem ich nicht online bin. Zuhause am Macbook, unterwegs mit dem iPhone, lückenlos. Ich brauche also offenbar kein iPad.
Bekanntlich verkauft ein ehemalig bekannter Blogger seit heute seinen Twitter-Account. Aus merkwürdigen Gründen nicht über Ebay, sondern mittels einer selbsterfunden, überaus uneffizienten Mail-Auktions-Methode, aber das soll uns an dieser Stelle nicht weiter stören.
Bekanntlich ist Twitter ein sehr persönliches Ding. Entweder man folgt SpOn (und Vergleichbaren), um neue Informationen zu erhalten, oder man folgt echten Menschen, die echte persönliche Dinge twittern. Wie diese aussehen ist egal, das können, wie ich irgendwo schonmal erwähnte, dämliche Wortspiele sein, oder Dinge wie “Habe gerade meine Bahn verpasst, werde jetzt aus Trotz einigen Rentnern gegens Schienbein treten.”. Je nach Bekanntheitsgrad desjenigen und Qualität der Tweets, steigt auch die Followerzahl.

„Blogs sind tot“ unken die einen, die anderen wenden sich optisch fast vollkommen von der Blogsache ab und satteln auf Magazin um, wieder andere machen derzeit noch genauso weiter, wie vor drei Jahren. Der Hype ist vorbei, sage ich mal so, jetzt zieht nämlich der Alltag in die frische neue deutsche Blogwelt ein.