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arne verhaut mich

harhar blut hass zerstören

(Harhar, na, Till P., Interesse?)

taschenmesser

»Guten Tag, ich brauche ein groooßes Messer um groooße Tiere zu töten.«

Schlagartig herrschte Stille in dem Laden, den ich mit diesen Worten betrat. Die drei Frauen, die sich vorher noch angeregt unterhielten, schauten mich entgeistert an.
Ich wollte mir ein Messer kaufen. Sowas braucht man nunmal als männliches Mitglied (welch Zweideutigkeit) unserer Rasse. Einen Baum pflanzen, ein Haus bauen und ein Kind zeugen. Naja, das kennt man doch. Aber wie soll man das alles (okay, den dritten Punkt vielleicht mal ausgenommen) ohne vernünftiges Werkzeug machen?

Darum beschloss ich schon vor geraumer Zeit mir eben dieses Werkzeug zuzulegen. Und was wäre da nicht ureigener als eine Klinge, befestigt an einem Handstück. Allerdings nicht so ein Mumu-Schweizer-Taschenkindermesser. Ich brauche keine Q-Tipps an meinem Taschenmesser, keinen Flaschen- und Dosenöffner, und erst recht keine Pinzette. Das lässt sich alles auch auf männlichere Art mit einer vernünftigen Klinge erreichen!

taschenmesser

»Nun, ein Taschenmesser tut es auch.« Erleichterung. Die beiden Frauen die nur für ihr Privatgespräch mit der Verkäuferin im Waffenladen standen verzogen sich in hintere Bereiche des Geschäfts.

Die Verkäuferin, welche mir ein paar Messer zeigen sollte, reichte mir diese mit spitzen Fingern und dem Kommentar, dass sie Angst vor diesen Teilen habe. Falscher Job, Fräulein.

Letztendlich fiel meine Entscheidung auf ein handliches Exemplar mit einigermaßen gutem Aussehen. Die Messer die besser aussahen kosteten entweder 200€ oder hätten in einem extra Rucksack mit sich herumgetragen werden müssen.

Ich hab ein Messer. Harhar.

Und beim nächsten Mal erzähle ich euch von Kirsten und beschmierten Emobrötchen.

Der Stift will nicht das machen was mein Hirn kann, also müssen meine Finger dafür herhalten das zustande zu bringen was Formen und Farben noch nicht schaffen. Das was ich brauche ist eine Welt, ein Drumherum, ein Ort, eine Geschichte. Keine Geschichte von jemandem, sondern eine Geschichte von ihnen. Von ihnen von da. Mit genau dem. Braun, grün und schnörkelig aus dem Boden, märchenhaft, aber irgendwie trotzdem nachvollziehbar. Teilweise physikalisch unmöglich, teilweise zeitlich gewürfelt. Rüstungen, aber auch Laser. Burgen und kleine Knubbeltierchen.

Dinge in der Luft, Tierchen auf anderen Tieren. Kleine Menschen, vielleicht Kinder an Bäumen mit Geräten. Spritzende Flüßigkeiten und Wesen die sich nicht darum kümmern. Kleine Bäche die das tun was sie am besten können, Brücken die unbenutzt bleiben und Ortschaften die schon seit Dekaden nicht mehr betreten wurden. Alte Schilder, Pflanzen und Situationen in familienähnlichen Verhältnissen. Arme, reich anmutende und verrückte. Kein Blut, keine Gewalt, nur Situationen.

Wüsten, viel Sand und trotzdem Situationen. Vollkommen erklärungslos aber irgendwie als würden sie so gehören. Merkwürdige Accessoires und lässige Posen. Sehr viel in der Luft, Sprünge, fliegende Dinge, auffangenswerte Materialien.

Entdeckenswerte Orte, merkwürdige Landschaften, großte urbane Gegenden, Herden von bewegenden, organischen, Undefinierten. Schwerter. Streifen von Farbe drumherum und kleine obendrauf. Feiern. Ausgelassen und ohne daran zu denken was im anderen Teil passiert. Aber es passiert und gehört irgendwie zusammen. Vielleicht kommt es auch mal zusammen. Dicke feminine Wesen, rundliche Minderjährige und fliegende Dinge.

Glitzerndes, allerdings nicht unbedingt wertvoll, nur besitzenswert. Händler, beliebt bei den jüngeren, aber doch außenvor. Umringt von Kleinen. Sie werden sich nie die vielen tollen Sachen kaufen können.

Helden nicht. Kein Ende, kein Fröhliches Ende. Niemals ein Ende. Veränderungen und Fortschritt, Interaktion, Prävention, vielleicht auch ein kleines bisschen Perversion.

Aber niemals böse, niemals depressiv, niemals farblos. Musik zum Ansehen. Schöne Namen. Es gibt einige. Namen sind existentiell. Namen und Ortschaften, Verbindungen, Bänder zwischen Situationen, keine offenbaren, flüchtige die einen zum lächeln bringen wenn man sie entdeckt. Welche die alles sinnvoll erscheinen lassen obwohl es das nicht ist.

Informationen, Hierachien, Bekanntmachungen, Bildergeschichten vielleicht. Gleicher Stil, andere Art. Ganz nach Situation. Bunt, mit oder ohne Konturen, verwaschen, ein bisschen verträumt.

Schnee! Nicht weit weg, aber da. Erreichbar. Wüste, Sand, Grün, Gras, Weiß, Schnee, Wasser. Segeln, Piraten!

Hui. Das wollte ich schon lange mal tun.

Lukas flog gestern Abend um 20:20 Uhr bekannterweise zurück nach Bayern und hat sich bis heute Nachmittag nicht bei mir gemeldet. Da man ja recht häufig von Flugzeugen hört die auf der Strecke Bremen - München abstürzen, (oder auch nicht.) schrieb ich ihm eine SMS:

Aber du lebst schon noch?

Drei Minuten später die Antwort:

Dieses Mobiltelefon wurde bei einem Flugzeugabsturz geborgen. Sollten sie ein Angehöriger des Besitzers dieses Telefons sein melden sie sich bitte bei der gebührenfreien Hotline: 0800/159376.

Meine Gedanken: “Harhar, Spinner. Hm… obwohl… warum eigentlich nicht? Scheiße, wenn… ach quatsch, der verarscht mich doch… oder?”

Meine Gedanken wurden von einer weiteren SMS unterbrochen. Inhalt:

Arschloch.

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