
»Guten Tag, ich brauche ein groooßes Messer um groooße Tiere zu töten.«
Schlagartig herrschte Stille in dem Laden, den ich mit diesen Worten betrat. Die drei Frauen, die sich vorher noch angeregt unterhielten, schauten mich entgeistert an.
Ich wollte mir ein Messer kaufen. Sowas braucht man nunmal als männliches Mitglied (welch Zweideutigkeit) unserer Rasse. Einen Baum pflanzen, ein Haus bauen und ein Kind zeugen. Naja, das kennt man doch. Aber wie soll man das alles (okay, den dritten Punkt vielleicht mal ausgenommen) ohne vernünftiges Werkzeug machen?
Darum beschloss ich schon vor geraumer Zeit mir eben dieses Werkzeug zuzulegen. Und was wäre da nicht ureigener als eine Klinge, befestigt an einem Handstück. Allerdings nicht so ein Mumu-Schweizer-Taschenkindermesser. Ich brauche keine Q-Tipps an meinem Taschenmesser, keinen Flaschen- und Dosenöffner, und erst recht keine Pinzette. Das lässt sich alles auch auf männlichere Art mit einer vernünftigen Klinge erreichen!

»Nun, ein Taschenmesser tut es auch.« Erleichterung. Die beiden Frauen die nur für ihr Privatgespräch mit der Verkäuferin im Waffenladen standen verzogen sich in hintere Bereiche des Geschäfts.
Die Verkäuferin, welche mir ein paar Messer zeigen sollte, reichte mir diese mit spitzen Fingern und dem Kommentar, dass sie Angst vor diesen Teilen habe. Falscher Job, Fräulein.
Letztendlich fiel meine Entscheidung auf ein handliches Exemplar mit einigermaßen gutem Aussehen. Die Messer die besser aussahen kosteten entweder 200€ oder hätten in einem extra Rucksack mit sich herumgetragen werden müssen.
Ich hab ein Messer. Harhar.
Und beim nächsten Mal erzähle ich euch von Kirsten und beschmierten Emobrötchen.
Manchmal passieren witzige Dinge. Oft aber auch nicht. Jens Nikolaus fängt an zu bloggen. Das ist relativ witzig. Aber nicht für jeden.
Jens ist in wenigen Tagen Praktikant in London. Ziemlich cool, denkt man sich jetzt. London. England. Geil. Richtig gut wirds dann aber erst wenn man erwähnt wo er sein Praktikum macht: Bei last.fm.
Darum ist davon auszugehen, dass zukünftig unfassbar interessante Beiträge von Jens zu erwarten sind. Wenn das alles nicht nach Abenteuer klingt, dann weiß ich auch nicht mehr.
Übrigens ist er jedem Linktausch gegenüber offen. Schreibt ihm einfach eine Email.

Was zunächst einmal aussieht, wie ein zu groß geratenes Nintendo DS auf Speed scheint in Wirklichkeit ausnahmsweise mal ein echter Fortschritt zu sein. Denn mal ganz ehrlich: Trotz explodierter Rechnerleistungen und Speicherkapazitäten hat sich in den letzten 15 Jahren am durchschnittlichen Rechner nichts getan: Windows 3.1 kam irgendwann mit der GUI und seinem merkwürdigen Ordersystem. Danach wurde das ganze zwar immer bunter und hat in Vista jetzt sogar Schatteneffekte für 10 Milliarden Euro Entwicklungskosten (sic! Gut das Apple das nicht weiß…) , aber so richtig was getan hat sich eigentlich kaum.
Wenn die Hersteller keinen Mist erzählen kommt dafür jetzt XO, der Hundert-Dollar Laptop von OLCP.
OLCP ist zunächst eine Non-Profitorganisation die dafür Sorge tragen will, dass die Industrienationen sich digital nicht zu weit von den ärmeren Staaten entfernen (–> “digital divide” schimpft sich das). Daher ist geplant, Millionen Laptops des XO Types an entsprechende Staaten auszuliefern um dort E-Learning zu fördern usw. Über den Sinn&Unsinn dieser Aktion mögen sich andere streiten, richtig interessant ist allein schon der technische Aspekt:
Der Bildschirm
Der 7,5 Zoll Bildschirm (ok etwas klein, dafür 200 dpi) hat einen SchwarzWeiß Modus in welchem er in der Lage ist, das Umgebungslicht zu reflektieren; er kommt somit ohne Hintergrundbeleuchtung aus. Der Clou: Farb- und Schwarzweiß Modus gehen stufenlos ineinander über; bei maximalem Reflexionsmodus erhöht sich die Auflösung auf 1200×900 p von 800×600 p im totalen Farbmodus. Der Bildschirm hat durchschnittlich eine 700mal kleinere Leistung (0,1 Watt) als ein Standartbildschirm!
Speicher/Anderes
Hier musste natürlich Strom gespart werden um das ganze im letzten afrikanischen Dorf nicht zur Farce verkommen zu lassen. Ein 1 GB Flashspeicher ersetzt die stoßempfindliche Festplatte, das schlanke linuxbasierte Betriebsystem belegt gut 150 MB. Durch den SD Slot lässt sich der Speicher allerdings theoretisch auf Win XP Niveau erweitern (6-8 GB mehr halt). Audio In- Output sind ebenso vorhanden wie USB 2.0 Schnittstellen, Prozessor und Arbeitsspeicher sind eher uninteressant. Alle Komponenten sind jedoch so aufeinander abgestimmt, dass der Hersteller für den Rechner eine Leistung von nur 2 Watt angibt…
Energie/Netzwerk/Betriebssystem
Der Laptop läuft mit einem Akkupack aus 4 Mignon Batterien, hat bei intensiver Nutzung eine Akkulaufzeit von 8-9 Stunden (sonst 12) und durchsteht 2000 Ladezyklen. Das ist schonmal unschlagbar momentan. Dazu kommt, dass zum Aufladen ein einfaches Dynamo genügt, auch instabiler Netzstrom ,wie er in strukturschwachen Regionen häufig vorkommt, kann verarbeitet werden (Schwankungen bis zu 40 Volt). Recyclingmäßig auch tiptop, die Grünen werden juchhe schreien ; - )
Als Betriebssystem ist bisher Fedora geplant, ein Linuxableger. Sehr schlank und mit einem interessanten Energiesparkonzept, das hier allerdings den Rahmen sprengen würde, bei Interesse einmal googeln. Die Benutzeroberfläche Sugar ist so designt, dass man auch mit wenig Sprachkenntnissen und ohne Büromenschen-Windows-XP-Wie-erstelle-ich-eine-Word-Datei-Kurs Vorkenntnisse, sondern durch rein intelligente Intuition, arbeiten kann.
Die Netzwerkoberfläche ist meiner Meinung nach die erste die diesen Namen verdient hat! Das Netzwerk wird zum einem völlig automatisch hergestellt und ist zum anderen graphisch dargestellt. (Schwierig zu erklären, mal Wikipedia die Abbildungen schauen) Es gibt ein schwarzes Brett, das tatsächliches Zusammenarbeiten ermöglicht: Dateien, Links, Bilder, Kommentare können einfach heraufgezogen werden und sind sofort für die jeweilige Gruppe sichtbar. Kein IP/Router/ICQ/SchickEsDochSchnellPerMail- Streß. Der ganze Softwarekram ist soweit ich weiß auch OpenSource, also keine Zusammenarbeit mit der NSA oder ähnliche Redmond Scheiße -.-
Die beiden Hasenohren merkwürdigen Plastikstäbchen sind WLAN Antennen die eine P2P Übertragung innerhalb von maximal 2 Kilometern ermöglichen. Die Mesh Netzwerk Technologie (unbedingt mal googeln) ermöglicht allerdings den Transport von einem Datenpaket über 20 andere XOs hinweg, jeder XO fungiert nämlich auch im ausgeschalteten Zustand als netzstabilisierender Router. So ist insgesamt ein Wlan Netz bis zu 40 km von seiner “Quelle” entfernt möglich.
usw. usw.
Fazit
Man kann sich ja über vieles streiten, über Design (das kann auch als Ebook umgeklappt werden ^^), Perfomance usw. Aber wenn Windows nach jahrelanger Entwicklung z.B. so etwas wie Vista abliefert ( und das nächste Apple OS wird sicher auch nich die Startrek Brücke nachbilden) fragt man sich doch schon, was das soll und wo die Milliarden Dollar hingegangen sind. Wieso muss man immernoch mit Maus und Tastatur arbeiten? Xo ist ein Anfang.
–> Der XO kostet 140 Dollar für Schwellenländer; der Euro steht bei 1,38 Dollar; Ich persönlich will ja sofort einen haben ; - )
lg,
188848421
Antwort auf dieses hier.
Ich befürchte, dass das von mir soeben zubereitete und verspeiste tote Geflügel, trotz anhaltender Hitzeeinwirkung und anweisungsgerechtem Handeln, auf irgendeine Art und Weise nicht vollkommen fehlerfrei war. Das akute Grummeln meines Magens deutet stark auf selbiges hin.
Das Heraussuchen von Informationen über Salmonellen- und Lebensmittelvergiftungen spare ich mir an dieser Stelle. Stattdessen werde ich das Gegrummel einfach in wenigen Stunden mit massenweise Popcorn tilgen. Obendrauf kommt dann noch eine Überanspruchung meines Zwechfells. Simpsons, heute Abend. Yay.

