Ende Februar 2006, in Worten: Zweitausendsechs, schrieb ich hier in dieses Internettagebuch, dass ich gerne Mal mit den Zeugen Jehovas sprechen würde. Um zu gucken was passiert. Bisher hatte ich nie das Vergnügen und ich stellte mir vor, dass es bestimmt lustig sein könnte. Nun, just hatte ich meine Zeugen-Jehovas-Defloration.
Ich saß hier, hörte Musik, schrieb Dinge ins Internet, trug kein Shirt und keine Socken.
Dingdong.
Shirt suchen, Shirt finden, Shirt anziehen, zur Tür stürmen. Erwartete Nachbarn, die mir ein Paket geben möchten oder mich einfach nur in irgendeiner Art beleidigen wollen, weil ich dumme Dinge getan habe. Kann ja sein.
Tür auf, zwei Personen, keine Nachbarn, älterer Herr, schlecht gekleidet, Farbholocaust, blaues Jackett zu dunkelgrüner Hose, lila Krawatte. Kann man machen. Ältere Dame, debiles Grinsen, dunkellila gefärbte Haare, merkwürdige Kleidung, bis zum Bauchnabel reichende Goldkette.
»Hallo, wir…«
»Oh, das ist jetzt der Moment in dem ich mir Dinge an meiner Tür anhören muss, ihnen widerspreche und sie am Ende dazu auffordere zu gehen, oder?«
»Ähm, also wir…«
»Lassen sie mich raten. Scientologie! Und sie wollen mir sagen, dass es mir schlecht geht und ich irgendwelche Blechrohre anfassen soll und am Ende holen mich Aliens?”
»Nein, wir kommen…«
»Ah, Zeugen Jehovas! Willkommen! Das wollte ich schon immer mal machen!«
»Oh, also wir sehen, es geht ihnen gut, sie lächeln und sehen gesund aus.«
An dieser Stelle merke ich, dass die Tür der Nachbarn die gegenüber wohnen einen Spalt offen ist. Ich grinse in die Richtung, Spalt geht zu. Allerdings kommt zeitgleich die Dame die Treppe hoch, die auch in der Wohnung gegenüber wohnt, schaut zu mir und den beiden Personen, denkt sich ihren Teil, grinst.
»Ja, mir geht es bestens, danke. Ihnen?«
»Auch, danke. Wir wollten mit ihnen über ein Buch sprechen.«
»Ja, das ist super, wissen sie ich betreibe gerade diesen Lesezirkel im Internet. Ich führe so einen Weblog, also eine Art Tagebuch im Internet und dort lesen wir gerade mit mehreren Personen gleichzeitig das gleiche Buch, ist wirklich lustig.«
»Das klingt wirklich gut, aber wir wollten mit ihnen über ein spezielles Buch sprechen. Die Bibel.«
»Ah, habe ich auch gelesen.« (Habe ich tatsächlich.)
»Und?«
»Fand ich langweilig.«
»Oh, ich erzähle Ihnen mal wie ich die Bibel finde…«
»Sekunde, müssten Sie mich nicht fragen, ob ich wissen möchte, wie sie die Bibel finden? Davon ausgehend, dass sie hier vor meiner Haustür stehen und so?«
»Hm, nee ich möchte ihnen das ja erzählen.«
»Ich bekomme auch nicht alles, was ich möchte.«
»Warum fanden sie die Bibel denn langweilig?«
»Total unglaubwürdig. Und schlecht geschrieben.«
»Aber die Bibel lehrt uns woher wir stammen, wie wir mit unseren Mitmenschen umzugehen haben, sie ist unsere Kultur.«
»Es gibt zwei Personen mit langen weißen Bärten, denen ich bei der Erschaffungsfrage Glauben schenken darf, Gott und Darwin. Ich entschied mich in der fünften Klasse für Darwin, irgendwie sind seine Argumente besser.«
»Aber es heißt ja nicht ohne Grund Evolotionstheorie. Es ist eine Theorie und sie kann, wie alles, widerlegt werden.«
»Mit… Gott? Einem unsichtbaren, ungreifbaren, allmächtigen Irgendwas? Das ist ihr Argument gegen die, wirklich gar nicht so schlechte, Evolutionstheorie Darwins?«
»Wissen sie, im Kambrium hat man Fossilien gefunden, im Präkambrium hingegen nicht…«
»Denken sie nicht wirklich, dass genug Menschen diese Diskussion geführt haben? Außerdem wissen wir doch beide, dass ich hier Recht habe, eigentlich können wir uns das sparen.«
»Sie sollten sich wirklich einen neuen Einblick in die Bibel geben lassen.«
»Ach, wenn sie möchten kann ich Ihnen auch ein paar gute Bücher empfehlen!«
»Ja, welche denn so?«
»Hm, also zum Beispiel “Per Anhalter durch die Galaxis, das ist super!«
»Warum geht es denn da?«
»Also es geht darum dass die Erde zerstört wird, weil eine intergalaktische Autobahn an diese Stelle gebaut werden soll, also rettet sich Arthur mit seinem Kumpel und zwei Handtüchern auf eines der Raumschiffe die die Erde wieder verlassen und überlebt. Daraufhin erleben sie viele spannende Abenteuer im Weltraum, beispielsweise…«
»Wurde das von diesem Propheten geschrieben?«
»
«
»Nostradamus?«
»Blödsinn, von Douglas Adams.«
»Achso. Nun, also wir wollen ihre Zeit auch nicht weiter beanspruchen, es hat uns gefreut, wir müssen jetzt weiter.«
Die beiden gehen die Treppe schon herunter, ich rufe hinterher:
»Gerne! Tschüß! Und wenn sie mal was besseres lesen wollen, sagen sie Bescheid, ich habe total gute Buchempfehlungen!«
Eigentlich gibt es nicht wirklich etwas zu sagen, aber es gibt ja nie nichts zu sagen, also sage ich was, zu Dingen von denen ich denke, dass ich sie vielleicht sagen möchte. Zu verschiedenen Themen, nichts großes, nichts ausführliches, einfach alles, also viel und wenig.
1) Ich bin immer wieder überrascht, wenn mir jemand sagt, dass Twitter zu viel Zeit wegnimmt, man nicht verstehen kann, wie man soetwas nutzt und dass alles, was da geschrieben wird, doch sowieso nur inhaltsloses Unterhaltungsgebrabbel sei. Etwas in diese Richtung zu behaupten spricht von absolutem Unwissen. Das gute und nützliche am “Social Web”, oder dem “Web 2.0″ ist nicht nur, dass man selbst eingreifen und Inhalte erstellen kann (User generated content, wir erinnern uns), sondern, dass ich mir meine Inhalte auch selbst zusammenstellen kann. Wenn ich also nur Idioten wie ihm hier auf Twitter folge, bekomme ich keine vernünftigen Informationen in meine Timeline. Wenn ich aber irgendwelchen Nachrichtenseiten und Leuten folge, die nur das twittern, was ich lesen möchte (was bei der Anzahl an Twitter-Nutzern nicht unwahrscheinlich ist), dann kann es keinen besseren Informationsfluss für mich geben.
Dass Twitter zu viel Zeit wegnimmt ist doch auch eher eine Aussage, die auf die eigene Dummheit zurückzuführen ist. Wenn ich keine Zeit habe, nutze ich nicht Twitter. Wenn ich dann irgendwann drei Sekunden habe, schaue ich mal in die Timeline, wenn ich wissen will, was gerade los ist. Wenn nicht, dann nicht. Alles kann, nichts muss.
2) Neues iPhone, neues iOS, täterätä. Alles ganz fein, was mir allerdings, aus der Sicht von jemandem der sich irgendwie irgendwann mal Designer, oder vergleichbares, nennen möchte, ist, dass das OS zusehends hässlicher wird. Man könnte auch sagen, dass es hässlicher präsentiert wird. Dieses merkwürdige Tropfen-Wallpaper, das man derzeit in den ganzen Demos sieht? Es ist einfach zu hell. Generell ist der iPhone-Homescreen viel zu überladen, als dass man wirklich sagen könnte, dass Bilder im Hintergrund irgendwann gut aussehen, solange sie nicht absolut schlicht sind. Mit Jailbreak konnte man sich schon immer irgendwelche Bildchen in den Hintergrund klatschen, dementsprechend habe ich mindestens fünftausend verschiedene Variationen gesehen. Und jede sah vollkommen beschissen aus. Gleiches gilt für Ordner und
Multitasking
. Irgendwie sieht das alles nicht mehr so aus, wie man es ursprünglich gewohnt war. Aber vielleicht geht das auch nur mir so.
3) Der Lesezirkel. Eigentlich bin ich relativ gut darin, Dinge abzuschätzen, aber dort habe ich mich geirrt, obwohl es so offensichtlich ist. Man soll keine Worte über Dinge verlieren, die noch nicht in trockenen Tüchern sind, aber ich kann ja mal anreißen, was für Gelegenheiten sich vielleicht bieten werden, im Laufe des Zirkels. Da wäre einmal eine unter Umständen mögliche Kooperation mit einem großen, bekannten und coolen Verlag. Das wäre natürlich ziemlich gut. Für alle Beteiligten. Wobei zu beachten wäre, dass das alles schön gemütlich und feierlich für die Teilnehmer bleibt. Und dann fragte dieser Radiosender, der sich Fritz nennt nach, ob ich denen zum Thema ein Interview geben würde, wenn die erste Lesezirkelrunde abgelaufen ist, was dann erneut wieder mehr Aufmerksamkeit auf die Sache lenkt. Finde ich gut, macht Spaß! Apropros Spaß, mir ist aufgefallen, dass ich das Buch wirklich sehr gerne lese. Einerseits, weil es ziemlich gut ist, wie ich finde, andererseits, weil ich weiß, dass da gerade noch rund 30(?!) andere sind, die das gleiche Buch lesen. Und ich bin verdammt gespannt, zu hören, was ihr von dem Buch haltet, wenn der Monat vorbei ist.
So.
Moin. Ein Wochenende mit iPad ist vorbei, es gibt viel zu sagen, ich könnte das alles in unendlich viel Text verpacken und dazu zweitausend Screenshots zeigen, oder ich drehe ein 20-Minuten-Video und lade es auf YouTube hoch. Letzteres tat ich letztendlich. Ich reiße alles nur kurz an, was bedeutet, dass ich auf einige Dinge in separaten Blogposts noch eingehen werde.
Eine Art schriftliches, bisheriges Fazit kann ich aber trotzdem abgeben: Es ist wunderbar, besser, als ich dachte, derzeit noch mit starkem App-Mangel (es gibt viele, aber viele der wirklich guten befinden sich noch auf dem Weg aufs iPad, Reeder zum Beispiel), es macht einen auf keinen Fall nur zu einem Konsumenten, wenn man nicht nur Konsument sein will und der größte Pluspunkt: Es macht Spaß. Absoluten Spaß. Weniger Text, mehr Videos:
Guten Tag, mein Name ist Marcel Wichmann und ich benutze gerne Headlines, die den Leser erstmal fürchterlich aggressiv machen und mich unglaublich unsympathisch dastehen lassen. Aber darum geht es hier nicht. Sondern: Alle fünf Monate kommt mal das Thema auf, dass die größeren Blogs nur die anderen großen verlinken und ganz viele andere, an den Haaren herbeigezogene Begründungen, weswegen der eigene Blog ja nicht bekannter werden kann.
Während dieser Diskussionen schaue ich mir dann gerne die Blogs derjenigen an, die die Diskussion vom Zaun gebrochen haben und eigentlich finde ich dann immer die gleichen Mängel, die mich, ganz subjektiv, davon abhalten den Blog zu lesen. Und würde ich wirklich glauben, dass das meine absolut subjektive Meinung dazu wäre, würde ich das hier nicht schreiben. Eigentlich glaube ich, dass ich Recht habe. Darum fangen wir in diesem Eintrag mal klein an:
Zumindest will ich das Gefühl haben, dass ich weiß, wer hinter einem Blog steckt. Es gibt ausnahmen, Technikblogs zum Beispiel, die unter Umständen sogar von mehreren Autoren geführt werden. Solange diese mir täglich meine Informationen bieten, ist mir egal, wer dahinter steckt. Hier muss man aber differenzieren. Diese Blogs sind bereits groß und bekannt, und irgendwann, wenn die Inhalte stimmen, ist es einfach wurst, wer das ganze schreibt. Mir ist bei den meisten Nachrichten auch egal, wer den Artikel geschrieben hat, weil es um den Informationsgehalt geht.
Aber, und ich spreche hier für mich, ich denke, dass man einen Blog, sagen wir es ist ein privater Blog, wie dieser hier, oder der von Yannick, das heißt Blogs, die das Leben des Autoren widerspiegeln, oder sogar ein Design, Lifestyle, Whateverblog, wie der von Kai. Bei beiden habe ich, wenn ich sie lese, das Gefühl die Personen dahinter kennenzulernen. Abgesehen davon, dass ich Kai sowieso kenne, glaube ich, dass ich mich mit Yannick gut verstehen würde, im wirklichen Leben, weil ich seinen Blog lese, denke zu wissen, wie er ungefähr tickt und sowieso.
Was ich damit nicht sagen will ist, dass jeder einen privaten Blog führen sollte. Was ich sagen will ist, dass man irgendwie… “Kundenbindung” erzeugen muss. Man muss präsent sein, als Person, vor allem, wenn der Blog frisch ist, und keine Sau einen kennt. Und ich würde sogar sagen, dass eine, mehr oder weniger ausführliche, “Über den Autoren”-Seite jedem, ja wirklich jedem Blog gut tut. Eigentlich ist das sogar das este, worauf ich achte, wenn ich zufällig auf einen Blog stoße. Finde ich keine Seite zum Autoren, oder nur eine, die mich mit einem “Wird noch bearbeitet” abspeist, oder nur Name und Hobbys preisgibt, fühle ich mich, klingt komisch, irgendwie unwohl. Anonymität schön und gut, aber es ist relativ logisch, dass ein transparenter Blog auch schneller an Zuwachs gewinnt. (An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass mir diejenigen egal sind, die sagen, dass sie nur für sich selbst bloggen und es sie nicht interessiert, wer und vorallem wieviele ihren Blog lesen. Bullshit.)
Ja, eher merkwürdiges Kriterium, aber wenn du auf deine Informationsseite einen Text in doppelter Bibellänge schreibst, aber kein Bild von dir dazu packst, werde ich mir den Text nicht durchlesen. Ich verlange nicht mal, dass das Bild den Autoren portraitiert, ich ihn auf der Straße erkennen kann, iwo, ich habe bei mir selbst nur ein maskiertes Bild drin. Ich will einfach einen optischen Aufhänger, irgendwas. Wie gesagt, das ist irgendwie kein Kritikpunkt, der klug klingt, sondern einer, der mich davon abhält einen Blog weiter zu betrachten.
Klingt auch bescheuert, ist aber das, was jeder “How to Blog”-Ratgeber seit Jahren predigt, aber trotzdem alle drauf scheißen. Ich gehe mal davon aus, dass die meisten Blogbetreiber, jeden Tag im Internet rumhängen. Vielleicht nicht wegen des Blogs, aber wegen Farmville, Aktiengeschäften oder Wasauchimmer. Wenn man jetzt auch noch einen Blog betreiben möchte, in dem viel kommentiert wird, auf den die Besucher gerne zurückkommen und der… naja, “bekannt” ist, dann gilt folgendes:
Ich will kein verschissenes, gottverdammtes “Your Comment is awaiting moderation” lesen müssen, wenn ich mir die verkackte Mühe gemacht habe, in deinen dämlichen Scheißblog einen Kommentar zu schreiben! Idiot! Argh! Was soll das? Denkst du, dass bei deinen fünf Besuchern vier irgendwelche Naziparolen posten? Nein! Kommentare direkt zulassen!
Der nächste Schritt ist hierbei, dass ich als Kommentierender drei Tage warte, bis mein Kommentar, der eine Frage beinhaltete, Â zugelassen wird (ja, ich bin so freundlich und komme tatsächlich noch ein paar Mal wieder, um zu schauen, ob das nun der Fall ist), um dann nochmal zwei Tage warten zu dürfen, bis sich der Herr Blogbetreiber dazu aufrafft meine Frage zu beantworten. Was hat das zur Folge? Ich finde dich und deinen Blog scheiße und komme nicht wieder. Trottel. Scheißblog. Örgs. Wie man das lösen kann? Hej, meine Frage wird sicherlich keine Antwort erfordern, die dich 20 Minuten Lebenszeit kostet. Vermutlich bekommst du ihn sowieso per Mail. Mail gelesen, Link angeklickt, Antwort geschrieben, fertig. das hat sogar zwei Vorteile: Der Besucher fühlt sich wahrgenommen und kommt unter umständen wieder, und der vielleicht sogar größere Vorteil: Blogeinträge, die bereits einen oder mehrere Kommentare haben, werden in der Regel öfter angeklickt, weil etwaige Interessenten auch interessiert, was andere dazu denken. Kommentiert einer, hast du einen Kommentar. Beantwortest du diesen Kommentar, hast du jemandem geholfen und einen zweiten Kommentar. Simpel, aber klug.
Soviel zum ersten Teil. Vielleicht ist irgendwie klar geworden, was ich erwarte, wenn ich einen Blog besuche um ihn überhaupt erstmal in die (gedankliche) Liste interessanter Blogs aufzunehmen, die ich dann iiirgendwann verlinken würde. Vielleicht stehe ich mit einigen Ansichten alleine dar, aber ich gehe fest davon aus, dass das, was ich oben beschrieb irgendwie jedem Blog helfen würde, der noch in den Kinderschuhen steckt.
Es gibt für jedes Thema gute Blogs, wenn ein neuer Blog entsteht, muss er irgendein Alleinstellungsmerkmal aufweisen, um anerkannt zu werden. Am leichtesten ist es da, den Persönlichkeitsjoker zu spielen. Den hat nämlich jeder.
Es wird vermutlich  noch einen zweiten Teil geben, der irgendwie auf Blogdesigndinge eingeht, die mich, als potentiellen Leser, auch davon abschrecken, mir den Blog länger, als zwei Sekunden anzusehen, oder sogar die Inhalte zu konsumieren. Und wenn ich total lustig drauf bin, dann gibt es noch einen dritten Teil, der sich mit dem Aspekt des Inhalts beschäftigt. Dann vielleicht auch mit etwas mehr… Substanz.
Und ja, ich bin ein vollkommen vermessenes Arschloch, mir so einen Artikel herauszunehmen, wobei mein Blog doch selbst total unwichtig ist, und sowieso. Aber weißte was? Du hast ihn gelesen. Ätschibätsch.

Time Machine ist eigentlich ein total gutes Konzept, wenn man seine Daten sichern will, und sich selbst nicht genug vertraut, das ganze manuell und rechtzeitig zu machen. Alles ist hochautomatisch und idiotensicher.
Allerdings ist es nicht fehlerfrei. Ist das Backup-Medium voll, sollte Time Machine eigentlich hinten wieder anfangen zu löschen (wenn man will), was zur folge hätte, dass vorne wieder mehr Platz ist. Fänd ich okay, funktionierte aber, aus irgendwelchen, mir nicht verständlichen Gründen, nicht. Voller Tatendrang entschloss ich also, dass es an der Zeit sei die Backups von 2008 und 2009 manuell zu löschen, damit Platz für neue entsteht. Markiert, gelöscht, Papierkorb angesteuert, Papierkorb entleeren.

Zack, drei Stunden “Entleerung vorbereiten”. Am Ende waren es über zwei Millionen Dateien, der Tag war beendet, und ich beschloss, dass es eine unglaublich gute Idee sei, den Löschprozess einfach über Nacht laufen zu lassen.
Arschkarte. Ich hatte bisher nur Stromausfälle in der Wohnung, wenn ich den abgefahrenen Staubsauger anschmeißen wollte, den Nina zur Verfügung stellte. Ausgerechnet heute Nacht fällt dann der Strom, damit die externe Platte und damit dieser elendig lange Löschprozess aus. Und was machen wir heute Abend, Brain?
Dieser Eintrag ist langweilig, sieht aber im Layout total gut aus. Tja.
Weil so ist das im Internet. Kaum angekündigt, kann man das ganze dann auch schon betrachten. Monotonalsperre nenne ich es. Der Grund, warum ich meinen Themes Namen gebe ist übrigens, weil ich irgendwann bei Theme 14 beim mitzählen durcheinander gekommen bin. Ich habe also keinen blassen Schimmer welches Redesign das hier jetzt ist, aber es hat einen coolen Namen.

Wie ich schon im anderen Beitrag schrieb, das Theme ermöglicht mir die Einträge individuell zu gestalten. Das ist generell ziemlich cool, davon ausgehend, dass ich recht schnell gelangweilt bin von meinen Themes. Allerdings hält sich das ganze in Grenzen, weil ich die Möglichkeit beibehalten will irgendwann wieder ein ganz normales Theme zu benutzen und dafür nicht 2000 Blogeinträge umbauen zu müssen. So ist das Möglich. Ich habe hier mal ein paar alte Beiträge beispielhaft etwas hübscher gemacht. Einmal wäre da der Sonic-Iceland-Beitrag, dann Re:Jailbrake, dann hier das Zyklopenmädchen, Yoshi’s Island und der Beitrag zu den drei Schatten.
Ich möchte an dieser Stelle nochmal betonen, dass das Ausnahmen sind. Wenn mir danach ist, kann ich einen  Beitrag hübscher machen. Ansonsten bekommt er nur das Standardlayout, das aber auch der absolute Burner ist. Selbstverständlich.
Aus Gründen ist die Sidebar flöten. Sie ist nach unten gerutscht, war sie vor Ewigkeiten schonmal, heißt jetzt wieder Bottombar und ist noch ein wenig unstrukturiert, aber auf dem besten Weg der Ansprechpartner für alle wichtigen Informationen rund um den Blog zu werden.
Außerdem hat sich in den Kommentaren einiges getan. Die @replies, die sowieso niemand verstanden hat, sind flöten und wurden durch Threaded-Comments ersetzt. Das dürfte der Übersichtlichkeit dienen. Und sonst ist auch einiges passiert, schaut halt mal.
Solltest du einen alten Browser benutzen, dann wird das hier alles furchtbar aussehen. Das ist okay, in den coolen Browsern (sprich: Chrome, Safari, Firefox) sieht es, soweit ich das getestet habe, recht gut aus.
Außerdem ein Dank an Martin, der mir bei einigem Technikkram geholfen hat, und Kai, dem ich diese Pfeile in der single.php geklaut habe.