Buchvorstellung: Der Fänger im Roggen

Auf meiner Suche nach Weltliteratur, die mich vor anderen Leuten als belesene Person dastehen lassen könnte, stieß ich über Der Fänger im Roggen.

Bis vor anderthalb Wochen hatte ich kein Interesse an dem Schinken, ist doch meine Begeisterung für Getreide eher gering. Allerdings stieß ich dann zufällig auf eine grobe 3-Satz-Zusammenfassung auf Goodreads und dort klang es gar nicht nach einer Ansammlung von Roggenfakten.

Tatsächlich geht es um einen amerikanischen Jungen in der Nachkriegszeit, durch dessen Augen man die damalige Gesellschaft betrachtet und nach und nach sein Weltbild verstehen lernt.

Viele von euch haben es vermutlich in der Schule lesen müssen, an mir ging es dort allerdings vorbei, daher konnte ich mich mit relativ erwachsenen Augen im Protagonisten und seiner Arschlöchrigkeit wiedererkennen.

Schwieriges Buch. Ich kann irgendwie die negativen Rezensionen auf Goodreads nachvollziehen. Klar, es ist keine Wohlfühlgeschichte, auch keine aufregende oder interessante, aber trotzdem hat sie mich irgendwie mitgerissen. Insgesamt freue ich mich es gelesen zu haben. Den Prozess habe ich auf jeden Fall genossen und jetzt, mit ein paar Tagen Abstand und 3-4 Zusatz-Meta-Infos zum Buch, kann ich verstehen, warum es so ein großes Ding ist. Meine Empfehlung, falls generelles Interesse besteht.

Tatsächlich, so als nebenbei Funfact, habe ich das Buch in Papierform gelesen. Das kommt sonst nie vor, aber irgendwie gibt es keine E-Book-Variante davon. Das grenzt zwar schon an Perversion, war aber auch mal wieder ganz schön.

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