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Soeben habe ich aus einem Gespräch heraus etwas festgestellt was mir vor rund zwei Jahren schonmal aufgefallen ist: Ich habe Angst vor Tagebüchern, beziehungsweise Angst ein Tagebuch zu führen.

Damals (also vor rund zwei Jahren) dachte ich, dass es doch eigentlich ganz cool wäre jeden Tag eine Art Tagesbericht niederzuschreiben. Über was man sich Gedanken gemacht hat und was man erlebt hat. Wenn man das regelmäßig durchzieht hat man irgendwann eine beachtliche Sammlung an geschriebenen Erinnerungen. Unfassbar gut wenn man sie nach vielen Jahren wiederfindet und anschaut. Durchliest. Sich erinnert und merkt was sich geändert hat. Was man für Träume und Ziele hatte.

Ich lag also irgendwann Abends im Bett, hatte mir ein kleines Büchlein zugelegt und fing an zu schreiben. Tja wie beginnt man ein Tagebuch? “Hallo liebes Tagebuch,…” Schwachsinn! Nicht gut. “Moin!” Nicht gut. Irgendwie hatte ich das dann gelöst. Vermutlich mit einem schlichten “Hallo.”

Dann ging es an’s Eingemachte. Und da hörte es auf. Sicher bin ich mir nicht mehr, aber ich glaube, dass ich zwei halbherzige Sätze schrieb und dann einfach zu viel Angst hatte das was ich denke auf Papier zu bringen.

Seit dem Tag habe ich nicht mehr daran gedacht es zu versuchen. Aber das Gefühl das ich damals hatte, eine Art panisches Zurückschrecken vor der Vorstellung, dass ich meine Gedanken irgendwo nachlesbar bündel, hatte ich gerade eben wieder - bei der reinen Vorstellung davon.

Paradox, dass ich das in mein “Internettagebuch” schreibe, aber hier ist es ja eher… weniger persönlich und voll mit lauter Schwachsinn.

Andere Blogs würden jetzt fragen: Schreibt ihr Tagebuch? Führt ihr es regelmäßig? Wie gut würde man euch kennen, wenn man es lesen würde?

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