Buchvorstellung: Finish: Give Yourself the Gift of Done

Nachdem ich vorvorgestern anfing, beendete ich gestern “Finish: Give Yourself the Gift of Done“. Ein Buch, das einem dabei helfen will seinen Perfektionismus zu überwinden und tatsächlich Ziele zu erreichen, die man sich bisher nur vor nahm, aber nie durchzog. Als jemand der gefühlt 2000 Sachen im Jahr anfängt und dann nie weiter macht, fühlte ich mich stark angesprochen, betrachte ich das doch als eine meiner schlimmsten Charaktereigenschaften.

Finish: Give Yourself the Gift of Done

Eigentlich bin ich absolut kein Fan von Büchern dieser Art. Man könnte sogar sagen, dass ich sie oft anfange, aber nie beende. Das hat allerdings weniger mit meiner Unfähigkeit zu tun Ziele zu erreichen, sondern mehr mit ihrer mangelnden Qualität.

Entweder sind sie schrecklich humorlos und wenig unterhaltsam, oder wie eine Ansammlung von Füllmaterial, weil der Autor selbst entdeckt hat, dass seine eigentliche Aussage auf 15 Seiten passt. Aber wer kauft schon ein Buch mit nur 15 Seiten.

Dieses Buch bringt beides: Humor, kein Füllmaterial und ein inhaltlicher Ablauf, der von Anfang bis Ende interessant und Augen öffnend bleibt.

Es beginnt damit, dass zwar der erste Tag eines neuen Projekts immer sehr aufregend und toll ist, weil man sein bestes gibt und große Pläne hat, aber schon Tag 2 einen vor riesige Probleme stellt. Perfektionismus zeigt schon dann seine hässliche Fratze und versucht einen davon zu überzeugen, dass alles sowieso schon nicht mehr so gut ist, wie es hätte werden können. “Finish” erklärt gut, wie man mit diesem Problem, sowohl am zweiten Tag, als auch in der Mitte, als auch kurz vor Projektende, umgehen kann.

Ist natürlich, wie immer bei solchen Büchern, kein Wundermittel, am Ende muss man die Arbeit doch noch selbst machen, aber es half mir anders über Themen dieser Art nachzudenken. Als Beispiel: Seit Monaten plage ich mich damit herum, dass ich mein Portfolio aktualisieren müsste. Das aktuelle habe ich vor über zwei Jahren online gestellt und es macht auch seinen Job noch okay. Allerdings weiß ich, dass es besser sein könnte.

Mein bisheriges definiertes Ziel: Alles neu! Wenn schon, denn schon! Das wird das großartigste Portfolio ever. Ganz neuer Code, ganz neue Optik, ganz neue Texte, ganz neue Aufarbeitung der Arbeiten.

500 Versuche später bin ich noch immer am Anfang. Ich schreibe einen neuen Text für das Portfolio, bin unzufrieden und fange an ein neues Design zu machen, bis ich auch damit unzufrieden bin. Dann höre ich auf und fasse das Thema für die nächsten drei Wochen nicht mehr an.

Eine Lektion des Buches ist, dass man versuchen soll sein Ziel zu halbieren. Die Hälfte zu schaffen ist 100 % mehr als gar nichts zu schaffen, weil man eigentlich doppelt so viel erreichen wollte, aber sich selbst blockierte. Simpel, irgendwie auch stumpf, aber sooo richtig.

Mein aktueller Plan für das Portfolio ist also einfach nur die Inhalte anzupassen. Das fühlt sich erheblich machbarer an.

Wie auch immer. Falls ihr es auch lesen werdet, lasst mich gerne wissen, wie ihr es fandet. Mir gefiel es gut!

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