Warum QUOTE.fm keine Bookmarkfunktion und keine Sterne für Likes haben wird.

Das klügste, was wir machen konnten, war nochmal alles neu. Das Konzept blieb das alte, das Aussehen hat sich erheblich verändert, wir haben alles erneut durchdacht, einige alte Ideen beerdigt, andere Dinge herauskristallisiert und verfeinert, tatsächlich sogar ganz neue Funktionen eingebaut.
Beispielsweise waren wir uns, wie ich hier schon irgendwann mal schrieb, nicht so ganz sicher, wie wir mit Bookmarks/Likes/Retweets umgehen sollten. Geben wir dem Ding eine Favorite-Funktion, wie Twitter sie hat, würden sie als Bookmark missbraucht werden und damit an Gewicht verlieren. Favs und Likes sind keine Bookmarks, sie sind Indikatoren für Gutfindungen. Also dachten wir, dass man vielleicht Bookmarken und Favorisieren können sollte. Das kam uns allerdings komisch vor. Als wir darüber nachdachten, wozu man auf QUOTE.fm überhaupt eine Bookmark-Funktion gebrauchen wollen würde, merkten wir schnell, dass sie tatsächlich nicht notwendig ist, im Gegenteil sie ist sogar sinnlos. Man muss einen Ausschnitt aus einem lesenswerten Beitrag nicht bookmarken, weil es klüger ist, den gesamten Beitrag zu bookmarken. Wie lösten wir das Problem also? Keine Bookmarks, dafür Likes. Keine Bookmarks, weil wir stattdessen eine Funktion einbauen, die es einem erlaubt, den Artikel, der hinter einem Quote steckt, direkt vom Quote aus ins Instapaper zu schicken. Instapaper ist dafür gedacht, dass es zum Lesen benutzt wird, existiert auf allen Plattformen und ist großartig.

Dann haben wir da noch die Likes. Wenn man, wie Twitter, Favorites so definiert, dass sie zeitgleich Anerkennung und Bookmark sind, sind sie ziemlich nutzlos. Wir orientieren uns dementsprechend mehr an Facebook, man kann Quotes liken, dies Anzahl Likes kommt dann mit diversen anderen Parametern zusammengerechnet in irgendeinen abgefahrenen Wert, der dann die Quotes auf der Popular-Seite bestimmt. Der Witz dabei ist, dass man die eigenen Likes nirgends sehen darf, weil sie sonst automatisch zu Bookmarks werden. Das erscheint, wenn man es zusammengefasst liest, total logisch, wir brauchten aber etwas um das zu erkennen.
Desweiteren nutzen wir Likes als Soft-Leseempfehlungen. Der Stream zeigt an, was Freunde anderswo liken, man bekommt also mit, was außerhalb der eigenen Timeline passiert, was auch nicht allzu dumm sein dürfte.
Weiterhin orientieren wir uns noch mehr am Prinzip von Dribbble, uneingeloggt kann jeder die Popular- und Public-Timeline sehen, aber nur User mit richtigem Account können auch Quotes posten. Um so einen Account zu bekommen, bedarf es eines Invite-Codes. Das System an diesen zu gelangen, müssen wir noch weiter ausklügeln. Aber irgendwas sagt mir, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass wir bisher einige Probleme ziemlich gut gelöst haben, dass wir auch dieses hinbekommen werden.
Es gibt noch mehr, aber ich möchte die coolsten Dinge nicht verraten, nicht, weil ich Geheimniskrämerei betreiben möchte, sondern eher, weil ich die Spannung nicht absolut nehmen möchte. Nagut, das ist vielleicht sogar der Inbegriff von Geheimniskrämerei. Aber das ist okay.
Zum Design: Ja, einige mochten das vorherige, nein, wir werden nicht das alte, sondern dieses hier nehmen. Blau, weil wir eine Textmarkerfarbe wollten, Pink schwul ist, Gelb zu hell und Grün hässlich. Ja, auch Facebook und Twitter sind blau, nein, das stört uns nicht. Im Gegenteil, wir befinden uns in guter Gesellschaft. Generell ist zu den Layouts, die man hier sehen kann, zu sagen, dass sie nicht final sind. Aber solche Sätze kann ich mir auch sparen, davon ausgehend, dass ich sie zuvor nur schrieb, weil ich damit dummen Kommentaren zuvor kommen wollte, ich aber jetzt einfach die Kommentarfunktion deaktivieren und diesen Beitrag veröffentlichen werde.
Ich freue mich auf das fertige QUOTE.fm. Vermutlich wird es gar nicht so schlecht.