Wunderbar, ich habe also den Blogbetreiber und sein Verhalten beleidigt, jetzt kann ich mich den umliegenden Themen widmen. Ich möchte nocheinmal in Erinnerung rufen, dass ich hiermit nicht sagen möchte, wie man seinen Blog auf jeden Fall zu führen hat, sondern wie man ihn zu führen hat, damit ich ihn als positiv in Erinnerung behalte und mich vielleicht auch etwas mehr mit ihm auseinander setze. Heute: Optische, respektive strukturelle Dinge
Nein, zumindest nicht vollkommen. Ich kann hier schlecht irgendwelche Designgrundlagen vermitteln, immerhin gilt in der Gesellschaft noch immer der Irrglaube, dass Ästhetik und Schönheit etwas subjektives seien, damit möchte ich jetzt nicht aufräumen. Es ist unabstreitbar, dass man Seiten, deren Optik einem gut gefällt, lieber besucht. Da das aber tatsächlich subjektiv ist, man allerdings auch einen guten und einen beschissenen Geschmack haben kann, kann ich hier schlecht sagen, was man machen soll. Nein, stattdessen werde ich versuchen zu beleuchten, wie ich einige konzeptionelle Dinge hier so angehe.
Nachdem ich jetzt seit vier Jahren mit diesem WordPress-Ding herumhantiere und Dinge ausprobiere, kann ich wohl langsam mehr oder weniger behaupten, dass ich alles umsetzen kann, was ich umsetzen möchte. Und wenn ich an meine Grenzen stoße, frage ich einfach jemanden, der mir hilft. Außerdem habe ich fünftausend Ideen, wie man so einen Blog total abgefahren und noch-nie-dagewesen aussehen lassen kann. Und trotzdem lande ich immer wieder bei einer Art, die der aktuellen ähnlich ist. Einfach die Beiträge untereinander, klar gegliedert und idiotensicher.
Guten Tag, mein Name ist Marcel Wichmann und ich benutze gerne Headlines, die den Leser erstmal fürchterlich aggressiv machen und mich unglaublich unsympathisch dastehen lassen. Aber darum geht es hier nicht. Sondern: Alle fünf Monate kommt mal das Thema auf, dass die größeren Blogs nur die anderen großen verlinken und ganz viele andere, an den Haaren herbeigezogene Begründungen, weswegen der eigene Blog ja nicht bekannter werden kann.
Während dieser Diskussionen schaue ich mir dann gerne die Blogs derjenigen an, die die Diskussion vom Zaun gebrochen haben und eigentlich finde ich dann immer die gleichen Mängel, die mich, ganz subjektiv, davon abhalten den Blog zu lesen. Und würde ich wirklich glauben, dass das meine absolut subjektive Meinung dazu wäre, würde ich das hier nicht schreiben. Eigentlich glaube ich, dass ich Recht habe. Darum fangen wir in diesem Eintrag mal klein an:
Zumindest will ich das Gefühl haben, dass ich weiß, wer hinter einem Blog steckt. Es gibt ausnahmen, Technikblogs zum Beispiel, die unter Umständen sogar von mehreren Autoren geführt werden. Solange diese mir täglich meine Informationen bieten, ist mir egal, wer dahinter steckt. Hier muss man aber differenzieren. Diese Blogs sind bereits groß und bekannt, und irgendwann, wenn die Inhalte stimmen, ist es einfach wurst, wer das ganze schreibt. Mir ist bei den meisten Nachrichten auch egal, wer den Artikel geschrieben hat, weil es um den Informationsgehalt geht.
Aber, und ich spreche hier für mich, ich denke, dass man einen Blog, sagen wir es ist ein privater Blog, wie dieser hier, oder der von Yannick, das heißt Blogs, die das Leben des Autoren widerspiegeln, oder sogar ein Design, Lifestyle, Whateverblog, wie der von Kai. Bei beiden habe ich, wenn ich sie lese, das Gefühl die Personen dahinter kennenzulernen. Abgesehen davon, dass ich Kai sowieso kenne, glaube ich, dass ich mich mit Yannick gut verstehen würde, im wirklichen Leben, weil ich seinen Blog lese, denke zu wissen, wie er ungefähr tickt und sowieso.
Was ich damit nicht sagen will ist, dass jeder einen privaten Blog führen sollte. Was ich sagen will ist, dass man irgendwie… “Kundenbindung” erzeugen muss. Man muss präsent sein, als Person, vor allem, wenn der Blog frisch ist, und keine Sau einen kennt. Und ich würde sogar sagen, dass eine, mehr oder weniger ausführliche, “Über den Autoren”-Seite jedem, ja wirklich jedem Blog gut tut. Eigentlich ist das sogar das este, worauf ich achte, wenn ich zufällig auf einen Blog stoße. Finde ich keine Seite zum Autoren, oder nur eine, die mich mit einem “Wird noch bearbeitet” abspeist, oder nur Name und Hobbys preisgibt, fühle ich mich, klingt komisch, irgendwie unwohl. Anonymität schön und gut, aber es ist relativ logisch, dass ein transparenter Blog auch schneller an Zuwachs gewinnt. (An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass mir diejenigen egal sind, die sagen, dass sie nur für sich selbst bloggen und es sie nicht interessiert, wer und vorallem wieviele ihren Blog lesen. Bullshit.)
Ja, eher merkwürdiges Kriterium, aber wenn du auf deine Informationsseite einen Text in doppelter Bibellänge schreibst, aber kein Bild von dir dazu packst, werde ich mir den Text nicht durchlesen. Ich verlange nicht mal, dass das Bild den Autoren portraitiert, ich ihn auf der Straße erkennen kann, iwo, ich habe bei mir selbst nur ein maskiertes Bild drin. Ich will einfach einen optischen Aufhänger, irgendwas. Wie gesagt, das ist irgendwie kein Kritikpunkt, der klug klingt, sondern einer, der mich davon abhält einen Blog weiter zu betrachten.
Klingt auch bescheuert, ist aber das, was jeder “How to Blog”-Ratgeber seit Jahren predigt, aber trotzdem alle drauf scheißen. Ich gehe mal davon aus, dass die meisten Blogbetreiber, jeden Tag im Internet rumhängen. Vielleicht nicht wegen des Blogs, aber wegen Farmville, Aktiengeschäften oder Wasauchimmer. Wenn man jetzt auch noch einen Blog betreiben möchte, in dem viel kommentiert wird, auf den die Besucher gerne zurückkommen und der… naja, “bekannt” ist, dann gilt folgendes:
Ich will kein verschissenes, gottverdammtes “Your Comment is awaiting moderation” lesen müssen, wenn ich mir die verkackte Mühe gemacht habe, in deinen dämlichen Scheißblog einen Kommentar zu schreiben! Idiot! Argh! Was soll das? Denkst du, dass bei deinen fünf Besuchern vier irgendwelche Naziparolen posten? Nein! Kommentare direkt zulassen!
Der nächste Schritt ist hierbei, dass ich als Kommentierender drei Tage warte, bis mein Kommentar, der eine Frage beinhaltete, Â zugelassen wird (ja, ich bin so freundlich und komme tatsächlich noch ein paar Mal wieder, um zu schauen, ob das nun der Fall ist), um dann nochmal zwei Tage warten zu dürfen, bis sich der Herr Blogbetreiber dazu aufrafft meine Frage zu beantworten. Was hat das zur Folge? Ich finde dich und deinen Blog scheiße und komme nicht wieder. Trottel. Scheißblog. Örgs. Wie man das lösen kann? Hej, meine Frage wird sicherlich keine Antwort erfordern, die dich 20 Minuten Lebenszeit kostet. Vermutlich bekommst du ihn sowieso per Mail. Mail gelesen, Link angeklickt, Antwort geschrieben, fertig. das hat sogar zwei Vorteile: Der Besucher fühlt sich wahrgenommen und kommt unter umständen wieder, und der vielleicht sogar größere Vorteil: Blogeinträge, die bereits einen oder mehrere Kommentare haben, werden in der Regel öfter angeklickt, weil etwaige Interessenten auch interessiert, was andere dazu denken. Kommentiert einer, hast du einen Kommentar. Beantwortest du diesen Kommentar, hast du jemandem geholfen und einen zweiten Kommentar. Simpel, aber klug.
Soviel zum ersten Teil. Vielleicht ist irgendwie klar geworden, was ich erwarte, wenn ich einen Blog besuche um ihn überhaupt erstmal in die (gedankliche) Liste interessanter Blogs aufzunehmen, die ich dann iiirgendwann verlinken würde. Vielleicht stehe ich mit einigen Ansichten alleine dar, aber ich gehe fest davon aus, dass das, was ich oben beschrieb irgendwie jedem Blog helfen würde, der noch in den Kinderschuhen steckt.
Es gibt für jedes Thema gute Blogs, wenn ein neuer Blog entsteht, muss er irgendein Alleinstellungsmerkmal aufweisen, um anerkannt zu werden. Am leichtesten ist es da, den Persönlichkeitsjoker zu spielen. Den hat nämlich jeder.
Es wird vermutlich  noch einen zweiten Teil geben, der irgendwie auf Blogdesigndinge eingeht, die mich, als potentiellen Leser, auch davon abschrecken, mir den Blog länger, als zwei Sekunden anzusehen, oder sogar die Inhalte zu konsumieren. Und wenn ich total lustig drauf bin, dann gibt es noch einen dritten Teil, der sich mit dem Aspekt des Inhalts beschäftigt. Dann vielleicht auch mit etwas mehr… Substanz.
Und ja, ich bin ein vollkommen vermessenes Arschloch, mir so einen Artikel herauszunehmen, wobei mein Blog doch selbst total unwichtig ist, und sowieso. Aber weißte was? Du hast ihn gelesen. Ätschibätsch.

„Blogs sind tot“ unken die einen, die anderen wenden sich optisch fast vollkommen von der Blogsache ab und satteln auf Magazin um, wieder andere machen derzeit noch genauso weiter, wie vor drei Jahren. Der Hype ist vorbei, sage ich mal so, jetzt zieht nämlich der Alltag in die frische neue deutsche Blogwelt ein.
Isabella ist wohl das, was man eine Modebloggerin nennt. Aber irgendwie auch nicht. Ich glaube, sie hat einen Schaden. Aber einen tollen. Und man sollte sich dringend dieses Video ansehen. Sie sagt “Pferdemagen”.
Isabella.
Ivy mag Pistazieneis und ihren Blog muss man eigentlich gar nicht wirklich lesen. Man kann sich auch einfach diese großartigen Fotos ansehen. Das ist übrigens der Vorteil, wenn man ein Mädchen (und hübsch) ist. Man muss nur Bilder von sich selbst bloggen und die Sache ist geritzt.
Shortee macht hübsche Sachen und hat ein animiertes Piratenschiff im Layout. Was will man mehr?
Das krasse an ihm hier, also dem Maxi nämlich, ist, dass er, aaachtung. Waaaait for it: Erst 13 Jahre alt ist. Und ich weiß, wie schnell man die Lust an allem Möglichen verlieren kann, wenn die Besucherzahlen mies sind und sowieso. Er haut (derzeit) fast täglich was neues (gezeichnetes) raus. Und wenn er so weitermacht, kann Jojo in drei Jahren (und dann ist er erst 16, der Maxi! Krass.) einpacken.
Dieser Beitrag wegen ihm hier.
Freunde des Komerzes,
es ist wieder mal an der Zeit, dass ich, ohne irgendeine Ahnung zu haben, alle über einen Kamm schere und über Werbung in Blogs spreche.
Wie man sich vielleicht denken kann, bin ich total dafür mit seinem Blog Geld zu verdienen. Wenn es funktioniert. Diese ganze “Werbung auf Blogs ist böse, das sind private Projekte und die sollten werbefrei bleiben”-Diskussion gibt es jetzt schon seit Ewigkeiten. Und von Anfang an dachte ich mir, dass daran doch irgendwas nicht stimmen kann. Tut es auch nicht, denn:
Wenn man einen Blog betreibt und – man glaubt es kaum – das hier ist einer, dann macht man das auf keinen(!) Fall “nur für sich selbst”. Man will sich präsentieren, man will die Meinungen der Leser hören und ja, man will auch möglichst hohe Besucherzahlen erreichen. Wenn man das nämlich nicht möchte, könnte man sich genauso gut eine lokale WordPress intallation besorgen. Oder einfach in eine meintagebuch.txt tippen.
So, jetzt aber mal vorrausgesetzt, dass man ein Internettagebuch führt. Man sitzt also irgendwo, denkt sich “Yeah, ich will auch bloggen!”, registriert sich eine möglichst dumme Domain “Uh, yeah, uarrr.org!” und installiert WordPress. Den ganzen Beitrag lesen »
Aus aktuellem Anlass möchte ich nochmal ein paar Worte zu Blogs im generellen verlieren.
Ich bin der Ansicht, und dieser Beitrag ist als Anstoß zu verstehen, dass private Blogs unbedingt eine “Über mich.”-Seite haben sollten. Wie diese letztendlich genannt wird, ist ziemlich egal. Die Hauptsache ist, dass folgende Dinge beachtet werden:
- Genügend Informationen: Ich will wissen, wie die Person heißt, wie alt sie ist und woher sie kommt.
- Foto: Kann nie schaden! Selbst, wenn es ein Foto ist, auf dem man nicht sonderlich viel erkennt, sollte man dennoch dem Besucher irgendwie eine Möglichkeit geben, sich ein Bild von dem Autoren zu machen, das einigermaßen mit der Realität zutun hat.
Es kommt unfassbar häufig vor, dass ich einen Blog finde, ein bis zwei Beiträge lesen, und dann, um zu wissen, wie ich das gelesene einschätzen muss/kann, eine Informationsseite über den Autoren suche. Wenn dann keine zu finden ist, empfinde ich das als relativ enttäuschend.
Natürlich kann man niemanden dazu zwingen, irgendwelche Informationen von sich preiszugeben. Ich kenne einen Hammerhai, der das sogar ganz und gar nicht befürworten würde. Aber ich persönlich bin der Meinung, dass Blogs, die ernst genommen werden wollen (auf welcher Ebene auch immer) eine gute Informationsseite bereit halten sollten.
Achja: Themenblogs können dies natürlich auch gerne, aber da ist es für mich eher zweitrangig.
So!