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The Iconist #1

Dass das iPad von allen Seiten als Zeitschriftenersatz gehandhabt werden will hat zur Folge, das dementsprechend viele Magazin-Programme auf den Markt, sprich in den AppStore, schwemmen. Toller Einleitungssatz. Wenn ich mir ein Programm fürs iPad anschaue, dann kann es sein, dass meine Wertung stark von der anderer Abweicht, weil ich andere Bewertungskriterien anwende, die unter Umständen auch vollkommen bescheuert sind.

The Iconist beschreibt sich selbst als “die erste echte Zeitschrift auf dem iPad” und als “lebendiges Magazin für Stil, Luxus, Kultur und Gesellschaft”. Aber das kann uns egal sein, was mich in erster Linie begeistert ist die Optik. War Wired mir zu durcheinander und überladen, ist The Iconist klar, leicht und übersichtlich. Abgesehen von einigen Gesture-Fragwürdigkeiten, fand ich mich direkt zurecht und fühlte mich wohl. Es gibt noch andere Kinderkrankheiten, beispielsweise leicht unscharfe Texte, Abstürze und nicht funktionierende Videos. Insgesamt ist es aber der beste Ansatz für ein Magazin, das beim durchklicken wirklich Spaß macht, den ich bisher gesehen habe. Übrigens las ich bisher noch keinen der Artikel. Der Inhalt ist mir auch gerade ziemlich schnurz, es geht nur um Form und Funktion. Soviel zu unstrukturiertem Gelaber. Jetzt noch mehr in Videoform, ja, irgendwie spreche ich durcheinander und nicht sonderlich elaboriert, das liegt am Sonntag:

Gebaut von den NoMoreSleep-Menschen, die jetzt aber TBWA Berlin sind. Oder so. Und die Webseite zur App ist auch ziemlich sehenswert.

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Lifedrawing, kinetische Energie und ein Webcomic.

Kinetische Energie

Aus Gründen konnte ich vorhin relativ ausführlich das testen, was ursprünglich als Projekt Natal bekannt wurde und jetzt Microsoft Kinect heißt. Unter Umständen komme ich in das Vergnügen den Kram zeitnah noch ausführlicher unter die Lupe zu nehmen, hiermit also erstmal ein kleines “krasses Teil, bin gespannt auf mehr!”. Tatsächlich ziemlich spaßig. Bild klaute ich von Sven, rechts sieht man meine Beine und Füße. Habe nämlich auch Gliedmaßen. Glied. :kch

Lifedrawing

Außerdem habe ich ein paar Überlegungen gemacht. Ich treibe mich seit Jahren in Foren rum, in denen es um Zeichnungen, Zeichnen, Design, Illustration und was auch immer geht. Und immer ist der Weisheit letzter Dings, dass man üben muss. Klar, soweit möchte ich nichts in Frage stellen. Was mich aber bisher immer ein wenig wunderte, war die Versessenheit aufs Lifedrawing und das Hinstellen eben dieser Methode, als einzig vernünftige. Ich stelle also folgende Gedanken an: Warum soll man schneller und besser zeichnen lernen, wenn man raus geht und echte Menschen zeichnet? Oder in Aktmal/zeichnenkurse und echte nackige Menschen zeichnet?

Einzige logische Antwort ist für mich, dass man nicht unendlich viel Zeit hat das Gegenüber zu zeichnen. Zeichnet man von einem Bild ab, kann man so lange das statische Ding betrachten und studieren, bis man es mehr oder weniger perfekt reproduziert hat. Vielleicht ist es aber auch etwas vollkommen anderes und es hat mit Tiefenwahrnehmung oder was auch immer zu tun. Ich weiß es nicht. Aber ich behaupte hiermit, dass man vergleichbare Erfolge vorweisen kann, wenn man von Bildern abzeichnet. Posemaniacs erwähnte ich schon. Die 30-90 Sekunden Funktion auch. Ich denke, dass das genau das ist, was einen dazu bringt Körper, Haltungen und Anatomie zu verstehen. Mit schnellen Blicken erfassen müssen was die wesentlichen Linien sind und diese zu Papier bringen. Ob ich mir nun 30 Sekunden ein Posemaniacs-Dings anschaue, oder 30 Sekunden eine nackte Frau auf einer Bühne vor mir, wo ist der Unterscheid? Ich frage mich das ernsthaft und will damit gar nicht provozieren.

Posemaniacs hin und her, das hilft nur bei Anatomiedingen und dem ganzen Körper. Heute hatte ich den Einfall, dass man vergleichbares für Gesichter und bestimmte Dinge, Füße, Hände, was einem gerade einfällt, braucht. Also ein Tool das einen einfach Bilder vorsetzt, die man dann zeichnen muss. Am besten nicht in Flash, weil es dann auch zB auf dem iPad benutzbar ist. Wie cool wäre also eine Seite auf der man einfach ein paar Tags eingibt, die gewünschte Anzeigezeit der der Bilder und los gehts? Jap, sehr cool. Heute Morgen wünschte ich es mir, jetzt hat Florian sie fertig. Der Hammer. Florian führt übrigens einen von Deutschlands besten Blogs über Themen. Sollte man gesehen haben. Fotografdracula.de

30 Seconds Drawing Tool für alles, was man möchte, mit echten Menschen und Trara. :party

Ein Webcomic

Kurz vorm Einschlafen las ich die letzten Tage The Meek, ein Webcomic, den ich irgendwo gefunden habe, der noch nicht vollendet ist, der fantastisch aussieht, eine unglaublich tiefe Story aufzubauen scheint und hiermit als unfassbar starke Leseempfehlung ausgesprochen werden soll. Sowohl wegen der Story, als auch wegen der Optik. Beides beeindruckend. Tatsächlich sind die Gedanken und Anmerkungen zu jeder einzelnen Seite (drunter) meist auch lesenswert. Verschafft einem einen umfassenden Einblick hinter die Gedanken von jemandem, der ernsthaft einen Webcomic betreibt. Hier geht es zur ersten Seite.

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Posemaniacs.

Eine der besten Internetseiten der letzten Wochen ist ganz eindeutig Posemaniacs.com, die unfassbar viele anatomische Dingsbumsbilder zur Verfügung stellen. Das ist nett, was aber Gold wert ist, ist das Thirty Seconds Drawing Tool, das man auch gut auf 90 Sekunden einstellen kann. Irgendwie macht es süchtig und ist SUPER EFFEKTIV.

Außerdem probierten Julia und ich heute uns in die U-Bahn zu setzen, irgendwo hinzufahren und auf dem Weg dahin die mitfahrenden Mitfahrer zu zeichnen. Sonntag ist vielleicht nicht unbedingt der beste Tag dafür, wenn man nicht viel Schlaf hatte und kein anderer Mensch unterwegs ist, aber ich glaube, dass U-Bahnen als fahrende Kunstkurse mit unfreiwilligen Models ein gutes Konzept sind.

Und der Herr Mitbewohner, dessen Datenbank sich allerdings gerade verabschiedet hat, hat ein paar Bilder am Wochenende gemacht, die zum Großteil auch meinen Wochenendinhalt zeigen.

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Garmz.

Kommt nicht so häufig vor, dass mich neue Internetdinge begeistern, das letzte war vermutlich Twitter, danach kam, wenn auch nicht so extrem, Dribbble, was aber auch eher an den Leuten dort liegt.

Jetzt gibt es Garmz, füllt eine ganz andere Lücke. Das Prinzip ist wie bei Threadless, User erstellt Design, User läd Design hoch, Community stimmt ab, bestes Design wird auf T-Shirt gedruckt. Garmz treibt das Spiel den entscheidenden Aspekt weiter: User läd Scribble/Skizze/Zeichnung eines Kleidungsstückes hoch, Community stimmt ab, Gewinnerkleidungsstück wird produziert und im Shop angeboten. Der Designer kann die Gewinnspanne und den Preis, vergleichbar zu Spreadshirt, selbst bestimmen. Ausgehend von einem Mindestpreis für Materialkosten und Gewinn Garmz, versteht sich. Irgendwie bin ich davon begeistert, finde die Aufmachung fantastisch, die technische Umsetzung auf jeden Fall beachtlich und denke, dass das alles funktionieren kann. Für die Teilnehmer und für Garmz selbst, so finanzierungsmodelltechnisch.

Merkwürdiges Thema für diesen Blog, aber irgendwie ist es ja Internetkram. Und Mode. Und schließlich bin ich Fashionblogger. Außerdem zeichne ich manchmal, vielleicht fange ich an mir Klamotten auszudenken. Irgendwas mit ganz wenig Stoff. Und dann lasse ich euch abstimmen und alle Mädchen müssen mit ganz wenig Stoff… ach nevermind.

Garmz
Garmz Blog

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Notes: 102

Ich werde manchmal gefragt, was ich so täglich lese. Das hier. Einfach mit der Maus über das Bild und die Namen der Blogs links gehen, um eine kleine Beschreibung anzeigen zu lassen, draufklicken um zum entsprechenden Blog zu gelangen. Viel Spaß! Sind einige Perlen dabei. Und falls sich jemand beleidigt fühlt: Deinen Blog lese ich manuell, weil er so besonders ist.

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Ein ♥ für Blogs

Und er sah, dass es gut war. Offenbar besteht noch genug Interesse an der Aktion, die ich, wie hier angekündigt, vollkommen selbstlos übernahm. Offenbar gibt es auch noch genug Blogs, die nicht annähernd die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdient hätten. Und mit diesen Worten komme ich zu meinen Empfehlungen für das heutige, dritte “Ein Herz für Blogs”:

Empfehlungen

queerbeet-deluxe.com
Timm lernte ich auf der re:publica kennen, weil er sich neben mich setzte. Er hätte auch einen Blog, Politik und so. Stellte sich als Lüge heraus, oder Fehleinschätzung, oder der Blog hat sich einfach verändert, aber derzeit geht es irgendwie auch um Technik und Dinge und Sachen. Gefällt mir, weil man merkt, dass die Betreiber (Timm und noch so einer) Spaß an dem haben, was sie da machen.

bekleidet.blogspot.com
Natürlich darf auch dieses Jahr kein Modemädchen fehlen, hier ist also Jana. Abgesehen davon, dass ihre Bilder sehenswert sind, also sie, ach ihr wisst schon, hat sie einen… merkwürdigen, aber total belustigenden Humor. Im Blog weniger, als in ihrem Twitter-Account, aber das ändert nichts daran, dass der Blog auch gut ist. In der :f1 Szene :f2 ist er nicht wirklich unbekannt, aber ich denke, dass die meisten hier keine Fashionblogs lesen.

artill.de/blog
Ich weiß nicht so recht, was ich zu Lukas und seinem Blog sagen soll. Nichts was er macht sieht scheiße aus, alles was er macht, lässt einen ein wenig neidisch werden, und generell ist das, was er da so fabriziert unglaublich gut. Einfach ansehen, lohnt sich tatsächlich. Es ist vermutlich einer der kreativsten Blogs, die ich kenne. Im deutschsprachigen Raum. Täterätä.

Danke und bis in sechs Monaten

An dieser Stelle bedanke ich mich schonmal bei allen, die mitgemacht und geholfen haben, unbekanntere Blogs mehr ans Tageslicht zu zerren. Irgendwie lohnt sich sowas immer. Und weil es auch noch Spaß macht, sollte einem “Ein Herz für Blogs #4″ in sechs Monaten nichts im Wege stehen. An dieser Stelle erneut ein Dank an Kai für ursprüngliche Initiation der Aktion.