Wie einer meiner Kunden die Zeche prellte

Man hört ja immer Geschichten von Freiberuflern, die monatelang einer nicht bezahlten Rechnung hinterherlaufen und an den Rand des finanziellen Abgrundes getrieben werden, weil irgendein Kunde entschieden hat eine Rechnung nicht zahlen zu wollen.

So fing mein Jahr an. So kurz vorm Ende von 2016 habe ich ein Projekt mit einem Kunden (relativ große, deutsche Firma, die in jeder Kleinstadt mindestens eine Filiale hat.) abgeschlossen, der auch sehr zufrieden war. Die Rechnung wurde schnell bezahlt, alle zufrieden, alles super.

Offenbar war der Kunde so zufrieden, dass er dann fragte, ob wir im Dezember/Januar noch ein paar weitere Sachen in die App einbauen könnten, weil sie jetzt entschieden haben, dass das doch noch cooler sein soll, als anfangs geplant. Gar kein Problem, sagte ich, klar, ich arbeite auch ein bisschen zwischen den Jahren.

Mein Ansprechpartner war jemand, der mich durch diesen Blog hier kannte und durch ihn kam ich an diesen Auftrag. Er war auch die einzige Person, mit der ich im Zuge des ersten und zweiten Projektes in Kontakt stand. Mir ist sowas immer ganz lieb. Eine persönliche Bindung und wenig bürokratische Ecken machen das Produkt am Ende meistens besser.

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Weihnachten 2017

Seit meine Familie entschieden hat keinen Bullshit mehr zu akzeptieren, ist Heiligabend toll geworden. Es wird nie gestritten, es gibt nur bedingt viel zeitlichen Stress, keine merkwürdigen Traditionen, die unbedingt sein müssen, obwohl niemand Bock drauf hat. Alle haben Spaß, es gibt immer etwas sehr Leckeres zu essen, das vielleicht nicht weihnachtlich ist, aber jeden satt und glücklich macht. Hier sind ein paar Bilder von diesem Abend. Featuring: Meine kleine Nichte, die jetzt im Januar schon vier wird. 😍





Gruß an die Leute, die getriggert werden, wenn man Heiligabend “Weihnachten” nennt. Schreibt mir eure Gedanken gerne in den Kommentarbereich. Oh. That’s right. Es gibt keinen.

Ein vorweihnachtlicher Ausflug nach Bremerhaven

Unsere Weihnachtsreise geht immer zuerst zu meiner Familie, mit der wir Heiligabend verbringen und dann zu Cecilias Familie, die am 2. Weihnachtsfeiertag das große Familienfest machen. Damit verbringen wir seit drei Jahren jeden ersten Weihnachtsfeiertag in Zügen. Den 23. Dezember verbrachten wir dieses Jahr allerdings mit meinem Vater und seiner Frau in Bremerhaven. Warum auch nicht.

Eine typische Aussicht, wenn man sich in meinem Heimatdorf befindet. Wiesen, Strommasten und nicht viel anderes. Im Sommer noch Kühe, aber im Winter frieren die.
Eine bremerhavener Tiefgarage. Wir parkten hier. Sehr aufregend, ich weiß.

Bremerhaven ist ja wirklich nicht so besonders schön. Alles am Wasser hat den üblichen Charme einer Stadt am Wasser, aber sobald man sich in die Stadt hinein begibt, erinnert einen alles daran, dass man auch einfach irgendwo sein könnte, wo das Leben lebenswert scheint. Damals, als ich noch in der Ecke lebte, fuhren wir manchmal mit dem Auto zur Fähre, dann mit der Fähre über die Weser und gingen dann zu Fuß ins Kino in der Bremerhavener Fußgängerzone. Wir hatten ja nichts.


Scheint so, als würde gerade viel am Wasser gebaut werden. Vermutlich sind die Wohnungen dort unbezahlbar, aber immerhin hat man eine schöne Aussicht auf Weser und Nordsee. Wir sprachen dort und generell während der Weihnachtsreise viel darüber, ob und wie und wann man aus der großen Stadt wegziehen wollen würde. Am Ende könnte mich vermutlich jedes Dorf so mehr oder weniger überzeugen, wenn ich dafür direkten Zugang zum Meer hätte. Meer hilft.


Nach unserem Spaziergang durch Bremerhavens Herz, eierten wir noch durch einige Fischläden, die zumindest das Herz von Cecilia höher schlagen ließen.

Frohes Fest!

Eine Tanne mit kreisrundem Haarausfall. Kein Grund zur Scham.

Das Team von UARRR wünscht euch und den Leuten, mit denen ihr, basierend auf aktuellen gesellschaftlichen Normen, diese Tage verbringen müsst, schöne Feiertage. ❤️

Ein Nachtrag zu meiner Meinung zu Star Wars

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Nach meinem initialen Post über Star Wars habe ich das Gefühl, dass ich ihm noch etwas hinzufügen muss.

Spannend an der aktuellen Diskussion um die Meinungen zu Star Wars Episode VIII ist, dass es gefühlt drei Meinungs-Kategorien gibt:

  1. Ich mag den Film.
  2. Ich mag den Film nicht, weil er mir technisch nicht gefiel.
  3. Ich mag den Film nicht, weil er mir inhaltlich nicht gefiel.

Ich las viele Reviews und würde sagen, dass die meisten in Kategorie 1 und 3 fallen. Kategorie 1 Reviews erklären meistens, warum der Film toll war und warum Kategorie 3 Reviews Unrecht haben. Kategorie 3 Reviews sind meistens die, die sagen, dass das kein echter Star Wars Film ist, Rey eine Mary Sue, Luke Skywalker ganz anders sein muss, das generell SJW-Unsinn ist und alle nicht-weißen Nicht-Männer lieber nicht im Film sein sollen. Kategorie 1 Reviews erklären, warum die Welt von Star Wars einen Film wie diesen brauchte, warum es gut ist die Macht für mehr Leute zugänglich zu machen, warum Luke als Mythos aufgebrochen werden muss, warum warum warum.

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Ich habe eine Meinung zu: Star Wars Episode VIII: The Last Jedi (Spoiler!)

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Mouth full of bees

Im SketchDaily Subreddit gibt es jeden Tag ein Thema, zu dem man dann ein Bild machen kann. Heute war das Thema Doorframe und ich machte dieses Bild. So ist das manchmal. Es gibt ein Thema und man macht ein Bild. Wer kennt das nicht.

Meine ausführliche Review zu DARK

Oh, eine deutsche Serie, die in Kooperation mit Netflix das Licht der Fernseher und Bildschirmgeräte erblickte! Mit Artikeln in der New York Times und anderen, internationalen Publikationen, die darüber berichten und sagen, dass es toll ist. We did it, Germany. We’re finally Breaking Bad, Stranger Things und Black Mirror.

Oder? Nein, natürlich nicht. Haha. Ich habe mir über die Jahre oft anhören müssen, was ich für ein fürchterlich arroganter Snob bin, weil ich die deutsche Synchronisationskunst nicht wertschätzen könne. Andere Länder synchronisieren gar nichts! Da müssen die Konsumenten Filme und Serien dann in ENGLISCH schauen. Stellt euch das mal vor. Führt halt dazu, dass dort mehr Menschen als hier Englisch sprechen, aber darum soll es nicht gehen.

DARK war okay. Allerdings nur im Vergleich mit anderen deutschen Produktionen. Hier ist, was die deutsche Serien- und Filmlandschaft zu bieten hat: Desaturiertes Grau/Blau, Regen, rauchende Menschen, Krebs, schlechte Dialoge. Hier ist was DARK zu bieten hat: Desaturiertes Grau/Blau, Regen, rauchende Menschen, Krebs, schlechte Dialoge.

Aus irgendeinem Grund wurde DARK im deutschen Original nachsynchronisiert. Die deutsche Serie, mit deutschem Ton ist nicht lippensynchron und sieht teilweise aus, als würden die Schauspieler eigentlich nicht Deutsch sprechen und wir hätten unsere Lieblingskunstform (in der wir ganz ganz toll sind, ich kann mich glücklich schätzen!) angewendet.

Ist aber auch nicht so wichtig, ob die Sprachausgabe synchron ist, oder nicht. Was gesagt wird ist meistens sowieso so schlecht, dass man am liebsten hätte, dass die Schauspieler einfach den Mund halten. Mir will nicht in den Kopf, warum deutsche Produktionen keine Dialoge hinbekommen, die natürlich wirken. Entweder es klingt so fürchterlich abgelesen, dass es einem bei zusehen in den Ohren schmerzt, oder es sind pseudocoole Oneliner, die wie gewollt, aber nicht gekonnt wirken.

Die Story? Naja, klassischer Zeitreisen-Loop, der quasi mit dem Anfang endet. Vorsicht, Spoiler. Allerdings schön deutsch, mit einem Teaser für Staffel 2, der durch schlechtes CGI wirklich absolut kein Interesse an mehr Content dieser Art erzeugt. Besonders, weil der Hauptdarsteller dieser Staffel offenbar “Jonas” ist.

Jonas habe ich in dieser ersten Staffel DARK wirklich nicht lieben gelernt. Tatsächlich hätte ich mir gewünscht, dass das olle AKW einfach explodiert und alle anderen Charaktere mit sich nimmt. Niemand war sympathisch, alle waren grundsätzlich unnötig aggressiv und kein einziger Charakter hat es geschafft mich von seiner Existenzberechtigung zu überzeugen. Breaking Bad hatte auch keine Charaktere, die grundsätzlich sympathisch waren, aber dann waren sie es zumindest zeitweise. Wie echte, komplexe Menschen.

Ja, was auch immer, ich will gar nicht mehr Worte zu diesem Unfug verlieren. Hier meine Wertung:

DARK: Ganz gut, wenn man nur deutsche Serien schaut.

Getrieben durch Timelines

Derzeit fühle ich mich ständig gestresst und abgelenkt. Um den Grund dafür herauszufinden kann ich jetzt eine langwierige und teure Therapie starten, oder mein Verhalten selbst kurz reflektieren: Mache ich etwas, das dazu führen könnte? Nein, natürlich nicht. Es ist normal, dass man ständig Twitter mit einem Auge beobachtet, zwei Gespräche in Chats führt, einen Slack mit Freunden hat, die jeden Tag viel schreiben und in drei weiteren Slacks für Kundenprojekte ist.

Dann ist auch normal, dass man unregelmäßig Facebook checkt, auf ZEIT.de guckt, ob Donald Trump mittlerweile den Atomkrieg angefangen hat und auf Designer News schaut, ob irgendein neues, cooles Tool released wurde.

Das ist alles auf jeden Fall normal und trägt auf keinen Fall zu diesem Problem b… Sekunde, kurz bei Instagram schauen, ob jemand eine neue Story gemacht hat. Oh, da wurde auch ein neues Bild hochgeladen. Oh, kurz die App geschlossen und wieder geöffnet und schon ist da wieder ein neues Bild. Moment, das ist von vor drei Wochen?

Timelines sind dafür gemacht Konzentration und Aufmerksamkeit zu schlucken. Ob sie nun chronologisch sind, oder möchtegern-smart, am Ende kommt alle paar Minuten etwas neues ins eigene Sichtfeld, das einen von seiner eigentlichen Aufgabe ablenkt.

Das ist auch keine verrückte neue Erkenntnis meinerseits. Genug Leute haben über dieses Phänomen berichtet und es erklärt. Allerdings habe ich in den letzten Wochen, auch in Verbindung mit meinem Abstecher in die Welt des Minimalismus, gemerkt, dass ich ein starkes Opfer dieses Problems bin.

Damals, als es den ganzen Kram nicht gab, versank ich stundenlang in irgendwelchen Projekten, die ich machte. Heute bin ich froh, wenn ich 30 Minuten am Stück konzentrierte Arbeit leisten kann, bevor ich mich von irgendwas ablenken lasse. Damit bin ich nicht zufrieden. Ich möchte wieder in Arbeit versinken, schließlich macht sie mir Spaß. Und das ist eigentlich das verrückte an der Sache. Ich bin nicht mal jemand, der sich von seiner Arbeit ablenken lassen will, weil meine (Kunden-)Projekte großartig sind und mich gut unterhalten. Ich lasse mich nur ablenken, weil ich mich ablenken lassen kann.

Daran arbeite ich gerade. Schließe Apps, die immer offen waren, entfolge massig Leute, bearbeite Notification-Einstellungen, damit ich nicht mehr ständig für egale Nachrichten meine Konzentration von meiner eigentlichen Aufgabe auf diese andere lenken muss.

Das klappt bisher mittelmäßig, ist aber etwas, worauf ich gerade meinen Fokus lege. Das große Projekt “Re-learn how to get in the zone” ist gestartet und ich drücke mir selbst die Daumen, dass es klappt.

Vermutlich bin ich nicht der einzige, dem es so geht, daher dieser Post. Als Denkanstoß und Inspiration.