Stadt-Bremerhaven über Clear ➝
Das ist nett, aber nichts, wofür man 79 Cent ausgeben müsste, dies kann man mit Hunderten Apps kostenlos und besser erledigen. Sicherlich, es wird Kundschaft geben, die die App haben wollen, weil sich sich ungelogen gut bedienen lässt. In Sachen Sinn kann ich den Hype einiger Blogs allerdings nicht nachvollziehen. Da liest man von “die App habe im Vorfeld bereits für Furore gesorgt” und “herausragend” – was einfach nicht wahr ist. Clear ist eine schicke ToDo-App für Leute mit einfachen Aufgaben ohne Zeitplan, nett visualisiert. Mehr ist es einfach nicht.
Örgs, wie ich diese Ansicht leid bin. Eigentlich schreibt der Herr ja immer ganz vernünftigen Kram, aber das hier klingt nicht sonderlich durchdacht. Ich schrieb hier über Clear und freute mich darauf, testete es heute Morgen und fand es super.
To-Do-Listen erhitzen oft die Gemüter, jeder hat irgendeinen Favoriten (ich komme mit gar keiner klar) und tritt absolut für sie ein, die Poweruser mit ToDoXx 2000, die auf allen Geräten und Systemen läuft und sogar an Orte synct, von denen man bisher noch gar nichts gehört hat, die anderen nutzen einen Zettel und ein Blatt Papier.
Was macht Clear, was andere nicht können? Nichts. Ist es 79 Cent wert? Ja. Ist es Fünf Euro wert? Ja! Nicht, weil es super viel kann, sondern weil es eine App ist, die, soweit ich es bisher sehen konnte, fehlerfrei und mit vielen Hintergrundgedanken umgesetzt wurde. Sie tut, was sie soll und sie wird den To-Do-Listen-Drang vieler Leute befriedigen. Die App hat im Vorfeld für “Furore” gesorgt, weil sie nicht viel kann, sondern die wenigen Dinge, die sie beherrscht sehr gut kann. Nur weil Leute drüber sprechen, ist es nicht direkt ein Hype. Das Wort indiziert mittlerweile, dass das Produkt eigentlich nicht so viel Aufmerksamkeit verdient hätte. Falsch. Die App macht Spaß. Und das ist zumindest mir so einiges Wert. Gute Apps sind nicht die, die dem durchschnittlichen Techblogger mit einem vollen Terminkalender reichen, gute Apps sind Apps, die gut sind. Klingt verrückt, ist aber tatsächlich so. Twitter ist nichts anderes als kleine 140 Zeichen Nachrichten. In Mails passen mehr Zeichen. Mails sind deswegen nicht automatisch besser.
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