☰ For ass.

Ich will nicht die fünftausend neuen Funktionen aufzählen, die Apple heute vorgestellt hat. Nicht darüber sprechen wie und ob Siri sinnvoll ist. Ich möchte Mike Monteiro oben lediglich Recht geben. Das iPhone 4S, so dämlich der Name auch ist, ist doppelt so schnell, hat neue Features, die bisher niemand erwartet hat und wird von mir gekauft. Ich freue mich darauf, nicht mehr 10-20 Sekunden warten zu müssen, bis meine Camera-App geöffnet ist. Wie auch immer, ich werde am 14. Oktober vorm neuen Apple Store am Jungfernstieg stehen, vermutlich einer der wenigen ohne Akne sein und mich auf mein neues Telefon freuen.

Was ich sagen wollte: Entspannt euch mal. Eine neue Optik ist nicht das wichtigste, sondern nur das Kaufargument für Vollidioten, die sich durch die Optik ihres Mobiltelefons von anderen abgrenzen müssen.

☰ Warum es okay ist, sich auf die Vorstellung eines neuen Produktes zu freuen.

Bekanntlich präsentiert Apple morgen etwas. Vermutlich ein neues iPhone. Als ich eben auf Twitter erwähnte, dass ich mich insgeheim etwas auf morgen freue, bekam ich direkt Links, von Leuten, die dachten ich sei schlecht informiert und sie müssten mich über die aktuelle Gerüchtelage aufklären. Danke, nicht nötig. Wie auch immer. Ich bin tatsächlich ein bisschen aufgeregt, weil ich mir relativ sicher bin, dass ich das Gerät, das vorgestellt wird, auch kaufen werde. Das ist egal und nicht der Grund warum ich aufgeregt bin, ich warte auch auf den neuen Kindle und meine Emotionen sind dahingehend eher beschränkt.

Mit meinem Mobiltelefon ist das allerdings etwas anderes. Kein Gerät ist so sehr mit meinem Privat- und Arbeitsleben verknüpft, wie mein iPhone, kein Gerät fasse ich häufiger an, kein Gerät ist flexibler. Es gibt tatsächlich Personen, die es noch immer nicht verstanden haben, die denken, dass Internetkram quatsch ist, dass man unterscheiden sollte zwischen dem “echten” Leben und der Online-Spielerei, Leute, für die Internet Facebook ist, die keinen Sinn darin sehen eine Stunde zu investieren um einen Blogeintrag zu schreiben, oder 50.000 Tweets abzuschicken. Leute, die selbst etwas im Medienbereich machen wollen, vielleicht sogar gerade ein Kommunikationsdesignstudium angefangen haben. Leute, von denen man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen kann, dass sie in ihrem Beruf nicht sonderlich erfolgreich werden, wenn sie nicht anfangen die — nicht mehr ganz so neuen — Möglichkeiten des Internets zu nutzen und weiterhin denken, dass das alles unsinniger Spielkram ist.

Diese Leute tun mir tatsächlich leid. Klar, es gibt viele Leute, für die das Internet nicht so relevant ist, wie für diejenigen aus unserer lustigen kleinen Blase, das ist okay, aber dann gibts da die Ignoranten, die mitten in der Blase stecken und es sich entweder nicht eingestehen wollen, oder es nicht verstehen. Das ist lustig. Aber in erster Linie traurig. Diese Leute sind dann nämlich der Ansicht, dass sie lautstark proklamieren müssen, dass andere, deren iPhone vielleicht tatsächlich ein wichtiger Lebensbestandteil ist, kein richtiges Leben haben und keine vernünftigen Kontakte pflegen. Unsinn. Dämlack.

Wie auch immer, was ich eigentlich sagen wollte war, dass ich mich auf morgen freue, dass ich mir das neue Gerät kaufen werde, ob es nun ein schnelleres iPhone 4 ist, oder ein schnelleres iPhone mit neuer Optik, das dann iPhone 5 oder wieauchimmer heißen wird. Ich erinnere mich daran, dass ich damals nicht von 3G auf 3GS updatete, dann aber merkte, dass das 3GS viel schneller ist und ich mich ärgerte. Es ist relativ klar, dass das neue iPhone einen A5 Prozessor bekommt, das sollte Argument genug sein. Und der Vorteil sein vertragsgebundenes 4er in einen See geschmissen zu haben, liegt darin, dass ich mir danach ein 4er ohne Vertrag, also direkt bei Apple kaufte, dieses jetzt an Kilian verkaufen kann und mir für relativ :f1 günstig :f2 ein vertragsloses neues iPhone kaufen kann.

Alle Kommentare zusammengefasst:
– “Ja! Genau!”
– “Scheiß Fanboy!”
– “Das neue HTC Wildfire HD XD Ultra 7″ Honeycombmoon ist aber besser.”
– Pattn: “Aber ich bin gar kein Dämlack!” Marcel: “Doch.”

☰ Hi, Definition!

Ich war vermutlich einer der letzten Internetmenschen, der OS X Lion installierte. Das lag nicht daran, dass ich es zu spät erfuhr, sondern daran, dass mein neues Macbook im Versand war und ich keinen Sinn darin sah, mein altes jetzt auf den neuesten Stand zu bringen, wenn ich mit dem neuen System ganz sauber anfangen will. Keine Systemmigration, kein wildes installieren von irgendwelchen Dingen. Dinge, die ich vom alten Macbook mitnahm: Das Schlüsselbund und die Fonts.

Und ich bin vollkommen zufrieden. Das Macbook kam am Donnerstag, fünf Minuten nachdem der UPS-Mann da war, brachte ich es zum Schanzen-Apple-Partner-Dings, damit die mir die SSD einbauen. Ja, das hätte ich auch selbst gekonnt, nein, ich wollte es nicht machen, weil die Garantie drauf geht, wenn man selbst das Superdrive ausbaut. Dort erhielt ich die spannende Information, dass ich mir das Macbook in meiner Konfiguration auch direkt bei denen hätte mitnehmen können, weil sie es dort so herumstehen haben. Tja, drei Wochen Wartezeit für die Katz, Mist.

Samstag dann der Anruf, Macbook fertig. Kurz abgeholt, dann den Tag damit verbracht weiße Folie, Strumpfhosen und Katzenstreu zu kaufen. Irgendwann am späten Nachmittag dann die Creative Suite und Lion heruntergeladen, installiert. Funktioniert alles wie geschmiert, ist rasend schnell (dank SSD und doppelt so viel RAM wie zuvor) und in Photoshop arbeiten machte noch nie so viel Spaß. Mein Macbook vorher war einfach viel zu langsam.

Das 15″ HD Display ist der Hammer. Halbe Stunde daran gesessen, danach auf das alte Macbook geschaut und die Auflösung sieht aus, als würde man ein iPhone 3G mit einem 4er vergleichen. Außerdem ist 1680×1050 eine Auflösung, mit der man mobil hervorragend und ohne externen Bildschirm arbeiten kann. Ich bin begeistert.

Zu Lion nur ein paar Worte: Keine Überraschungen, alle Neuerungen waren zuvor bekannt, das Update durchzuführen und sich dann zu beschweren, dass ja alles total beschissen ist, ist nur eines: dämlich.

Am witzigsten sind diejenigen, die sich lang und breit darüber auslassen, dass Fullscreen-Apps ja bei einem 27″ Bildschirm überhaupt keinen Sinn ergeben. Ach was! Echt nicht? Vielleicht ist es einfach nicht dafür gedacht? Auf einem Macbook-Bildschirm sind sie nämlich tatsächlich ziemlich praktisch. Und ja, vielleicht passt Launchpad nicht in den Arbeitsablauf von allen, aber es stört auch niemanden, weil man es einfach nicht benutzen muss.

Das invertierte Scrolling ist abstellbar, allerdings ist es tatsächlich logisch. Anders, aber logisch. Ich nutze mein Macbook jetzt seit zwei Tagen damit und habe mich daran gewöhnt. Bin zufrieden. Absolut.

☰ Bestellt.

• 2,2 GHz Quad-Core Intel Core i7
• 8GB 1333MHz DDR3 SDRAM
• 750 GB Serial-ATA mit 5400 U/Min.
• 8-fach SuperDrive (DVD±R DL/DVD±RW/CD-RW)
• Hochauflösendes 15″ MacBook Pro Hochglanz-Widescreendisplay
• 120GB SSD, als Ersatz für das Superdrive

☰ 2540,99 EURO

Ich war irgendwie nie ein Freund des iMacs. Generell ist das Prinzip von Desktop-PCs nichts, was mir einleuchten will. Ich kann mir keine Person vorstellen, für die ein stationärer Rechner tatsächlich die beste Lösung ist. Die einzigen Argumente, die mir einfallen, sind Performance (in so einen Tower kann man nunmal mehr quetschen) und Preis (stationäre Rechner sind im Schnitt billiger).

Dementsprechend fiel meine Wahl in Vergangenheit immer auf Macbooks. Mein erster Mac war ein Mac Mini, der preiswert war und mich total anfixte. Die mobilität eines Macbooks hat aber so sehr eingeleuchtet, dass ein Jahr später ein weißes Macbook angeschafft wurde, darauf dann das Unibody Macbook (noch nicht “Pro”), mit dem ich gerade diesen Beitrag hier schreibe.

Das hat seine besten Tage allerdings hinter sich, meine PSDs in Photoshop überfordern es, ich kann nicht mehr als 4GB RAM einbauen und 250GB Festplattenspeicher ist jetzt nicht unbedingt total knorke.

Meine Geduld in Photoshop andauernd den Beachball anzustarren, oder irgendwelchen Ladebalken bei ihrem schneckenschnellem Fortschritt zuzuschauen, ist aufgebraucht und etwas Neues muss her. Martin baute kürzlich eine SSD in sein Macbook, auf der das System liegt. Gut hierbei ist, dass das Superdrive ausgebaut wird und an dessen Stelle die SSD kommt. Man hat also sowohl die HD (für Krempel), als auch die SSD (für das System und den Kram, an dem man gerade arbeitet. Ergebnis: Geschwindigeit. Abgefahrene Geschwindigkeit, die ich bisher nur bei iMacs gesehen habe. Und Martin hat nur 4GB Ram.

Jetzt könnte ich mein altes Macbook durch eine SSD aufmöbeln, allerdings wäre das eine halbgare Lösung.

Das hier ist eine vernünftige Lösung:

2,2 GHz Quad-Core Intel Core i7
4GB 1333MHz DDR3 SDRAM – 2x2GB
750 GB Serial-ATA mit 5400 U/Min.
8-fach SuperDrive (DVD±R DL/DVD±RW/CD-RW)
Hochauflösendes 15″ MacBook Pro Hochglanz-Widescreendisplay
Beleuchtete Tastatur (Deutsch) & Benutzerhandbuch (Deutsch)

Ich würde jedem, der mobil sein will, ein 13″ Macbook Pro empfehlen, ich selbst werde mir aber ein 15″ MBP kaufen, aus folgenden Gründen:
Es hat die Möglichkeit einen HD-Display auszuwählen, was eine Auflösung von 1680 x 1050 zur Folge hat. In einem 15″ Display. Das ist, vorsichtig ausgedrückt, ziemlich geil. Mein Anwendungsfall ist nämlich dieser: Mein externer Bildschirm steht bei den elbdudlern im Büro, dementsprechend habe ich in meiner Wohnung nur die 13″ des Macbooks. Ein Macbook mit 15″ ist zwar etwas weniger mobil, aber noch immer mobil genug, um es andauernd herumzutragen (was ich nicht mache, meistens ist es im Büro). Sollte ich es aber doch irgendwo mobil brauchen, ist es kein Problem es mitzunehmen und dann daran zu arbeiten, weil 1680 x 1050 eine stattliche Auflösung ist.

Dazu kommt dann die SSD, die samt Einbaukit 292€ kostet und 120GB SSD-Kapazität bietet. An Stelle des Superdrives und neben die HD. Das sollte insgesamt einen ordentlichen Geschwindigkeitsvorteil bringen, der die Investition auf längere Sicht rechtfertigt.

Und abgesehen von diesem ganzen Hardwaregelaber, werde ich mich selbst mal zusammenreißen und auf das Gerät sparen und es nicht direkt kaufen. Ich nehme 1000€ aus Rücklagen und spare ab jetzt dementsprechend 1540,99€ und kaufe mir dann ein neues Macbook.

Ob irgendwann in einem halben Jahr unter Umständen neue herauskommen, ist mir relativ egal, ich will kein weiteres Jahr auf diesem Macbook hier arbeiten, weil es einfach ein Schmerz im Popo ist.

Da wir gerade beim Thema sind: Ich sage auch “Macbook”, wenn ich von “Macbook Pro” spreche und finde es merkwürdig, dass immer alle total betonen müssen, dass sie ein “Pro” haben. Lasst das.

☰ Gesprächsfetzen.

Telekomladen #1

Hallo, haben Sie schon geöffnet?

Jetzt sind Sie ja schon drin.

Stimmt, ich habe mein iPhone in einem See versenkt, als ich Tretboot fahren wollte.

Oh. Tja.

»Jetzt würde ich natürlich gerne ein neues kaufen, die Dame an der Servicehotline sagte, dass der Gerätepreis irgendwie anhand meiner bisherigen Vertragslaufzeit, meiner noch bestehenden Vertragslaufzeit und der Art meines Tarifs berechnet wird.«

»Äh…«

»Auf jeden Fall will ich keine Vertragsverlängerung.«

»Das System bootet gerade, ich gucke gleich mal.«

»Okay, danke.«

Derweil tippe ich auf einem Adroid-Tablet herum, Riesenspaß.

»Hm, das System hat sich aufgehangen, ich rufe mal da an.«

Das System hängt sich jedes Mal auf, ich war noch nie in dem Laden ohne, dass sich das System aufgehängt hat. Jede Wette, dass die Computer aus Pappmaché bestehen. Er telefoniert, Ergebnis am Ende des Telefonats:

»So, die einzige Möglichkeit ist, dass die den Vertrag von jetzt an auf weitere zwei Jahre verlä…«

»Auf keinen Fall.«

»Dann kann ich Ihnen anbieten, dass sie das Gerät kaufen, gleicher Preis wie bei Apple.«

»Dann kann ich es aber auch direkt bei Apple kaufen, oder? Und habe es dann unlocked und besser?«

»Stimmt.«

»Okay. Tschüß, schönen Tag noch!«

Telekomladen #2

»Hallo, ich habe mein iPhone in einem See versenkt, ich würde gerne ein neues kaufen. Die Dame an der Servicehotline sagte, dass der Gerätepreis irgendwie anhand meiner bisherigen Vertragslaufzeit, meiner noch bestehenden Vertragslaufzeit und der Art meines Tarifs berechnet wird.«

»Eine Sekunde. Name?«

»Marcel Wichmann«

»Handynummer?«

Ich gebe ihm die Handynummer und alle anderen Dinge, die er wissen möchte.

»Sie können Ihren Vertrag um zwei Jahre verlängern, dann kostet das iPhone…«

»Ich will auf keinen Fall verlängern.«

»Dann gibt es keine andere Wahl.«

»Okay. Tschüß, schönen Tag noch!«

o2-Laden

Danach war ich noch in einem o2-Store, der iPhones im Schaufester hatte. Auf dem kleinen Schildchen neben dem iPhone stand, dass es ohne Vertrag den gleichen Preis wie bei Apple hat, ich gehe hinein und sage:

»Hallo, ich würde gerne ein iPhone 4, 16GB ohne Vertrag kaufen.«

»Das können wir nicht machen.«

»Und warum schreiben Sie das ins Schaufenster?«

»Das müssen wir, prinzipiell können wir Ihnen das Gerät ohne Tarif nur auf Ratenzahlung verkaufen.«

»Okay, zwei Raten, die eine Hälfte jetzt, die andere in zwei Minuten!«

»So funktioniert das leider nicht.«

»Okay, schade. Tschüß, schönen Tag noch.«

Gravis

Merkwürdige Situation, als wir in den Laden kamen. Mann in Anzug steht mitten im Raum, zwei Gravis-Mitarbeiter stehen an der Kasse und gucken ihn an. Ich gehe an die Kasse und flüster:

»Werden Sie gerade überfallen?«

»Nein.«

»Okay, das ist gut.«

»Ja, stimmt.«

»Ich würde gerne ein iPhone ohne Vertrag kaufen, kann ich das hier?«

»Nee, sorry.«

»Okay, dann fahre ich heute Abend zum Apple Store.«

»Das iPhone gibt es jetzt auch in weiß.«

»Ja, sehr hübsch. Tschüß.«

»Bis dann!«

Apple Store

»Hallo, ein iPhone 4, 16GB, schwarz bitte. Und zwei Bumper.«

»Kriegen wir hin.«

15 Minuten später fertig, vorher noch lustig mit dem Apple-Heini über seinen ersten Tag und meine Dummheit gesprochen und ein zufriedener Kunde mehr.