Lokale Straßenkunst
Wie einige vielleicht wissen stehe ich Streetart und allen anderen illegalen Arten der Straßenverschönerung überaus positiv entgegen.
Das was hier allerdings bei uns im Dorf abgeht ist wirklich nicht mehr feierlich. Es scheint als haben ein paar grenzdebile Siebtklässler die Firma Edding und ihre gleichnamigen Stifte, wie auch unsere Bahnhofsunterführung entdeckt.
Vor einigen Jahren gab es darin einige ganz coole, echte Graffitis. Daraufhin wurde sie irgendwann weiß gestrichen. Dann war da unten ruhe. Für lange Zeit. Bis vor einem halben Jahr. Zuerst waren es nur kindische Parolen wie “Lasst euch nicht BRDigen.” die in einer der Vereinfachten Ausgangsschrift ähnlichen Krakelei an die Wände gebracht wurden. Dann wurden es mies gezeichnete Penise, Playboyhasen und sogar Gespräche. Diese sahen dann so aus: “Tokio Hotel und alle Fans sind scheiße!” “Tokio Hotel sind GOTT!!! Du und deine Mutter, alter!”
Diese zogen sich über mehrere Meter. Ganz interessant zu lesen, aber irgendwie echt hässlich.
Dann kamen die coolen Gangs. Vor kurzem erst die “Shit of Gang”-Gang. So nannten sie sich. Und schrieben ihren Namen überall hin. Von “taggen” kann man nicht sprechen. In Schrift und Form hätten diejenigen eine 4- bekommen.
Letzten Donnerstag war die Unterführung dann wieder “weiß”. Es ist das vierte Mal, dass sie in diesem halben Jahr gestrichen wurde und die verantwortlichen Firmen sehen wohl langsam ein, dass es keinen Sinn mehr macht sich Mühe zu geben. Es werden nur noch die bemalten Stellen lieblos mit weißer Farbe überpinselt und sich wieder vom Acker gemacht.
Heute fand ich dann an einer der, bis vor zwei Tagen noch wunderbar weißen, Wände mit rotem Wachsmalstift geschriebenen Tag von jemandem dessen Namen ich nicht lesen konnte. Es war zwar so unfassbar stylischer Hip-Hop-Tagger-Müll, aber sein “Einleitungssatz” brachte mich schon zum grinsen: “Ich bin BÄCK!”
Ist er das? Sollte man sich mit einem roten Stift die Mühe machen ihm seinen Fehler und den überflüssigen Anglizismus anzustreichen und eine Note drunterzusetzen? (Ein Satz, drei Wörter, zwei Fehler = Ungenügend)
Was mich allerdings interessiert ist, wie die Ausgangschrift-Kinder darauf reagieren. Ich bin gespannt!
Hochsicherheitstrakt Monkey Island
Damals war es eine wunderbare Art Spiele zu sichern. Nicht wirklich sicher, aber irgendwie nett. Heute gibts da eher Probleme, weil die Papierschreiben vollkommen abgegrabbelt und kaum noch zu lesen sind. Wenn man sie überhaupt wiederfindet.
Für den Fall, oder für den Fall, dass man sich die Spiele tatsächlich illegal besorgt hat, gibt es folgende Seiten:
Monkey Island 1: Klick
Monkey Island 2: Klick
Das dritte ist glücklicherweise mit einem normalen CD-Kopierschutz geschützt. Das vierte wohl auch.
LeChuck und unsere Abenteuer auf Monkey Island
Wir haben es tatsächlich geschafft an etwas mehr als zwei Abenden Monkey Island 1 durchzuspielen. Für mich war es das erste Mal, für Lynn das zweite. Ihr erstes lag aber schon acht Jahre zurück.
Rückschließend kann ich sagen, dass ich somit leider süchtig geworden bin. Süchtig nach Piraten, süchtig nach richtig guten (oder so schlechten, dass sie schon wieder gut sind) Witzen, Süchtig nach Beleidigungsfechten und cleveren Rätseln. Süchtig nach Monkey Island.
Wie kann es auch anders sein? Ich habe eine Reise hinter mir, die einfach unbeschreiblich toll war. Es gab einen Haufen Bananen, einen Typen dessen Tatoo sprechen kann und eine Crew die sich lieber sonnt als mit mir meine Geliebte zu befreien.
In (naher) Zukunft werden noch die nächsten drei Monkey Island Teile gespielt. Natürlich auf dem härtesten Schwierigkeitsgrad. Man will ja nichts verpassen.
Heil den Affen! Nieder mit LeChuck!
[audio:http://uarrr.org/audio/scummbar.mp3]
Einmalige Auflage von 100 Exemplaren
EINMALIGE GELEGEN-
HEIT
In einer einmaligen limitierten Auflage von einhundert Stück, ist von nun an für den unschlagbaren Preis von nur 7€, ein Plakat folgender Leinwand käuflich erhältlich:
Es wurde im Offsetverfahren auf 115g hochqualitatives Posterpapier in seidenmatt und A1 gedruckt. Hierbei handelt es sich um eine Neuauflage Picassos “Guernica”, ein Bild gegen den Krieg.
Paraphrase nach Picassos “Guernica”, Original: Acryl a. Lwd, 60x80cm, 2006; Auflage: einmalig 100 Exemplare.
Bestellungen, Fragen und alles weitere an hello@uarrr.org.
Preis: 7€
zzgl. Porto + Verpackung, für alle die es sich nicht direkt bei mir abholen können.
Die Plakate werden von Hand nummeriert und signiert an den Käufer weitergegeben.
Update: Wieviele Plakate noch übrig sind und wer sich bald über eines Freuen darf ist ab jetzt unter
http://uarrr.org/subscribenten/
einzusehen.
Presse und Verkaufsstart
UPDATE! (4.7.06)
Ab morgen geht es richtig los. Der Verkauf startet. Es haben unglaublich viele Leute schon ein Poster vorbestellt und es kommt irgendwie auch unfassbar gut an. Heute haben beide lokalen Zeitungen über das Bild und den morgigen Verkauf in den großen Pausen berichtet.
Das heißt auch, dass die Leute die nicht aus Stadland/Nordenham kommen und denen das Bild zugeschickt werden muss ab morgen dann auf ihr Poster warten können. Natürlich werden die Poster erst losgeschickt wenn das Geld überwiesen wurde und auf meinem Konto angekommen ist.
Presse (klicken zum vergrößern):
Krieg, Soldaten und Panzer
Hallo. Ich habe Soldaten gemalt.
Die Vorzeichnung (Bleistift) und die ersten Panzer halbfertig.
Panzer mehr oder weniger fertig, ein Teil meines eingesockten Fußes.
Teilweise eingefärbte Soldaten, Schüssel mit dunkelroter Farbe.
Rechter Rucksack. Sollte zuerst eine Waffe werden, gefiel mir dann aber nicht und ich habe einen Rucksack gemacht.
Noch ein bisschen des Rucksackes. Highlight: Mein nackter Fuß. Es war warm.
Sam, der Typ, Diego und die Soldaten im Größenvergleich. Die Soldaten haben gewonnen.
Natürlich sollte man immer Unterlagen benutzen, damit man den guten Teppich nicht versaut.
RRR! Überaus wichtig.
Das Gesicht nimmt Züge an.
Unfassbar späktakuläre Perspektive und Mentos – The Freshmaker ™.
Diese Perspektive ist fast noch spektakulärer.
Fertig.
Hundeblick. Sogar ich mit meinen 2,10 Meter sehe neben der Leinwand klein aus. Unsere Türen sind besonders hohe Maßanfertigungen. Ich bin so groß geworden, weil ich als Kind immer Frischkäsebrote gegessen habe, wie man auf dem Bild links erkennen kann.
KOMMENTIERT, KOMMENTIERT! Ja auch du! Ja, auch wenn du noch nie einen Kommentar geschrieben hast!
Wer braucht schon Bullis?
Ich ersteiger mir einfach Hermann Goerings Benz! Warum auch nicht, wird wohl ziemlich billig werden:
Kommt bestimmt supercool, wenn man damit im Sommer durch die Innenstadt fährt und mit heruntergelassenen Fensterscheiben die Nationalhymne gute Musik hört.








