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Kleider machen Technik.

Bisher hatte ich keine Tasche fürs iPad. Nutze meine riesigen Socken, in die ich es steckte, wenn ich es mit auf Reisen nahm. Es ist ziemlich robust, weswegen ich mir keine Tasche kaufte, damit es geschützt ist, sondern aus praktischen Gründen. Es ist tatsächlich erheblich leichter auf dem iPad zu tippen, wenn man es leicht aufrichtet. Und als Dockersatz ist diese Tasche auch superduper. Und ich bin heute nicht in der Lage schöne Sätze zu bilden, hier also mehr Bilder und ein Link zum Hersteller der Tasche. Ich bin damit vollkommen zufrieden.

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iPhone4, iOS4, Telekomm mal klar.

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei sende ich einige Gedanken zum neuen iPhone, zum neuen Betriebssystem und zur Telekom. Es ist zu beachten, dass ich erneut herausstelle, dass ich alles gut finde, was gut ist. Wenn also etwas gut ist, sage ich, dass es gut ist und versuche mich auch nicht zurück zu halten, nur weil ich mich wiederhole, oder weil das, was gut ist, immer von der gleichen Firma kommt.

iPhone 4

Ich zeterte, beschwerte mich und verzweifelte innerlich, weil ich mich doch durchaus sehr darauf freute, das erheblich in die Jahre gekommene 3G dem alten Eisen zuzuordnen – und am Ende wurde alles gut. Nach einer intensiven T-Punkt-Session, hielt ich irgendwann gegen 12:30 Uhr dann tatsächlich meinen neuen Jederzeit-Begleiter (16GB, Schwarz) in Händen. Eigentlich eher eine Tasche mit allerlei Kram, aber das tut nichts zur Sache. Dementsprechend hätte ich mir diesen Satz auch sparen können. Diesen auch. Ähm. Ja!

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Was halte ich eigentlich von geschlossenen Systemen und dem, was manchmal als “Zensur” bezeichnet wird?

Wie es Headlines so an sich haben, beinhaltet auch diese hier das eigentliche Thema. Und – wen überrascht es – es dreht sich um Apple. Bei Formspring wurde mir die Frage gestellt, was ich denn davon halten würde, dass Apple den Appstore “zensiert”. Spannendes Thema, das einen präsenteren Raum, als eine Formspring-Antwort verdient hat.

Vorweg: Eigentlich habe ich keine Ahnung von dem Thema, keine wirkliche. Ich kann nur erzählen, was ich dazu denke, ob meine Ansichten die richtigen sind: Fragwürdig. Aber für mich persönlich sind sie schlüssig und ich bin zu einem Ergebnis gekommen, mit dem ich perfekt leben kann.

1. Mit Headlines sehen Texte wichtiger aus

Schauen wir uns das also an. Wir haben eine Firma, die ein Telefon vertreibt, das offenbar relativ erfolgreich ist. Um ein wenig zu provozieren: Ein Telefon, das heute, nach über zwei Jahren, noch immer nach einem wirklichen Konkurrenten sucht. Es gibt Handys, die Dinge besser machen, als das iPhone, aber nicht grundlos gibt es kein Handy, das vergleichbar erfolgreich ist. Ich spreche hier bewusst von “Handys”, weil es mir um die Kombination aus Betriebssystem und Hardware geht. Android legt gerade gewaltig zu, was Verbreitung angeht, aber ein Großteil der Handys, die mit Android ausgeliefert werden, spielen nicht annähernd in einer, mit dem iPhone vergleichbaren, Liga.
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Vier geh’ ich halt woanders hin.

Solange die Personen, die als Kontakt- und Kompetenzmenschen hinter Tresen gestellt werden – und ich spreche hier von Informations-, nicht Bartresen – mir nicht mehr Informationen als das Internet bereitstellen können, verfluche ich jede verdammte Scheißfirma, bei der das der Fall ist.

Aber von Anfang. Ich bestellte mir also, nachdem ich zwei Jahre lang das 3G ausgiebig nutzt, ein iPhone 4, soweit nichts besonderes. Sich vorab Informationen zu etwaigen Tarifverlängerungen zu besorgen war schwer genug, gar unmöglich, weswegen sollte man es als riesiger Konzern (Telekom, ich spreche von der Telekom) auch schaffen, ein
:f1 Ereignis :f2 wie das Erscheinen eines neuen iPhones von langer Hand zu planen. Dazu kommt noch, dass Bestandskunden, die am Telefon zwar jederzeit umgarnt und betüddelt werden, ihren Tarif nicht einfach im Internet verlängern und gleichzeitig das 4er bestellen können, nein, Bestandskunden, weil man sie so gerne persönlich begrüßt, ihnen die Hand und ein kühles Getränk reicht, lässt man in einen sogenannten T-Punkt kommen.

So dackelte ich in einen T-Punkt. Hamburger Innenstadt, wurde von einem T-Punkt Mitarbeiter an einen Informationstresen gebracht, alles freundlich, alles gut, iPhone vorbestellt, superduper, alle sind froh. Jetzt kommt aber der Clou. So wie es aussieht, werde ich die nächsten zwei Wochen in München verbringen. Aus Gründen, ich bin ein sehr globalisierter Mensch. Das kommt unerwartet, ist aber positiv. Das Problem: Das iPhone kommt nächsten Donnerstag, an dem ich vermutlich schon Lederhumpen tragen werde und fünf Hosen Bier getrunken habe. Eigentlich sagen die da “Maß”. Wie auch immer.

Außerdem wollte ich gerne wissen, ob und wie mein iPhone entsperrt werden kann, bevor der Ursprungsvertrag, der im August auslaufen würde (hoffentlich macht er keine Flecken), ausläuft. Die Webseite des rosa Riesenfails offerierte mir die Information, dass alle Handys über die Webseite freigeschaltet (oder wie das heißt) werden können, nur als iPhone-Benutzer muss man bei der 22022200whatever anrufen. Gut.

Ich rufe also bei einer Telefonnummer an, die im Internetz als die des T-Punktes in der Hamburger Mönckebergstraße ausgegeben wurde, unterhalte mich zwei Minuten mit einem freundlichen Telefonroboter, der, als ich das fünfte Mal meine Telefonnummer nuschelte, mich endlich mit einem Kompetenzmenschen verband. Dieser war eine unfreundliche, osteuropäische Frau, die mir einmal sagte, dass sie keine Ahnung hat, ob man mir das iPhone von Hamburg nach München schicken könne und außerdem bin ich bei ihr sowieso ganz falsch und ich müsste da in einen T-Punkt gehen. Ob ich da nicht einfach anrufen kann, fragte ich sie und entrüstet, Blut und Galle spuckend, antwortete sie mir, dass man in einen T-Punkt nicht anrufen kann, weil die dort arbeiten müssen. Mit Kunden. Sagte sie mir.

Schön. Danke. Blöde Kuh. Super Prinzip, schließlich haben wir alle nichts besseres zutun, als irgendwo hinzufahren um Informationen zu erhalten. Welches Jahr schreiben wir, 1910? So, ich also in den T-Punkt, täterätä, da bin ich, ich hätte da zwei Fragen.
Ergebnis: Nein, das iPhone kann man nicht in einen T-Punkt Münchens schicken, weil wissen wir auch nicht, geht aber nicht. Vertrauen sie uns, wir tragen lustige Telekomshirts. “Ich kann aber dann doch annehmen, dass das iPhone hier so lange auf mich wartet, bis ich es abholen kann, oder?” fragte ich, bekam die Antwort “Ja, klar, ein, zwei Tage kann das hier schon sein.” Ich schnaubte, geriet in Fanboy-Panik, und flippte vollkommen aus. Ich: “Ähm, ich sagte doch gerade, dass ich für rund zwei Wochen in München sein werde?!” Sie: “Ja, dann… also… dann werden wir das wohl einem anderen Kunden geben, die wollen ja auch welche.” “Ich zahl doch dafür! Das ergibt keinen Sinn!” Sie: “Ja, sie kriegen dann einfach das nächste.” “Wann, in fünf Wochen?” “Nee, solange dauert das nicht.” Und so weiter. Ergebnis: Entweder ich hole es ab, oder bin gefickt. Danke, voll gut.

Auf meine Frage, wie es denn mit der Freischaltung des 3G aussieht, bekam ich, mit geschwellter Brust vorgetragen, die Antwort, dass man da die 22022200whatever anrufen muss! Und dann muss ich “Berater” sagen. Und dann komme ich zu einem Berater, der mir dann sagen kann, ob mein iPhone vielleicht(!) auf Grund von Kulanz schon vor August freigeschaltet werden kann. Das hat sie mir dann noch auf einen Zettel geschrieben. Also die Telefonnummer und das Wort “Berater”. Danke. Vielen Dank.

Und damit sind wir wieder beim Anfang. Wenn Unternehmen total abgefahren und fancy die Social-Media-Schiene fahren, dann sollte vielleicht darauf geachtet, werden, dass generelle Kompetenz nicht vergessen wird. Entweder ich erhalte alle Informationen, die ich brauche, aus dem Internet, oder ich gehe in einen Laden und erfahre da von Mitarbeitern der Firma, von der ich etwas will, die Informationen, die für mein Anliegen wichtig sind. Am besten sogar noch mehr, damit man sich total gut beraten fühlt. Was ganz und gar nicht sein kann, ist, dass man als durchschnittlich informierter und interessierter Kunde immer mehr weiß, als die eigentliche Kompetenzquelle.

Das ist einfach lächerlich. Kommt mal klar.

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Och, so dies und das.

Eigentlich gibt es nicht wirklich etwas zu sagen, aber es gibt ja nie nichts zu sagen, also sage ich was, zu Dingen von denen ich denke, dass ich sie vielleicht sagen möchte. Zu verschiedenen Themen, nichts großes, nichts ausführliches, einfach alles, also viel und wenig.

1) Ich bin immer wieder überrascht, wenn mir jemand sagt, dass Twitter zu viel Zeit wegnimmt, man nicht verstehen kann, wie man soetwas nutzt und dass alles, was da geschrieben wird, doch sowieso nur inhaltsloses Unterhaltungsgebrabbel sei. Etwas in diese Richtung zu behaupten spricht von absolutem Unwissen. Das gute und nützliche am “Social Web”, oder dem “Web 2.0″ ist nicht nur, dass man selbst eingreifen und Inhalte erstellen kann (User generated content, wir erinnern uns), sondern, dass ich mir meine Inhalte auch selbst zusammenstellen kann. Wenn ich also nur Idioten wie ihm hier auf Twitter folge, bekomme ich keine vernünftigen Informationen in meine Timeline. Wenn ich aber irgendwelchen Nachrichtenseiten und Leuten folge, die nur das twittern, was ich lesen möchte (was bei der Anzahl an Twitter-Nutzern nicht unwahrscheinlich ist), dann kann es keinen besseren Informationsfluss für mich geben.
Dass Twitter zu viel Zeit wegnimmt ist doch auch eher eine Aussage, die auf die eigene Dummheit zurückzuführen ist. Wenn ich keine Zeit habe, nutze ich nicht Twitter. Wenn ich dann irgendwann drei Sekunden habe, schaue ich mal in die Timeline, wenn ich wissen will, was gerade los ist. Wenn nicht, dann nicht. Alles kann, nichts muss.

2) Neues iPhone, neues iOS, täterätä. Alles ganz fein, was mir allerdings, aus der Sicht von jemandem der sich irgendwie irgendwann mal Designer, oder vergleichbares, nennen möchte, ist, dass das OS zusehends hässlicher wird. Man könnte auch sagen, dass es hässlicher präsentiert wird. Dieses merkwürdige Tropfen-Wallpaper, das man derzeit in den ganzen Demos sieht? Es ist einfach zu hell. Generell ist der iPhone-Homescreen viel zu überladen, als dass man wirklich sagen könnte, dass Bilder im Hintergrund irgendwann gut aussehen, solange sie nicht absolut schlicht sind. Mit Jailbreak konnte man sich schon immer irgendwelche Bildchen in den Hintergrund klatschen, dementsprechend habe ich mindestens fünftausend verschiedene Variationen gesehen. Und jede sah vollkommen beschissen aus. Gleiches gilt für Ordner und :f1 Multitasking :f2 . Irgendwie sieht das alles nicht mehr so aus, wie man es ursprünglich gewohnt war. Aber vielleicht geht das auch nur mir so.

3) Der Lesezirkel. Eigentlich bin ich relativ gut darin, Dinge abzuschätzen, aber dort habe ich mich geirrt, obwohl es so offensichtlich ist. Man soll keine Worte über Dinge verlieren, die noch nicht in trockenen Tüchern sind, aber ich kann ja mal anreißen, was für Gelegenheiten sich vielleicht bieten werden, im Laufe des Zirkels. Da wäre einmal eine unter Umständen mögliche Kooperation mit einem großen, bekannten und coolen Verlag. Das wäre natürlich ziemlich gut. Für alle Beteiligten. Wobei zu beachten wäre, dass das alles schön gemütlich und feierlich für die Teilnehmer bleibt. Und dann fragte dieser Radiosender, der sich Fritz nennt nach, ob ich denen zum Thema ein Interview geben würde, wenn die erste Lesezirkelrunde abgelaufen ist, was dann erneut wieder mehr Aufmerksamkeit auf die Sache lenkt. Finde ich gut, macht Spaß! Apropros Spaß, mir ist aufgefallen, dass ich das Buch wirklich sehr gerne lese. Einerseits, weil es ziemlich gut ist, wie ich finde, andererseits, weil ich weiß, dass da gerade noch rund 30(?!) andere sind, die das gleiche Buch lesen. Und ich bin verdammt gespannt, zu hören, was ihr von dem Buch haltet, wenn der Monat vorbei ist.

So.

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Dezent chaotische iPad Videoreview.

Moin. Ein Wochenende mit iPad ist vorbei, es gibt viel zu sagen, ich könnte das alles in unendlich viel Text verpacken und dazu zweitausend Screenshots zeigen, oder ich drehe ein 20-Minuten-Video und lade es auf YouTube hoch. Letzteres tat ich letztendlich. Ich reiße alles nur kurz an, was bedeutet, dass ich auf einige Dinge in separaten Blogposts noch eingehen werde.

Eine Art schriftliches, bisheriges Fazit kann ich aber trotzdem abgeben: Es ist wunderbar, besser, als ich dachte, derzeit noch mit starkem App-Mangel (es gibt viele, aber viele der wirklich guten befinden sich noch auf dem Weg aufs iPad, Reeder zum Beispiel), es macht einen auf keinen Fall nur zu einem Konsumenten, wenn man nicht nur Konsument sein will und der größte Pluspunkt: Es macht Spaß. Absoluten Spaß. Weniger Text, mehr Videos:

Teil 1:

Teil 2:

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