Kaufte ich mir nochmal einen iPod, so würde er diese Farbe haben. Allerdings ist dieses nicht meiner. Was der Farbe aber keinen Abbruch tut.
Der Stift will nicht das machen was mein Hirn kann, also müssen meine Finger dafür herhalten das zustande zu bringen was Formen und Farben noch nicht schaffen. Das was ich brauche ist eine Welt, ein Drumherum, ein Ort, eine Geschichte. Keine Geschichte von jemandem, sondern eine Geschichte von ihnen. Von ihnen von da. Mit genau dem. Braun, grün und schnörkelig aus dem Boden, märchenhaft, aber irgendwie trotzdem nachvollziehbar. Teilweise physikalisch unmöglich, teilweise zeitlich gewürfelt. Rüstungen, aber auch Laser. Burgen und kleine Knubbeltierchen.
Dinge in der Luft, Tierchen auf anderen Tieren. Kleine Menschen, vielleicht Kinder an Bäumen mit Geräten. Spritzende Flüßigkeiten und Wesen die sich nicht darum kümmern. Kleine Bäche die das tun was sie am besten können, Brücken die unbenutzt bleiben und Ortschaften die schon seit Dekaden nicht mehr betreten wurden. Alte Schilder, Pflanzen und Situationen in familienähnlichen Verhältnissen. Arme, reich anmutende und verrückte. Kein Blut, keine Gewalt, nur Situationen.
Wüsten, viel Sand und trotzdem Situationen. Vollkommen erklärungslos aber irgendwie als würden sie so gehören. Merkwürdige Accessoires und lässige Posen. Sehr viel in der Luft, Sprünge, fliegende Dinge, auffangenswerte Materialien.
Entdeckenswerte Orte, merkwürdige Landschaften, großte urbane Gegenden, Herden von bewegenden, organischen, Undefinierten. Schwerter. Streifen von Farbe drumherum und kleine obendrauf. Feiern. Ausgelassen und ohne daran zu denken was im anderen Teil passiert. Aber es passiert und gehört irgendwie zusammen. Vielleicht kommt es auch mal zusammen. Dicke feminine Wesen, rundliche Minderjährige und fliegende Dinge.
Glitzerndes, allerdings nicht unbedingt wertvoll, nur besitzenswert. Händler, beliebt bei den jüngeren, aber doch außenvor. Umringt von Kleinen. Sie werden sich nie die vielen tollen Sachen kaufen können.
Helden nicht. Kein Ende, kein Fröhliches Ende. Niemals ein Ende. Veränderungen und Fortschritt, Interaktion, Prävention, vielleicht auch ein kleines bisschen Perversion.
Aber niemals böse, niemals depressiv, niemals farblos. Musik zum Ansehen. Schöne Namen. Es gibt einige. Namen sind existentiell. Namen und Ortschaften, Verbindungen, Bänder zwischen Situationen, keine offenbaren, flüchtige die einen zum lächeln bringen wenn man sie entdeckt. Welche die alles sinnvoll erscheinen lassen obwohl es das nicht ist.
Informationen, Hierachien, Bekanntmachungen, Bildergeschichten vielleicht. Gleicher Stil, andere Art. Ganz nach Situation. Bunt, mit oder ohne Konturen, verwaschen, ein bisschen verträumt.
Schnee! Nicht weit weg, aber da. Erreichbar. Wüste, Sand, Grün, Gras, Weiß, Schnee, Wasser. Segeln, Piraten!
Hui. Das wollte ich schon lange mal tun.

Die grünen schmecken eindeutig am besten.
Nachdem wir beschlossen haben heute direkt mit dem Verkauf der Schülerzeitung anzufangen können wir folgende Bilanz ziehen: 60 verkaufte Ausgaben.
Wir haben allerdings im Vorfeld keinerlei Werbung gemacht und sehr viele hatten schlicht kein Geld mit und holen das Montag nach. Wir haben einen ziemlich miesen Ruf der aber nicht an uns, sondern an der damaligen Schülerzeitung, die es schon seit bestimmt drei Jahren nicht mehr gibt, liegt. Mehrfach mussten wir hören, dass die damals sehr viel billiger war.
Warum ist es so schwer den Unterschied zwischen 20 zusammengetackerten Copyshopseiten und rund 50 einheitlich ausschauenden, professionell gedruckten Seiten zu sehen?
Und warum gibt es Menschen die die Schülerzeitung nicht kaufen weil sie keine Farbe hat? Und welcher Mensch führt ernsthaft das Kriterium “Die Artikel sehen so lang aus und haben so viel Text.” an? Sind wir nicht ein Gymnasium? Muss man eine Schülerzeitung direkt mit kurzen Geschichten über Lehrer, Lehrerinterviews und einer Witzeseite in Verbindung bringen?
Apropros Witzeseite. Danach wurden wir wirklich mehrmals gefragt. Jetzt frage ich mich, ob wir in der nächsten Ausgabe tatsächlich eine einbauen sollten, oder einfach weiter versuchen nur die Menschen anzusprechen die auch gewillt sind irgendwas inhaltsvolles zu lesen.
Ach das beste war noch: “Nein, das ist nicht mein Niveau, sowas lese ich nicht.” Allerdings kann man davon ausgehen, dass diese Dame sich wöchentlich “Tina”, “Bella”, “Freundin”, “Brigitte” und alle anderen Frauen-Fach-Zeitschriften zulegt.
Herrje. Klingt sehr negativ ist es aber eigentlich nicht. Denke, dass wir sie alle loswerden.


