Das Ende meiner Beziehung zu Overwatch

Es ist faszinierend, wie einzelne Videospiele für einige Monate, vielleicht Jahre, ein wichtiger Teil des eigenen Lebens sind und dann von heute auf morgen keine Rolle mehr spielen.

Mir erging es mit Overwatch so. Müsste ich eine Sache erraten, die ich heute vor anderthalb Jahren gemacht habe, wäre “Ein paar Runden Overwatch gespielt” mit großer Sicherheit korrekt. Ja, ich würde auch lieber “Ich habe an meinem bald erscheinenden Bestseller geschrieben!” antworten können, aber hier geht es nicht um die Produktivität meines Lebens.

Jetzt habe ich seit Monaten kein Overwatch mehr gespielt und jeder Versuch endete in Frustration und Stress. Nicht weil ich schlecht bin, nein. Ich bin immer der beste in meinem Team. Genau wie alle anderen Leute in meinem Team genau das gleiche von sich denken. Daher rührt auch ein Großteil der Frustration. Jeder macht alle anderen verantwortlich. Das ist zwar sehr menschlich, aber offenbar etwas, das sich für mich von einer großen Freude und angenehmen Abendbeschäftigung zu einem Garant für schlechte Laune entwickelte.

So entschieden Overwatch und ich uns zu trennen. Den E-Mails von Blizzard nach, war es weniger einvernehmlich, aber irgendjemand leidet bei Trennungen schließlich immer etwas mehr. Sorry Jeff.

Stattdessen kauften wir uns irgendwann Fortnite. Nicht Battle Royal, sondern das, was das Spiel eigentlich vorher sein sollte, das, was jetzt als “Save The World” bekannt ist. Das war unterhaltsam genug um sich abends zu beschäftigen und sich dabei zu unterhalten. Es gab keinen Frust und keine schlechte Laune. Perfekt.

Als dann der Battle Royal Modus rauskam war alles verloren und seit Release ist das meine wahrscheinlich richtige Antwort auf die Frage danach, was ich an einem Tag gemacht habe.

Einfach so. Ein Spiel durch ein anderes ersetzt. No bad feelings. Ich investierte sicher 200 € in Loot Boxen in Overwatch und hielt das in der Zeit auch für eine gute Investition. Jetzt bin ich nicht mal wütend über diese Entscheidung. Einfach keine Emotionen dem Spiel und meiner Geschichte mit dem Spiel gegenüber. Hat Spaß gemacht. Macht keinen Spaß mehr. Next.

Faszinierend, wie das so passieren kann. Bin jetzt schon auf das Spiel gespannt, das mich von Fortnite wegreißen wird.

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