☰ Hey Marcel, was macht das Leben?

Vermutlich glaubt man mir es nicht, aber wenn ich mir selbst Probleme machen wollen würde, dann wäre mein größtes Problem gerade, dass alles ganz fantastisch ist. Und wenn ich alles sage, meine ich alles. Angefangen beim Wetter, das es einem erlaubt tatsächlich darüber nachzudenken ohne Schal aus dem Haus zu gehen, was nur ein winziger Schritt von Badehose und Strand entfernt ist.

Außerdem habe ich entdeckt, dass Instagram, das ich zuvor überhaupt nicht verstand, tatsächlich ziemlich cool ist, oder sein kann. Ich verstehe nicht so wirklich, was meine frühere Abneigung gegen den Service verursachte, aber sie war so eminent, dass ich tatsächlich verpasste mir den “UARRR”-Nutzernamen zu registrieren, weswegen ich dort nun “wichmann” heiße. Was auch okay ist. Man könnte mir dort also folgen, sollte man Interesse daran haben.

Weiterhin war heute der Auftakt der Orientierungswoche an der Uni und davon ausgehend, dass ich die letzten Wochen mehr zeichnete denn je, kann ich es kaum erwarten, dass das richtige Studium anfängt. Und ich werde weiterhin Uni schreiben, weil ich Spaß daran habe von Idioten darauf hingewiesen zu werden, dass es sich dabei um eine Hochschule handelt und Hochschulen schlechter sind als Unis. Was auch immer. Und Maike macht hier schöne Dinge. Die übrigens auch dort ist. Aber nicht in meinem Semester. Und so.

Und selbst wenn das alles total beschissen wäre, ist die Tatsache meines veränderten Facebook-Beziehungsstatus und der rosa Zahnbürste die sich zu meiner gesellte Grund genug blendend gelaunt zu sein.

Leben: ★★★★★

☰ Gut komma fünf.

Um an der HAW für Illustration angenommen zu werden muss man folgenden Kram über sich ergehen lassen:

I) Mappe erstellen.
II) Mappe einreichen.
III) Mappe wird benotet, man erfährt die Note nicht, muss aber über 4,0 sein.
IV) Brief erhalten in dem lediglich steht, dass man zur Eignungsprüfung kommen darf.
V) Zwei Tage Eignungprüfung, drei praktische, eine theoretische Aufgabe.
VI) Auf den Brief warten in dem die Durchschnittsnote von Mappe und Aufgaben steht.
VII) Damit die Erlaubnis bekommen sich für den Studiengang anzumelden.
VIII) Sich anmelden.
IX) Bis Ende Februar warten und hoffen, dass genug andere schlechter als man selbst waren.
X) Zu- oder Absage bekommen.

Zwei komma fünf also. 2,5 ist nicht glorreich, aber hey… zwei komma fünf. Nungut, ich hatte keine Erwartungen, allerdings habe ich damit die Erlaubnis mich zu bewerben. Die hätte ich, wenn ich das alles richtig verstanden habe, nicht bekommen, wäre mein Schnitt bei 4,0. Man sagte mir, dass der NC für Illustration letztes Jahr bei 2,9 lag und ich hörte, dass 2,5 durchaus passen sollte. Weiß aber auch nicht, wie sehr so ein NC im Schnitt schwankt.

Was andere sagen ist schön und gut, die Frage ist, was die Damen und Herren an der Uni denken. Es bleibt spannend und langsam bin ich wirklich dezent enerviert von ständigen Adrenalinstößen, wenn man daran denkt, wie wichtig diese ganze Unisache ist.

☰ Dinge und Sachen.

Den Tag verbrachte ich neben einer ziemlich niedlichen Österreicherin, sitzend, nicht liegend. Nicht die Dame dort oben, das ist sie. Auch niedlich, aber sie sah ich Samstag in Berlin, nicht heute in Hamburg. Durch Berlin bin ich gerade ziemlich müde, was mehr oder weniger kontraproduktiv ist, davon ausgehend, dass heute der erste Eignungsprüfungstag für die Uni war. Weswegen ich auch die Ehre hatte neben erstgenannter Dame zu sitzen. Lief alles relativ entspannt, zumindest musst ich nicht in Tränen ausbrechen, womit ich eigentlich rechnete. Das passiert mir nämlich ständig.

Morgen dann noch so ein Tag und dann ist die Eignungsprüfungssache auch vorbei. In einer Uni zu sitzen fühlt sich genau richtig an. Daran will ich mich gewöhnen können müssen.

☰ Mappus.

Zuerst lesen, dann Bilder anschauen:
Fertig. Vor einer gefühlten Ewigkeit entschloss ich mich dann letztendlich dazu Illustration und nicht Kommunikationsdesign zu studieren. Alles was ich damals schrieb zählt noch immer, absolut meine Meinung und ich bereue die Entscheidung bisher nicht.

Morgen ist der letzte Tag zur Abgabe der Mappe an der HAW. Natürlich habe ich getrödelt, natürlich habe ich meine Zeit nicht so klug genutzt, wie ich es hätte können, aber das war schon immer so, das machen die meisten so und wie immer klappte es trotzdem. Rein objektiv betrachtet sind die Arbeiten in der Mappe das beste, was ich bisher gemacht habe. Vielleicht wird mir da jemand widersprechen, aber wenn man sich mal die Skizzen-Kategorie hier im Blog anschaut, wird man mit mir einer Meinung sein müssen. Vielleicht reicht es nicht um die erste Prüfungshürde zu überstehen, das weiß ich nicht. In den letzten Wochen dachten wir so viel über potentielle Prüfermeinungen und “Was wohl erwartet wird” nach, dass ich einfach keine Meinung mehr habe, geschweige denn weiß, wie unglaublich gut die potentiellen anderen Bewerber sind und sowieso.

Das ist aber auch nicht wichtig, wichtig ist, dass ich mit dem Zufrieden bin, was ich zusammengeklöppelt habe – und das bin ich. Und jetzt drücke ich mir selbst die Daumen. Es folgt eine unglaubliche Menge Bilder, die nicht unbedingt sehr klein und kb-schonend sind. Außerdem, das sage ich nicht um mich besser dastehen zu lassen, sondern weil es so ist, sehen die Arbeiten besser aus, wenn man sie nicht auf halbguten Fotos anguckt, sondern in echt. Alles bunter und kontrastreicher. Weiß ist weiß und so. Aber hier ein Eindruck:

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