☰ Automatisches Selektieren eines Textsnippets

Martin Wolf:

Dass es bald eine read-only API für QUOTE.fm geben wird ist ein offenes Geheimnis und daher baue ich gerade den Labs-Bereich in dem die API erklärt wird, man eigene Apps anlegen kann und später auch diverse Snippets für die eigene Webseite findet.

Martin blubbert Nerdkram über QUOTE.fm in seinem Zweitblog. Vielleicht interessant, für Leute, die das interessant finden.

☰ Warum man sich auch mal anderen gegenüber öffnen sollte.

Offenheit in der Firmenkommunikation und so. Und 22-Jährige, die glauben, dass sie irgendeine Ahnung davon haben, wie man eine Firma leiten sollte. Wichtige Punkte, die angesprochen werden müssen.

Ich bin 22 und ich habe keine Ahnung von dem Kram, den wir bei QUOTE.fm machen. Für jeden von uns ist es das erste Mal, dass wir auf eigene Faust ein Produkt entwickeln. Ein Produkt, das zwar noch keine Leben verändert, aber immerhin von ein paar tausend Leuten benutzt wird, wir also Entscheidungen treffen, die sich direkt auf deren Nutzung auswirkt. Das ist jetzt noch kein wirkliches Problem, tatsächlich sind die Userzahlen selbst im Tausenderbereich noch überschaubar, man kennt sich, es ist zum größten Teil die deutsche Internetszene.

Philipp, Martin und ich gucken uns, schon immer, viel im Internet um, wir nutzen massig andere Seiten und bekommen Updates durch deren Twitteraccounts mit. Freuen uns über neue Funktionen, spielen gerne mit ihnen rum und wägen die Möglichkeiten ab, die daraus entstehen. Aktuell ist dieses Update von Readmill relativ spannend. So Kram und massig anderes Zeug wird jeden Tag ins Netz geschleudert, Updates an bestehenden Funktionen live geschaltet und so weiter.

Witzig ist, dass wir, obwohl wir jetzt schon eine gefühlte Ewigkeit an QUOTE.fm arbeiten, selbst noch dabei sind zu verstehen um was es geht. Was und wie man denken muss, um eine Firma zu irgendwas zu machen. Auch, wenn wir andauernd so tun, als wüssten wir, was das richtige ist, wechseln sich unsere Ansichten zu Dingen, die QUOTE.fm betreffen regelmäßig. Würde es sich wenigstens wie eine Firma anfühlen, ha, im Gegenteil, es fühlt sich nicht mal wie arbeiten an. Wir machen das, was wir machen wollen, versuchen dabei aber es so gut wie möglich zu machen. Eine dieser Kleinigkeiten, die uns in den Kopf kommt, von denen wir denken, dass es eigentlich keine Nachteile bieten dürfte, ist die Timeline auf unserer neuen About-Seite. Warum sollten wir nicht mehr oder weniger alle geplanten und zeitlich grob festgelegten Features öffentlich ankündigen? Damit Konkurrenz uns nicht unsere glorreichen Ideen klaut? Blödsinn. Damit wir uns keinen überflüssigen Druck machen? Machen wir selbst schon. Die Regel ist: Alles. So gut und schnell wie möglich. Gibt keinen Grund für irgendeine andere Handlungsweise. Vorteil ist, dass User darüber im Klaren sind, dass an irgendwas gearbeitet wird, was kommt und worauf man sich freuen kann. Ende der Überlegungen, Feature gebaut, implementiert, hochgeladen, fertig. Bitte, gelebte Transparenz. Oder so.

Wie gesagt, wir lernen, wie und was wir hier machen während wir es machen. Klingt nicht sonderlich professionell, aber alles andere wäre gelogen. Wir brachten das Ding an den Start mit der Absicht eine kleine Plattform zu bieten, auf der ein geschlossener Personenkreis Leseempfehlungen veröffentlichen kann, die — nennen wir das Kind beim Namen — unseren persönlichen Ansprüchen genügen. Dinge, von denen wir denken, dass sie lesenswert sind. Texte aus dem Netz, von gigantischer Länge und beeindruckendem Inhalt.

Ginge es nach unseren Ansprüchen hätten wir drei Nutzer. Naja, vermutlich sogar nur einen, mich. Meine Ansprüche unterschieden sich extrem von Martins und Philipp hatte wieder ganz andere. Das Ergebnis ist, dass wir es zwar mit Mühe und Not schaffen die Qualität auf einem beeindruckenden Niveau zu halten, wir uns, die Plattform und die Nutzer aber so extrem einschränken, dass es Blödsinn ist, dies weiter zu tun.

Der Vorteil daran, QUOTE.fm geschlossen zu halten wäre, dass wir weiterhin wenig User, dafür vermutlich eine höhere Qualität innerhalb der Empfehlungen haben. Nachteile gibt es in riesigen Mengen. Beispiel: Ein QUOTE.fm-Button, den man auf seiner Seite einbinden kann, würde nichts anderes tun, als zeigen wie oft dieser Text auf QUOTE.fm empfohlen wurde. Das ist nett zu sehen, bringt aber jedem ohne Account mit dem er etwas empfehlen kann nichts. Das zieht sich so durch alles mögliche. Es ist auf Source-Pages wie meiner hier sehen zu können, welche Texte gut ankommen, aber es bringt mir nichts, wenn ich nicht sagen kann, dass Leute sich bei QUOTE.fm anmelden können, wenn sie dort meine Texte empfehlen wollen. QUOTE.fm zu entdecken ist auch eine beeindruckend deprimierende Erfahrung. “Cool, ich kann dort Texte empfehlen, die meine Freunde dann lesen können.” Nope, wenn du einen Code hast, kannst du zwar empfehlen, aber Freunde einladen kannste nicht.

Ich kann die Liste der Nachteile ewig weiter führen. Für uns war der eine Vorteil wichtiger: Qualität. Ich weiß, dass massig Leute sagten, dass es doch Quatsch ist die Seite so zu begrenzen, für uns fühlte es sich richtig an, ich würde es auch nicht Fehler nennen, es machte ja nichts kaputt. Es war ein, sagen wir, experimenteller Ansatz, der auch dahingehend funktionierte, dass die Qualität wirklich beeindruckend hoch ist.

Aber, nur theoretisch, was würde passieren, wäre die Anmeldung offen? Zuerst gäbe es sehr viele dämliche Testposts, Empfehlungen, die keine sind, Empfehlungen von Tweets, Rezepten und anderem Scheiß, von Idioten, die sich keine Mühe machen zu verstehen um was es bei einer Seite gehen soll, sondern lediglich denken, dass alles ein neues Facebook oder Twitter ist. Aber was dann? Jeder Internetznutzer liest. Zwangsläufig, immerhin ist dieses Ding hier textbasiert. Was man gut findet ist allerdings subjektiv. Subjektiver, als ich bisher dachte. Würden wir QUOTE.fm also öffnen, was gäbe es für Probleme?

Ich folge den Personen, von denen ich die Empfehlungen lesen möchte, ich sehe die Empfehlungen, von denen meine Freunde denken, dass sie gut sind, wenn meine Freunde nur Tweets posten, sind sie selbst schuld. Ich kann Personen folgen, die ich nicht kenne, von denen ich aber denke, dass sie lesenswerte Texte empfehlen, empfehlen sie die nicht, kann ich sie wieder entfolgen. Kein Problem. Discover würde weiterhin die populärsten Texte anzeigen. Texte, die für mehr Menschen relevant wären, als es bisher der Fall ist. Wir hätten noch immer die Möglichkeit zu sagen, was wir für die Plattform wollen: Gute Texte, die lesenswert sind, die die Zeit, die man in sie investiert, wert sind. Wir können weiterhin Staff Favorites anzeigen und damit die Richtung grob festlegen.

Alles wäre wie bisher. Nur für jeden. Niemand hätte einen wirklichen Nachteil, wir würden an Mitteln und Wegen arbeiten, wie wir trotzdem die Qualität hoch halten können, aber mehr Menschen wären daran beteiligt. Es wäre Social Reading, ein Buzzword, das gerade das Herz von jeden Techcrunch-Redakteur höher schlagen lässt, aber ein Konzept, das funktioniert. Wäre es nicht durchaus cool einen Text zu lesen und zu sehen, was Freunde oder wildfremde davon halten? Jep. Wäre es.

Und wenn ich jetzt in einem Nebensatz noch erwähne, dass die nächste iPhone-Version von Reeder eine QUOTE.fm-Integration erhalten wird, mit der man direkt einen Text durch ein Zitat auf QUOTE.fm empfehlen und mit Kommentar absenden kann, dann klingt das alles verdammt genial. Und so wird es sein. Ich denke, dass das super ist und Raum für unfassbar viele neue Möglichkeiten bietet. Geplant ist die Öffnung für irgendwann im März. Das ist nächsten Monat und wir haben noch viel zu tun. Diese Ankündigung, ohne Geschwafel, gibt es auch im QUOTE.fm-Blog. Bitte hier entlang.

Ab jetzt wird es erst wirklich cool.

☰ QUOTE.fm Watchblog

Hach, Internet. <3 Das ist cool, ich freue mich darüber. Andauernd blase ich irgendwelche Designscreenshots zu Twitter, einfach weil ich sie irgendwie loswerden muss und offenbar macht sich ab jetzt jemand die Mühe diese aufzugreifen und zusammenzutragen. Hoffentlich passt derjenige die Headline des Blogs auch noch zu "QUOTE.fm Watchblog" an. Sieht hübscher aus.

☰ Wir haben dem QUOTE.fm Blog ein neues Aussehen verpasst.

Uns ist aufgefallen, dass der QUOTE.fm-Blog von uns bisher etwas stiefmütterlich behandelt wurde. Das soll sich jetzt ändern, darum haben wir ihm ein Facelift verpasst.

Beiträge nur, wenn es irgendein neues Feature gab, das Design war hingeschlonzt, weil wir der Meinung waren, dass wir die Zeit besser in das eigentliche Produkt investieren sollten und so weiter. Der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung: Der Blog ist jetzt hübscher. Der zweite wird sein, dass wir mehr “persönliches” dort zeigen. Seien es Bilder von uns, wie wir ein Whiteboard aufbauen, oder was auch immer. Ein Einblick in unseren Arbeitsalltag. Ich würde so was gerne von anderen Startups sehen, warum sollten wir also nicht mit gutem Beispiel voran gehen und das praktizieren. Blog, blog, hooray!