Freizeit ist ein Projekt

Aus irgendeinem Grund besteht mein Freundes- und Bekanntenkreis primär aus Leuten, die Gefahr laufen von Leuten, die dieses Wort benutzen, als “Selbstausbeuter” bezeichnet zu werden.

Es sind Selbstständige, ob als Freelancer, oder Gründer ihrer eigenen Unternehmen und alle, die in einer Festanstellung sind, Leben ihre Arbeit und haben die gleichen Ansprüche an ihre Performance, wie die Selbstständigen.

Das ist toll, ich mag zu sehen, wenn Leute von Themen begeistert sind. Wenn man seine persönliche Begeisterung mit dem Verbinden kann, was dann auch noch die Brötchen bezahlt, ist das umso besser.

Ein Bild, das mich mit dem Hund meiner Schwester zeigt und absolut keinen weiteren Kontext hat.

Aber in letzter Zeit Häufen sich die Anzeichen dafür, dass wir alle eine Sache lernen, oder zumindest üben müssen: Aktiv das Freiräumen von Zeit als Aufgabe zu betrachten, die getan werden muss.

Ich bin jetzt seit über zwei Jahren Selbstständig (Braucht jemand ein App Design? Hier entlang.) und in der glücklichen Position, dass ich die meiste Zeit ausgebucht bin. Trotzdem habe ich die anhaltende Angst, dass irgendwann niemand mehr gutes App Design braucht und plötzlich keine Aufträge mehr reinkommen, ich verarme, verhungere und elendig und alleine sterbe.
Ist natürlich Quatsch, weiß ich auch, aber trotzdem der Fall. Das geht vielen so und führt dazu, dass man Auftrag an Auftrag und Projekt an Projekt reiht.

In Festanstellungen noch schlimmer, da machen das andere für einen. Keine Firma wird jemals einen Arbeitnehmer nicht mit möglichst viel aufeinanderfolgender Arbeit versorgen. Warum sollte man auch.

Wenn man selbstständig ist, kann man dafür niemandem die Schuld geben. Man ist selbst verantwortlich für die Freizeit, die man hat. Wir müssen also lernen sie uns zu nehmen. Unsere Gesundheit und Performance ist direkt daran gebunden, wie viel Zeit wir investieren um den Kopf frei zu bekommen.

Ich betrachte Freizeit mittlerweile als Projekt. Wenn ich jetzt eine Anfrage für März 2018 bekomme, weiß ich, wie mein Januar und Februar aussehen und lasse mir mindestens eine Woche zwischen Projekt A und B. Eine Woche, in der ich nichts vorhabe. Es gibt keinen gebuchten Urlaub, keinen Plan dann irgendwo hinzufahren, oder etwas anderes zu machen. Ich weiß aber, dass ich nicht bereuen werde, eine Woche Pause gemacht zu haben.

Für Festangestellte ist das natürlich schwieriger und das hier ist mehr ein Thema für Arbeitgeber, die verstehen müssen, dass 8 Stunden Dauerperformance nicht skalierbar sind. Aber auch als Arbeitnehmer muss einem klar sein, dass man jede Sekunde, die nicht Arbeit ist, wertschätzen muss. Überstunden sind keine Heldentat, sondern ein trauriges Indiz für Fehlplanung. Bei einer Krankschreibung halbgesund wieder zur Arbeit zurückzukehren nicht klug, sondern fahrlässig.

Arbeit füllt immer so viel Zeit aus, wie man ihr gibt. Wenn man nicht darauf achtet Zeiträume mit Freizeit zu füllen, arbeitet man nur. Das hat allerdings noch nie jemanden glücklich gemacht. Macht mal Freizeit zu eurem Projekt.

Ein Blogpost über ein neues Blogdesign

Damals, als Blogging cool und an Blogdesigns rumschrauben unser kreatives Outlet war, schrieb man (alle zwei Wochen) Blogposts, wenn man sein Design angepasst hat. Jetzt reicht uns offenbar Bilder vom Milchschaum auf unserem Kaffee auf Instagram hochzuladen. Tja. Ich trinke keinen Kaffee, hier also der Hinweis für die fünf übrig gebliebenen RSS-Abonnenten: Ich habe diesen Blog für 2018 schick gemacht und damit eines meiner Vorhaben für Dezember frühzeitig abgeschlossen.

Neue Features: Ein Logo, das manchmal Teile vom Inhalt verdeckt, keine unnötigen Informationen, alles so reduziert wie möglich und wieder einspaltig. Außerdem: Die Möglichkeit Bilder größer als in einer Breite von 650px anzuzeigen. Das kommt mir, als Profifotograf, natürlich zugunsten.

Wie immer, wenn ich irgendwelchen Code schreibe, einen Dank an Martin, der alles Anspruchsvolle für mich gelöst hat.

Ich gewinne gegen den Winter

Im Zuge meines neuen Minimalisten-Lifestyles habe ich auch den nächsten Schritt auf einer zuvor bereits unbewusst gestarteten Reise gemacht und mir eine Jacke für über 200 € gekauft.

Irgendwie gebe ich ungerne viel Geld für Kleidungsstücke aus, weil sie für mich bisher Wegwerfware waren. Das ist natürlich Quatsch, führte aber auch dazu, dass ich nie eine richtige Winterjacke hatte und mich immer mit so halbguten Jacken durch den Winter quälte.

Am Wochenende war ich in einem Fachgeschäft(!!), ließ mich beraten und habe jetzt eine Jacke, die weder voller Federn toter Vögel ist, noch aussieht, als wäre sie ein mittelmäßiges Michelinmännchenkostüm. Stattdessen ist sie schlicht, wird mir vermutlich auch noch in zwei Jahren gefallen und soll bei tiefsten Temperaturen Wärme und Wohligkeit garantieren. Sie heißt offenbar HERREN ZANECK JACKE und ist “Ein stilvoller Bestseller mit einer ausgezeichneten Wärmeleistung”. Das klingt doch super. Allerdings nutze ich sie ohne den heraustrennbaren Fellkranz, ein bisschen Selbstachtung habe ich dann doch noch.

Das Preisschild sagte 300 €, ich sagte “Uff” und dann “Naja, aber dafür hält sie sicher auch drei Jahre und 100 € pro Winter ist wirklich nicht zu viel” und fühlte mich dann sehr sophisticated und klug. Als der – sehr hilfreiche und freundliche – Verkäufer dann noch erwähnte, dass sie einen Black Friday Sale haben und ich auf die Jacke 20 % bekommen würde, wurde ich tieftraurig, weil ich in Mathematik schlecht war und Prozentrechnung nie verstand, hoffte aber einfach, dass es sich lohnen würde. 240 €! Völlig okayer Preis für etwas, das mir wortwörtlich das Leben retten könnte!

Bisher tut sie, was sie tun soll. Draußen hält sie mich überraschend warm und wenn ich in der Tram sitze, schwitze ich nicht wie jemand, der eine viel zu warme Jacke trägt. Ich bin sehr zufrieden.

Ich brauche wirklich keine neue Apple Watch

Wenn mich der Gedanke packt, dass ein Produkt mein Leben verbessern kann, verbringe ich unangemessen viel Zeit damit, darüber nachzudenken, ob es eine kluge Investition wäre.

Das rede ich mir zumindest ein. Eigentlich verbringe ich unangemessen viel Zeit damit, mir einzureden, dass es eine kluge Investition ist. Dann schaue ich Reviews auf YouTube und lese Erfahrungsberichte in irgendwelchen Blogs und erfahre nie wirklich etwas Neues. Das Ergebnis ist auch selten kreativer als “Okay, kaufe ich mir.”

Das macht ja auch alles in irgendeiner Form das Leben besser. Ich besitze die allererste Apple Watch, die jemals veröffentlich wurde. Damit bin ich relativ zufrieden, benutze ich sie doch nur um mir Benachrichtigungen und das Wetter anzeigen zu lassen. Aber… wäre da nicht viel mehr drin, wäre sie nur schneller, besser, neuer? Dann würde ich sicher auch Siri mehr benutzen und meine HomeKit Geräte damit bedienen.

Stimmt vermutlich.

Stimmt ganz sicher.

Also sollte ich sie kaufen.

Auf zum Apple Store.

Oder doch nicht? In den letzten Wochen mehren sich die Gedanken, dass ich vielleicht mein Kaufverhalten, ja sogar mein gesamtes Verhalten überdenken sollte. Ich kaufe um glücklich zu sein. Seit Jahren schon. Und hey, ich bin nicht unglücklich, oft sogar einfach glücklich. Mir geht es gut.

Trotzdem versuche ich die letzten 10 % durch irgendwas zu füllen. Und obwohl ich seit Jahren immer mehr Zeug ansammle, hat mich nichts davon voran gebracht.

Was ich eigentlich erreichen möchte ist, dass ich das Maximum an Glück und Zufriedenheit aus allen anderen Dingen des Lebens ziehen kann. Meine Arbeit, meine Hobbys, meine Familie und Freunde. Das ist eine ungeordnete Liste.

Ich kaufte diese Woche weder ein Smart Keyboard für mein iPad (ich schreibe das hier an meinem iPad, habe aber einfach mein anderes Keyboard via Bluetooth angeschlossen. Geht genau so gut, wenn nicht sogar besser.), noch eine neue Apple Watch. Meine tut, was sie soll und die neue würde diesen Nutzen nicht 400 € besser machen. Das ist ein Anfang.

Dieser Anfang ist auch Martin geschuldet, mit dem ich darüber sprach und der mich im Groben auf das Konzept des Minimalismus und im Speziellen auf The Minimalists brachte.

In den letzten Tagen las ich viele Artikel über das Thema und schaute auf Netflix die Dokumentation der The Minimalists Gründer. Das Grundprinzip ist nicht sonderlich komplex: Alles, was man macht und besitzt, sollte einen Mehrwert haben, der über “Wenn ich X habe fühle ich mich besser” hinaus geht. Minimalismus ist, wie alles, ein Spektrum, auf dem sich sowohl die achtköpfige Familie mit zwei Autos, als auch die Person befindet, die insgesamt nur 52 Gegenstände ihr Eigen nennt.

Das ist ein Ansatz, den ich aktuell sehr spannend finde. Meinen gesamten “Besitz” neu überdenken, herausfinden, ob ich wirklich dieses Bücherregal brauche, das voller Bücher ist, die ich seit dem Umzug nicht mehr angefasst habe. Spoiler: Vermutlich nicht.

Ja. Keine Pointe, kein Happy End, nur Blick in was mich gerade beschäftigt. Und bei euch so?

Spotify App Design 2011 vs. 2017

Ich habe die letzten Wochen relativ viel Zeit darauf verwendet all meine Bilder zu finden und in Photos.app und damit iCloud zu importieren. Das resultierte sowohl in über 25.000 Bildern seit 2006, einigen emotionalen Achterbahnen, als auch vielen retro Screenshots.

Heute stolperte ich über diesen hier. Spotify von 2011. Damals noch auf meinem iPhone 4. In 2011 kam irgendwann dann auch das iPhone 4S raus, das 4er war also nicht völlig veraltet und die Auflösung das größte, was ging. Wenn man sich das ganze im direkten Vergleich zu Spotify in 2017, auf einem iPhone X anschaut, dann ist das ein perfektes Beispiel für iteratives Design.

Spotify App, iPhone 4, 2011 (Klicken für Originalauflösung)

Ich verstehe ja nicht, wie Leute noch immer dem iOS 6 Look hinterher trauern können. Alles sieht behäbig, unsauber und grobschlächtig aus.

Spotify App, iPhone X, 2017 (Klicken für Originalauflösung)

Eigentlich kamen innerhalb der letzten sechs Jahre, nicht viele Elemente hinzu. Alles bekam lediglich etwas mehr Platz und wurde rhythmisch angenehmer angeordnet. Einige Leuten würden sich beschweren, dass man trotz größerer Displays nicht mehr Songs sieht, allerdings denke ich nicht, dass “mehr Content” automatisch immer das richtige Ziel sein muss. In diesem Fall kann man auf jeden Fall eine erhöhte Lesbarkeit feststellen.

Ansonsten einigermaßen Bemerkenswert: 2011 dachte Spotify, dass “Settings” wichtig genug ist um ein primärer Tabbar-Bereich zu sein. Heute weiß ich nicht mal auf anhieb, wo ich die Spotify Einstellungen finden kann, weil sie recht egal sind.

Ich habe eine Meinung zu: Thor: Ragnarok

Obwohl ich generell das Gefühl habe, dass ich den Durchblick im Marvel-Universum vor einigen Jahren verlor, habe ich doch manchmal Lust auf hirnlosen Action-Unsinn und gehe ins Kino um jemanden erheblich durchtrainierteren dabei zu beobachten, wie sie/er Bösewichte vermöbelt.

So fanden wir uns gestern in Thor: Ragnarok wieder. Der Trailer wirkte vielversprechend, der 80er-Futuristik-Stil sah unterhaltsam aus. Am Ende wurden meine niedrigen Erwartungen auch nicht enttäuscht. Thor vermöbelt Leute, macht eine okaye Charakterentwicklung durch, es gibt tatsächlich einigermaßen vernünftig geschriebene weibliche Charaktere und ich verstand viele der Avengers Referenzen.

Allerdings fiel mir auf, dass alles, was ich an dem Film richtig gut fand, von den Guardians Of The Galaxy Filmen übernommen wurde: Gute, alte Musik und visuell übermäßig “coole” Kampfszenen, die wie animierte Gemälde wirken. Allerdings kamen diese Szenen in Thor erheblich weniger oft vor, als in den beiden Guardians of the Galaxy filmen.

Daher: Gut unterhaltende 7/10 UARRR-Punkten.

Meine Meinung zu: Wolfenstein II: The New Colossus

Ich befinde mich… gerade in den USA… und besuche… einen Freund… der hier das unzensierte Wolfenstein 2 legal gekauft hat. Ehrlich.

In Deutschland, in das ich, äh, bald… äh wieder zurückreise… jaja, kann man das Spiel nur zensiert kaufen. Zensiert bedeutet in diesem Kontext: Ausschließlich deutsche Sprachausgabe und keine Nazis.

Ja, keine Nazis. In einem Spiel, in dem es darum geht, dass Nazis den zweiten Weltkrieg gewonnen haben und jetzt die USA besetzen. Geht also auch nicht um den Holocaust, gibt keinen Hitler und keine Hakenkreuze. Stattdessen den “Kanzler” und “das Regime”, gepaart mit mittelmäßigen deutschen Synchronsprechern.

Das kann man okay finden, man kann aber auch okay finden rostige Löffel unter die Fingernägel gerammt zu bekommen.

Warum ist das so? Weil in Deutschland Videospiele nicht zur Kategorie “Kunst” oder “Lehrmittel” gezählt werden. Das kann natürlich nur jemand entschieden haben, der keine Ahnung von Videospielen hat und alle Leute mit Ahnung wissen, dass diese Entscheidung nur temporär sein kann – ja muss.

Darum soll es aber hier nicht gehen (auch, wenn das 20 % meiner Bundestagswahlkampagne 2021 wird. Wählt mich.), sondern darum, wie großartig dieses Spiel doch ist.

Wolfenstein 2: The New Colossus ist eine völlig bescheuerte Achterbahnfahrt, die die nur völlig bekloppte Achterbahnfahrt des ersten Teils in den Schatten stellt.

Die Story ist die gleiche, wie schon im allerersten Wolfenstein von damals, als 3D Grafiken noch beeindruckend waren: Man ist BJ Blazkowicz und tötet Nazis. Klingt stumpf, ist allerdings gepaart mit den tiefgründigsten Charakteren und kurzweiligsten Missionen, die ich bisher in Videospielen sah. Die Dialoge sind großartig (In Englisch, that is. Auf Deutsch sind sie, so habe ich mir sagen lassen, hölzern und albern) und ich bin ernsthaft an allen Charakteren interessiert. Sogar BJ, von dem man eigentlich erwartet ein austauschbarerer, adrenalingetriebener Grobian zu sein, entwickelt von der ersten Minute an eine subtile Tiefgründigkeit, die ich nicht mal vom ersten Teil der Neuauflage von Wolfenstein gewohnt war.

Wenn ihr irgendwie die Möglichkeit habt einen äh… Freund… zu besuchen… in Amerika… der euch die Möglichkeit bietet das Spiel im Original zu spielen, dann… tut es auf jeden Fall. Falls ihr es niemals spielen werdet, oder auf Spoiler steht, schaut euch diese Szene an und erzählt mir, wie Videospiele keine Kunst sein können.

Offizielle UARRR.org Bewertung: Richtig gut, zwei Daumen nach oben, unbedingt spielen.

Es ist Freitag, meine Freunde: Eine Songempfehlung

Es passiert in den letzten Monaten seltener, dass ich Songs finde, die mir so gut gefallen, dass ich sie in Dauerschleife höre. Das hier ist einer der wenigen:

Octave Lissner – Waves of Time

Er macht mir gute Laune! Was will man mehr. Leider hat der gute Octave noch kein ganzes Album veröffentlicht, nur ein paar Singles. Er ist quasi das Tinder der Musik. Got it? Singles? Nein? Okay, egal.

Fünf Minuten

Ich gehöre nicht zu den ganz introspektiven Vertretern meiner Generation, die ihr Verhalten im digitalen Raum betrachten und zum Entschluss kommen, dass sie Entschleunigung brauchen. Stattdessen bin ich, stand November 2017, recht zufrieden mit der Geschwindigkeit meiner Informationsaufnahme und -abgabe.

Diese Woche war ereignisreich, immerhin hat die FDP entschieden nicht mehr an den Gesprächen zur Regierungsbildung teilzunehmen. Das kam für die meisten offenbar unerwartet, hat man doch angenommen, dass man nach dem aufregenden Wahlkampf direkt wieder in sein semiinteressiertes Halbaufpassen verfallen kann. Jetzt weiß niemand so genau, was passieren wird.

Was allerdings tatsächlich passierte, Minuten nach Bekanntgabe der Entscheidung der FDP, war, dass Journalisten und deutsche Internetspezialisten zu ihren Tastaturen griffen und Tweets schrieben. Jeder hatte eine Meinung, keine davon war durch mehr als schnell niedergetippte “Breaking News” Meldungen informiert.

Das ging rund 24 Stunden so weiter und erreichte seinen Höhepunkt, als Politiker, Journalisten und dahergelaufene Twitter-Detektive sich geifernd darüber ausließen, dass die “Sorry, wurde leider nichts” Headergrafik für die Social Media Profile der FDP schon vor der eigentlichen Bekanntmachung erstellt worden waren. Nicht Minuten, sondern Tage davor. Wie kann das sein! Abgekartetes Spiel! Schiebung!

Dass ein Social Media Team bei solchen Dingen im Vorfeld die möglichen Ausgänge bedenkt und für jeden Grafiken vorbereitet, wollte diesen Leuten nicht einleuchten. Wie soll man auch in den wenigen Sekunden, die man hat um einer der ersten Menschen zu sein, die etwas zu einem Thema sagen, über den Sachverhalt nachdenken? Das kann ja nun wirklich niemand verlangen.

Wie auch immer. Die ganze Geschichte hat mich an einen Artikel von Jason Fried erinnert, den ich vor Jahren las und ganz großartig fand.

“Give it five minutes” von Jason Fried

Damals hat mir dieser Artikel die Augen geöffnet und seitdem versuche ich mich so oft wie möglich an seine Lektion zu halten. Lest ihn doch mal und bei der nächsten Sache, die auf jeden Fall sofort eine finale Meinung von euch erfordert erinnert euch an ihn.

Zwei Jahre Selbstständigkeit

Heute vor zwei Jahren hatte ich meinen ersten Tag als Freelancer. Die Wochen vor der Entscheidung selbstständig zu werden waren emotional aufregend und mit allerlei existentiellen Ängsten verbunden, aber dann, zack sind zwei Jahre vergangen und ich könnte mit meiner Selbstständigkeit, meinen Kunden und den Projekten, an denen ich arbeiten darf, nicht zufriedener sein.

Das bedeutet aber auch, dass mein Portfolio jetzt schon zwei Jahre alt ist. Da muss dringend mal ein Update her. Ansonsten habe ich keine expliziten Pläne für das nächste Jahr der Selbstständigkeit. Allerdings bin ich auch niemand der auf diese Art über Zeitabschnitte nachdenkt.

Wie auch immer. Ich bedanke mich hiermit offiziell bei meinen, durch die Bank weg wunderbaren, Kunden, die die letzten zwei Jahre möglich gemacht haben und bei Cecilia, die überhaupt erst die überzeugenden Argumente brachte, die mich ins Freelancertum trieben.

Falls du, werter potentieller Kunde, eine App oder Webseite brauchst, kontaktiere mich doch über mein Portfolio. Ich bin meistens ausgebucht, freue mich aber immer über Möglichkeiten. ❤️