Ich brauche wirklich keine neue Apple Watch

Wenn mich der Gedanke packt, dass ein Produkt mein Leben verbessern kann, verbringe ich unangemessen viel Zeit damit, darüber nachzudenken, ob es eine kluge Investition wäre.

Das rede ich mir zumindest ein. Eigentlich verbringe ich unangemessen viel Zeit damit, mir einzureden, dass es eine kluge Investition ist. Dann schaue ich Reviews auf YouTube und lese Erfahrungsberichte in irgendwelchen Blogs und erfahre nie wirklich etwas Neues. Das Ergebnis ist auch selten kreativer als “Okay, kaufe ich mir.”

Das macht ja auch alles in irgendeiner Form das Leben besser. Ich besitze die allererste Apple Watch, die jemals veröffentlich wurde. Damit bin ich relativ zufrieden, benutze ich sie doch nur um mir Benachrichtigungen und das Wetter anzeigen zu lassen. Aber… wäre da nicht viel mehr drin, wäre sie nur schneller, besser, neuer? Dann würde ich sicher auch Siri mehr benutzen und meine HomeKit Geräte damit bedienen.

Stimmt vermutlich.

Stimmt ganz sicher.

Also sollte ich sie kaufen.

Auf zum Apple Store.

Oder doch nicht? In den letzten Wochen mehren sich die Gedanken, dass ich vielleicht mein Kaufverhalten, ja sogar mein gesamtes Verhalten überdenken sollte. Ich kaufe um glücklich zu sein. Seit Jahren schon. Und hey, ich bin nicht unglücklich, oft sogar einfach glücklich. Mir geht es gut.

Trotzdem versuche ich die letzten 10 % durch irgendwas zu füllen. Und obwohl ich seit Jahren immer mehr Zeug ansammle, hat mich nichts davon voran gebracht.

Was ich eigentlich erreichen möchte ist, dass ich das Maximum an Glück und Zufriedenheit aus allen anderen Dingen des Lebens ziehen kann. Meine Arbeit, meine Hobbys, meine Familie und Freunde. Das ist eine ungeordnete Liste.

Ich kaufte diese Woche weder ein Smart Keyboard für mein iPad (ich schreibe das hier an meinem iPad, habe aber einfach mein anderes Keyboard via Bluetooth angeschlossen. Geht genau so gut, wenn nicht sogar besser.), noch eine neue Apple Watch. Meine tut, was sie soll und die neue würde diesen Nutzen nicht 400 € besser machen. Das ist ein Anfang.

Dieser Anfang ist auch Martin geschuldet, mit dem ich darüber sprach und der mich im Groben auf das Konzept des Minimalismus und im Speziellen auf The Minimalists brachte.

In den letzten Tagen las ich viele Artikel über das Thema und schaute auf Netflix die Dokumentation der The Minimalists Gründer. Das Grundprinzip ist nicht sonderlich komplex: Alles, was man macht und besitzt, sollte einen Mehrwert haben, der über “Wenn ich X habe fühle ich mich besser” hinaus geht. Minimalismus ist, wie alles, ein Spektrum, auf dem sich sowohl die achtköpfige Familie mit zwei Autos, als auch die Person befindet, die insgesamt nur 52 Gegenstände ihr Eigen nennt.

Das ist ein Ansatz, den ich aktuell sehr spannend finde. Meinen gesamten “Besitz” neu überdenken, herausfinden, ob ich wirklich dieses Bücherregal brauche, das voller Bücher ist, die ich seit dem Umzug nicht mehr angefasst habe. Spoiler: Vermutlich nicht.

Ja. Keine Pointe, kein Happy End, nur Blick in was mich gerade beschäftigt. Und bei euch so?

☰ Wichmanns wundersame Wanderschaft.

Aus Gründen geschieht es, dass ich die nächsten Wochen auf verschiedenen Barcamps Europas auftauchen werde. Die meisten davon in Deutschland, das erste in München. Ja, das in Bayern. Das ganz passiert, weil ich dort für Toshiba – das ist die Firma mit den Computern und anderen technischen Geräten – bin um den neuen Blog zum AC100 mit Meinungen von Testern des AC100 zu füllen. Ich reise also um zu bloggen und brauche nichtmal eine eigene Meinung, weil ich die von Nerds haben kann. Das klingt doch ganz angenehm.

Warum euch das irgendwie interessieren könnte: Solltet ihr auf einem der Barcamps herumhängen, sagt Moin. Und solltet ihr interesse daran haben, auf einem der Barcamps so ein AC100-Ding zu testen, meldet euch unter dem entsprechenden Blogeintrag im Blog drüben. Für diejenigen, die daran denken am nächsten Wochenende am Barcamp München teilzunehmen, wäre die Gelegenheit ganz rosig, sich hier in den Kommentaren zu melden. Knickknack.

Vermutlich werde ich hier kundgeben, wann ich wo sein werde, falls sich dann noch jemand fürs Barcamp anmelden möchte, weniger aus Werbegründen, als aus “Hallo, das ist eine gute Gelegenheit sich mal kennenzulernen”-Gründen. Am leichtesten kann man mich persönlich übrigens immer über Twitter erreichen.

Oh, und hier der offizielle Tourplan:

09.-10.10.2010 / Barcamp München
20.10.2010 / CloudCamp Gent
30.-31.10.2010 / CommunityCamp Berlin
06.11.2010 / Barcamp Braunschweig
07.-08.11.2010 / Pre Hackathon zum Google Developer Day München
12.-13.11.2010 / Barcamp Hamburg
20.-21.11.2010 / Barcamp Wien

:party

☰ Kleider machen Technik.

Bisher hatte ich keine Tasche fürs iPad. Nutze meine riesigen Socken, in die ich es steckte, wenn ich es mit auf Reisen nahm. Es ist ziemlich robust, weswegen ich mir keine Tasche kaufte, damit es geschützt ist, sondern aus praktischen Gründen. Es ist tatsächlich erheblich leichter auf dem iPad zu tippen, wenn man es leicht aufrichtet. Und als Dockersatz ist diese Tasche auch superduper. Und ich bin heute nicht in der Lage schöne Sätze zu bilden, hier also mehr Bilder und ein Link zum Hersteller der Tasche. Ich bin damit vollkommen zufrieden.

☰ Nicht von schlechten Schulen.

Zwei Dinge:

1) Ich habe das Unmögliche möglich gemacht und etwas mit dem Gerät erzeugt, von dem gesagt wird, dass es aus uns eine Konsumgesellschaft sondergleichen macht. Oben sieht man, was herauskommt, wenn ich zwanzig Minuten mit Sketbook Pro auf dem iPad herumkritzel. Keine Kunst, aber Content.

2) Ich war heute Gast in der Good School, zu der ich eingeladen wurde, um… da zu sein. Als Blogger. War super, einige total gute Gespräche geführt, leckeres Essen abgestaubt und spannende Menschen kennengelernt.

3) Ich bin bei Kapitel vier. (Anarchie im Alltag: Zwei Dinge ankündigen, drei vermitteln.)

☰ iTunes Wifi Store

itunes mobile

Zur Feier des Tages möchte ich einen(!) Song im iTunes Wifi Store kaufen (meinen ersten). Nur kann ich mich nicht entscheiden welchen. Vorschläge?

Okay, später wird dann ausgelost.

☰ Funky Pull Over Funky Pull Ove…

neuer pulli

Heute kaufte ich mir einen neuen Pullover. Er hat ein total verrücktes Muster! Darum grinse ich auch so schelmisch.
(Nur mal schnell hingeschmiert. Foto wär natürlich leichter. Harhar.)