☰ Die QUOTE.fm iPad App

Jetzt wo Florian bei uns arbeitet und für iOS Development zuständig ist, geht es mit der iPad App tatsächlich voran. So richtig.

Dementsprechend mache ich seit Tagen nichts anderes, als Layouts für die App und ich kann nicht abstreiten, dass ich sehr mit dem bisherigen Ergebnis zufrieden bin. Das liegt aber nur halb am Design, das wird ein Mix aus QUOTE.fm-Look und iPad-Standard. Klingt merkwürdig, erweist sich in der Realität aber als sehr angenehmer Mix.

Spannend ist auch, dass es Probleme zu lösen galt, die in anderen Apps nicht existieren, wir also kein Beispiel hatten, wie man es “richtig” machen könnte. Ein Beispiel: Eine durchschnittliche Recommendation besteht bei uns aus demjenigen, der sie postet, der Zeit, an der sie gepostet wurde, dem Zitat, der Quellseite, von der das Zitat stammt, den Leuten, die den Text ebenfalls empfohlen haben, der Headline des Textes und den Metaoptionen, die es ermöglichen irgendwas mit dem Text anzustellen (Read Later, Recite, Schlagmichtot). Das Zitat nimmt einen Großteil des Bereiches ein und soll auf jeden Fall antapbar sein, damit man von dort direkt zum Artikel kommt. Wir können also keine Einzelansicht bei Tap bauen, wie Twitter sie beispielsweise nutzt. Dort tapt man auf den Tweet und kommt zum gleichen Tweet, aber mit allen Metainformationen und Möglichkeiten ihn zu verwerten, zu beantworten und zu retweeten.

 

Twitter nutzt einen Swipe auf dem Tweet um diese Funktionen schnell anzuzeigen, so, dass man eben nicht in diese Einzelansicht muss um sie zu finden. Gesten sind allerdings darum immer eher fragwürdig, weil sie versteckt sind. Sie sind eher Shortcuts. Wie bekommen wir also hin, dass wir eine Swipe-Geste haben können, ohne dass man auf das gesamte Konstrukt tappen kann?  Wir bauten eine Drag-Leiste, die impliziert, dass man an dem Ding ziehen kann, damit man weitere Informationen bekommt. Eine Geste, allerdings offensichtlich gemacht. Viel Text für eine kleine Funktion, wie auch immer, ist super.

Was mir jetzt aber klar wurde ist, wie wichtig eine iPad-App für QUOTE.fm ist. Wir arbeiten ja schon seit geraumer Zeit an unserem Read-Feature. Das wird das gleiche machen wie Instapaper und Readability, allerdings mit dem Unterschied, dass es bei uns integriert ist. Bei uns kann man Texte finden und Lesen. Doch da hörts nicht auf. Speicherte man bei uns einen Artikel zum später lesen und liest ihn dann dort, gibt es einen Indikator, der anzeigt, wie viele Leute diesen Text bisher schon auf QUOTE.fm empfohlen haben. Man sieht also wer den Text empfohlen hat, anhand welchem Zitat er empfohlen wurde und was der Empfehlende dazu schrieb. Spannende Mentainformationen, die noch besser werden, wenn man die gesamte Diskussion verfolgen und daran partizipieren kann, wenn man will. Oder man blendet den Social-Reading-Kram einfach nicht ein und hat seine Ruhe.

Was ich sagen wollte: Mir wurde wieder richtig bewusst, wie gut unser Konzept eigentlich ist. Irgendwann schnappt man sich einfach sein iPad, weil man Bock hat, irgendwas zu lesen, öffnet die QUOTE.fm App und nimmt sich irgendwas aus seinem Read-Bereich. Wenn man nichts hat, oder keinen Bock hat auf den Kram, den es dort gibt, sucht man einfach im Find-Bereich nach etwas, das einem gerade besser passt. Zack. Dieses ganze “Oh, meine Freunde haben dies und das gelesen und dieses Zitat ist super, und außerdem kann ich hier mit ihnen darüber diskutieren”-Ding bietet so verdammt viel Potential, dass ich ganz hibbelig werde, wenn ich darüber nachdenke, wie wenig wir nur gleichzeitig machen können und wie viel noch kommen kann.

So. Keine Ahnung, ob das hier jetzt irgendeinen tieferen Sinn ergab, allerdings wollte ich meine Freude loswerden und das ist hiermit geschehen. Das wird alles ziemlich spaßig.  Und wer erraten kann, nach welchem Bild der Akku meiner Kamera leer ging, hat gewonnen.

☰ QUOTE.fm sucht einen iOS Developer

Ich bin jetzt die HR-Abteilung von QUOTE.fm und verbringe meine Zeit damit, Stellenausschreibungen zu formulieren.

Das hier ist tatsächlich eine ernst gemeinte Stellenausschreibung. Wir suchen bei QUOTE.fm eine/n iOS Entwickler/in. So richtig, mit Anstellung und hier mit uns im Büro sitzen und an den iOS-Apps arbeiten und Martin dabei beobachten, wie er CSS besiegt, oder Philipp, wie er irgendwas über Technikkram brabbelt, oder mir beim Singen zuhören.

Wir, also QUOTE.fm, sind ein Startup aus Hamburg, das sich auf die Flaggen geschrieben hat, die beste Anlaufstelle zum Entdecken und Teilen lesenswerter Texte zu werden. Das ganze wollen wir natürlich auf Tablets und Smartphones übertragen, weshalb wir jemanden suchen, der mit uns zusammen an den iOS-Apps arbeiten möchte.

Wäre knorke, würdest du das hier können:

  • Fähigkeiten in Objective C und iOS Entwicklung
  • Erfahrung bei der Implementierung von REST Schnittstellen und OAuth2
  • Optional: Erfahrung mit Javascript, PHP, MySQL, RabbitMQ, Solr
  • Erfahrung in Counter-Strike: Source für Teambildungsmaßnahmen

Tja, das wars im Prinzip. Es geht uns erst mal darum zu wissen, wer Bock und Können hat, über Timings, Gehalt und örtliche Umstände können wir dann noch immer sprechen. Wir kriegen das schon hin.

Kontakt via contact@quote.fm, Bewerbungen müssen nicht mit Lebenslauf und als PDF kommen, aber eine kurze Zusammenfassung, wer ihr seid, was ihr könnt und was ihr wollt wäre schon gut. Arbeitsproben dürfen auch in der Mail auftauchen.

Wir freuen uns auf euch. Und, ohne sonderlich arrogant klingen zu wollen, ich glaube nicht, dass ihr irgendwo mehr Spaß haben werdet, als bei uns. 😀

☰ Confessions of a Car Salesman (Außerdem: Die erste eingebundene Recommendation der Welt.)

Dieser Text ist genau das, wofür ich QUOTE.fm ursprünglich haben wollte. Er ist superlang, ich brauchte ungefähr zwei Stunden um ihn zu lesen. Er stammt von irgendeiner Autoseite, auf der ich niemals lesenswerten Inhalt erwarten würde. Er behandelt ein Thema, das nicht annähernd meinem normalen Interessensbereich entspricht. Ich beschäftige mich nicht mit Autos, nie. Ich habe auch keine Ahnung von Autos. Aber hier hat jemand drei Monate undercover als Autoverkäufer gearbeitet. Für eine Webseite, die sich um Autos dreht. Und es ist verdammt interessant zu lesen. Man erfährt, wie Menschen manipuliert werden, wie anstrengend und fordernd es für die Verkäufer ist und merkt, dass sie trotzdem nicht unbedingt schlechte Menschen sind. Absolut lesenswert.

Außerdem ist das hier ein erster Test unserer eingebundenen Recommendations. Aktuell noch hardcoded durch Martin, aber bald schon für alle nutzbar, man bekommt den Embed-Code direkt auf QUOTE.fm und kann dann Leseempfehlungen hübsch auf seinen eigenen Webseiten einbinden. Ziemlich töffte, wie ich finde. Allerdings fiel uns gerade auf, dass wir den Leselängenindikator vergessen haben. Hervorragender Betatest, hat sich schon gelohnt.

Update: Okay, offenbar gibt es Probleme mit dem Responsive-Theme und außerdem sollten wir einen Fallback für RSS planen. Ist notiert.

☰ QUOTEfm_iPad.psd

Die letzten Tage habe ich an der iPad App für QUOTE.fm gearbeitet. Vermutlich haben wir uns dazu entschlossen zuerst die iPad-Variante zu bauen. Das hat folgende Gründe: Auf dem iPad liest es sich besser, man nimmt es eher, wenn man einen längeren Text lesen will und entdeckt eher Texte dort, weil man es zurückgelehnt und entspannt im Sessel benutzt, nicht hektisch zwischen U-Bahnen, wie Mobiltelefone. Außerdem wird Reeder fürs iPhone QUOTE.fm unterstützen, was dann im Prinzip schon mal mehr oder weniger eine App ist.

Wie auch immer, ich habe festgestellt, dass mir iPad-Design erheblich mehr Spaß macht, als iPhone-Design, man hat einfach mehr Platz und Möglichkeiten. Dies ist also das Ergebnis nach drei Tagen, mir gefällt es aktuell ziemlich gut. Man kann es auch bei Dribbble liken und kommentieren und hier die volle Größe ansehen.

☰ QUOTE.fm Blog: It’s finally getting personal.

The color blue certainly doesn’t provoke too many emotions. It has a cold feel to it, a distance, almost a lack of friendlyness. Instead of creating an unsettling atmosphere, reading is supposed to feel just like it does in front of a fireplace back home. We expect nothing less of QUOTE.fm.

Today we’ve introduced a few new changes that will lead to an improved reading experience, nourish texts with personality and remind people of one of the very origins of type.

Wir haben uns die aktuelle Situation bei QUOTE.fm mal angeschaut, Schlüsse daraus gezogen und einige, vielleicht mutige, aber sicher richtige, Entscheidungen getroffen und Änderungen eingeführt. Einige Hater werden uns für bescheuert halten, aber ich denke, dass das Ergebnis für sich spricht.

☰ Gedanken zu QUOTE.fm Sourcepages

Ich arbeitete gestern und heute an einem Update der Sourcepages, auf QUOTE.fm. Eigentlich wollte ich nur die Stats integrieren, aber es kam mal wieder alles anders als geplant.

Sourcepages sind bei QUOTE.fm die Seiten für Seiten. Das bedeutet, dass jede Recommendation einer Seite zugeordnet wird, es also eine Übersichtsseite aller Artikel gibt. Hier ist zum Beispiel die vom Guardian. Diese Seiten sind für jeden potentiellen Betrachter interessant. Für den Leser ist es eine Übersicht aller empfohlenen Artikel, primär geordnet nach Populariät, ich kann also sehen, welches der beliebteste Artikel von eben dieser Seite ist. Für diesen Blog ist es ein Artikel über Facebook. Ebenfalls spannend für mich, als Betreiber dieser Seite, weil ich sehe, was gut ankommt, was andere zu meinen Beiträgen sagen (mangels Kommentarfunktion) und was genau an den Beiträgen gefallen hat.

Jetzt sammelt QUOTE.fm natürlich Daten. Das ist ein Reizwort und wir sind böse Menschen, weil wir DATEN sammeln und sie an SERVER schicken und sowieso, aber diese Daten sind harmlos. Wie viel wird gelesen, wann wird gelesen, wie viele Leute klicken von QUOTE.fm und kommen auf die Seite auf der der Artikel ist, wie viele Leute markieren sich diesen Artikel zum später lesen. Alles unverfängliche Informationen, die aber schön aufbereitet durchaus interessant sind.

Darum entschieden wir uns, dass wir Statistiken anbieten wollen, die sich auf die Sourcepages beziehen und besonders für die Betreiber der Seiten interessant sind. So fings an, ich arbeitete daran, die irgendwie in das bestehende Design zu implementieren, was aber eher nicht so gut klappte, es gab zu viel Weißraum, was generell das Problem an diesem stark typografischem Layout ist. Es ist verdammt schwer den ganzen Kram nicht so aussehen zu lassen, dass er haltlos durch die Gegend fliegt.

Meine erste Lösung war ein Kasten, der die ganzen Sourcepagerelevanten Informationen enthielt. Ich wollte etwas fettes, auffälliges, damit die Sourcepage den Einstieg in diese Seite innerhalb von QUOTE.fm bildet. Eine kleine Welt innerhalb unserer Welt. Es soll deutlich sein, dass es um die entsprechende Seite und ihre Inhalte geht, nicht mehr um uns.

Das fand ich ganz nett, was mich daran störte war allerdings, dass der blaue Kasten stark mit den blauen Headerbalken konkurrierte. Wir hatten hier im Team so eine Art Kreativmeeting, in dem wir darüber diskutierten, darüber sprachen, wie man es anpassen könnte, was gut und was schlecht ist. Letztendlich stellte sich heraus, dass das eigentliche Problem nicht wirklich der Kasten ist, sondern die kleine Ecke, die oben in den hellblauen Balken hineinragt. Sie macht andauernd Probleme. Gedacht ist sie, um dem Content etwas Halt zu verschaffen, um ihn Horizontal zu festigen. Sobald wir aber im oberen Teil der Seite irgendwas abgefahrenes machen wollen, das aus den 660px Contentbreite hinausbricht, hindert uns das Ding. Wir schoben herum, probierten ohne, erinnerten uns daran, dass der Read-Bereich sowieso dazu führt, dass wir einen neuen Header brauchen, schoben weiter herum und kamen zu diesem Ergebnis:

Wenn die Balken einfach nur zwei Balken sind und sich vom Content durch einen minimalen Schlagschatten abheben, haben wir endlich eine klare Trennung zwischen Header und Inhalt, Tests ergaben, dass der horizontale Halt nicht wirklich verloren geht, stattdessen die Seite aber erheblich aufgeräumter aussieht.

Die Sourcepages sehen wichtiger aus, nicht mehr so stiefmütterlich, wie bisher. Man hat das Gefühl, dass es jetzt eben um die entsprechenden Artikel der Seite geht, nicht mehr um alles mögliche, sondern ganz speziell um diesen kleinen Fleck Internet. Das fanden wir spannend, weil wir darüber nachdenken auf lange Sicht diese Seiten claimbar zu machen. Besitzer von Seiten können sagen, dass sie derjenige sind und diese minimal anpassen. Wie auch immer das aussehen und funktionieren wird, aber wenn der Guardian jetzt will, dass deren Seite Orange ist, sieht das noch immer ganz töffte aus, selbst Fotohintergründe sind mit gewissen Abdunklungen möglich und hübsch.

Außerdem, entschieden wir uns dafür, dass man die empfohlenen Artikel auf eine neue Art und Weise sortieren können sollte. Bisher ist es nur möglich sie nach Popularität und nach Zeit zu sortieren. Was aber, wenn ich gar nicht wissen will, was der Masse, sondern meinen Freunden gefällt? Genau. Darum werden wir einen Filter bauen, der es einem ermöglicht zu sehen, was Freunde von dieser Seite empfohlen haben.

Äh ja. Was ich sagen wollte: Ich bin total zufrieden mit dem neuen Layout, weil ich das Gefühl habe, dass wir wieder einen Schritt weiter in die Richtung gekommen sind, was QUOTE.fm sein soll und wie es sich anfühlen soll. Keine Ahnung, wann wir dazu kommen den Kram umzubauen, es wird auch Auswirkungen auf einige andere Seiten haben, aber irgendwann passiert’s wohl und er sah, dass es gut war.