☰ Marcel, erzähl uns doch etwas über dein Leben.

Oh, danke, sehr aufmerksam, dass ihr fragt. Es ist so: Ich kann nicht zeichnen. Jetzt werden vermutlich ein paar Menschen aufstöhnen, denken, dass ich nur hören will, dass ich es doch kann und ich werde wieder total erbost reagieren und sagen, dass das hier kein Fishing for Compliments ist, sondern realistische Selbsteinschätzung. Ja, ich kann zeichnen, das kann jeder. Ja, vermutlich kann ich auch besser zeichnen als 80% derjenigen, die das hier lesen, aber ich kann nicht so gut zeichnen, wie ich es eigentlich will.

Das kann man vermutlich nie, mich ärgert das allerdings aus diversen Gründen. Einerseits weiß ich, dass ich zu diesem Zeitpunkt erheblich besser sein könnte, weil ich weiß, was man dafür tun muss. Zeichnen nämlich. Irgendwie zeichnete ich die letzten Jahre durchgehend, aber nicht viel. Ich wurde besser, aber nicht genug. Ich kann Comickram (mehr oder weniger), aber sobald es an Realismus geht, bin ich raus.

Warum ist das so? Weil ich zu viele Dinge will. Ich habe jetzt eine Entscheidung rund drei Jahre vor mir hergeschoben und sie vor zwei Wochen entgültig gefällt. Wer diesen Blog verfolgt, weiß, dass ein Großteil meiner Aktivitäten sich ums Zeichnen oder Designen drehen. Sei es die “meuterei!” von damals, bei der mir Editorial-Design unheimlich viel Spaß gemacht hat, oder diverse Webprojekte, allen voran dieser Blog, der vermutlich rund 30 Redesigns erfahren hat, im Laufe der Zeit. Gleichzeitig zieht sich eine lange Schlange von Illustrations- und Comicdingen durch die Chronik meiner Webtätigkeiten. Das Problem: Hätte ich eine der beiden Sachen weniger gemacht, wär ich in der anderen besser. Weniger Design, mehr Zeichnungen, bessere Zeichnungen. Und andersrum. Und das ist ja auch noch gar nicht alles, dann gibt es Dinge wie Hallo Unbekannt, oder die Shirts oder Wasauchimmer, alles Sachen die ich geil finde, die aber Zeit brauchen und verbrauchten.

Papperlapapp, sowieso zu spät und ich bereue nichts. Viel gelernt, viel gemacht, viele Dinge, die ziemlich gut ankamen, neue Wege und Türen geöffnet haben, alles gut. Aber schlecht. Die Entscheidung, die vor zwei Wochen geschlossen wurde, entstand in einem Telefonat mit Malte, der mir einige gute Denkansätze gab. Es stand immer folgende Frage im Raum: Kommunikationsdesign oder Illustration? Da haben wir auf der einen Seite die designlastige Richtung, in der ich all die Dinge lernen werde, für die ich mich seit Jahren intensiv interessiere, auf der anderen Seite die illustrationslastige Richtung, in der ich all die Dinge lernen werde, für die ich mich seit Jahren intensiv interessiere. Ein Hybrid aus beidem kommt für mich nicht in Frage, wenn schon, denn schon.

Ich entschied mich für Illustration. An der HAW. In Hamburg. Vor geraumer Zeit sprach ich mit Christian, der kurz mein Nachbar war und an der HAW derzeit Illustration studiert und alles was ich hörte klang fantastisch. Warum also nicht Kommunikationsdesign? Das ist der Teil bei dem Malte mir stark half. Ergebnis war, dass man sich die Dinge, die man in einem Kommunikationsdesignstudium lernen würde, leichter auf eigene Faust beibringen kann, als das, was man in einem Illustrationsstudium lernt. Jetzt schütteln viele Kommunikationsdesignstudenten und vielleicht einige, die den Kram hinter sich haben den Kopf, aber das passt schon. Der Gedankengang dahinter ist folgender: Egal was, um gut zu werden muss man üben. Das gilt für “normales” Design, als auch für Illustration. Was ich aber denke ist, dass man Design durch Hinschauen lernen kann. Durch observation. Natürlich, es gibt Regeln, Grundlagen, Techniken, klaro, ich mach das ja auch irgendwie und bin nicht vollkommen Ahnungslos. Aber es ist nicht so grundlegend trainingsabhängig wie Zeichnen.

Die einzige Möglichkeit möglichst viel zu zeichnen und möglichst gut zu werden, ist also das Studium. In der Hoffnung nebenbei im Designkram besser zu werden, aber sekundär. Berufstechnisch ist die Entscheidung vermutlich behämmert. Auch, wenn gerade jeder Hans und Franz Kommunikationsdesign studiert, sind die Berufschancen nach dem Studium mit Sicherheit höher, als nach einem Illustrationsstudium. Wer braucht schon Illustratoren.
Aber – und das ist so eine Art Lebensgrundlage von mir – es geht um den Spaß. Sowohl Design, als auch Illustration macht mir Spaß, was die Entscheidung ja erst so schwierig machte. Aber letztendlich finde ich es spannender ganze emotionale Welten durch Bilder zu erfinden, als den Kunden vor der Fold abzuholen und zu den selling Points zu führen. Oder so. Soll heißen: Ich finde Design, also Application Design, Webdesign, Editorial-Design total geil! Keine Frage. Und ich werde das Zeug auch weiter machen. Aber ich werde Illustrator.

Jetzt ist noch die Frage, wie es nach dem Studium weitergeht. Vermutlich sieht es, wenn man in Agenturen arbeiten möchte, auf dem Papier besser aus, wenn man Diplom Designer oder Ähnliches ist. Aber ich glaube fest daran, und habe mir das bestätigen lassen, dass es um die Arbeiten geht. Also werde ich vermutlich letztendlich keinen schlechten Stand haben. Und es gibt verdammt wenig Designer, die auch noch Zeichnen können. Oder Illustratoren die Ahnung von Design haben. Hörte ich von Menschen die es wissen müssen. Und so.

Äh ja. Damit führe ich gleichzeitig den Blog hier wieder in richtige Bahnen. Dinge, die es in letzter Zeit nämlich gar nicht gab: Mein Leben. Das ist verwirrend, weil das hier doch der Blog ist, in dem es um mein Leben geht. Aber das wird jetzt besser. Ach und eigentlich wollte ich auch davon schreiben, warum ich derzeit ein großes Problem habe, nämlich, dass ich keine analogen Arbeiten habe, aber das habe ich jetzt vergessen. Auch egal. Derzeit hänge ich mich relativ intensiv in die Vorbereitungen zur Erstellung einer Mappe, die mich dazu bringen wird, ab nächstes Jahr an der HAW eingeschrieben zu sein. Das wäre doch gelacht. Hoffentlich.

Genug von mir. Und bei euch so?

Kommentare

  1. Gut soweit. Und mach das, hinter dem du stehen kannst. Scheiß auf Prognosen, Berufswahlratgeber und Zukunftschancen.
    Die Jobchancen sehen derzeit überall scheiße aus. Außer man ist Kragenhochstellbwler. Oder Wirtschaftsingenieur.

    Ich wünsch dir Erfolg damit.

  2. Toll mal was aus deinem ‘real life’ zu hören. Ich drück dir die Daumen, damit das mit der Mappe und dem Einschreiben an der HAW auch alles glatt läuft! Wird schon 😉
    Und falls du das von mir wirklich wissen willst, alles ist gut und ich hab ‘nen unbefristeten Vertrag. Muss mir also wirklich ziemlich wenig Gedanken und meine berufliche Zukunft machen, was einem ja schon viele, wenn nicht den Großteil der Alltagssorgen abnimmt.
    Besten Gruß!

  3. Solche Entscheidungen sind immer sehr schwer, aber so wie es sich bei dir anhört hast du lange überlegt und ich bin mir sicher dass du mit deiner Entscheidung sicher glücklich wirst. Wünsch dir auf jeden Fall viel Erfolg und freue mich auf neue Zeichnungen von dir 😉

  4. Zu der Entscheidung, nicht den einfacheren Weg zu gehen, kann man dich nur beglückwünschen! Und als jemand der nun auch schon ein paar Jahre in der Branche ist (woar, klingt das wichtig, ist aber so), kann ich nur bestätigen, dass es Illustratoren braucht die auch Ahnung von Design haben!

    Viel Erfolg wünsche ich!

  5. Ich habe vor cirka einer Stunde das nachgezeichnete Bild von parti gesehen und fand es schon sehr gut. Doch ich finde das deines in bestimmten Ansätzen sogar noch etwas besser ist. Wobei ‘besser’ vielleicht das falsche Wort ist, aber mir gefällt es komischerweise einen Tick mehr. Da ich aber null Ahnung vom Zeichnen habe, finde ich sowieso fast alles toll, was jemand gezeichnet hat, aber das heißt nicht, dass du nicht zeichnen kannst. Natürlich kann man immer besser werden und daher finde ich deine Einstellung auch gut, denn wenn man einfach mit dem Zufrieden ist was man kann oder hat, dann wird man auch nicht besser.

    Lange Rede, kurzer Sinn. Finde es schön, auch mal wieder was privates von dir zu lesen und wünsche dir viel Glück mit deinem Studium 😉

    1. Wolltest du nur dabei sein, oder bist du anderer Meinung? Letzteres wäre spannend und interessant, ersteres dumm. Vermutlich ists ersteres.

      1. Vermutlich nicht. ,) Mir ist nur aufgefallen, dass du dich für mich nicht wirklich überzeugt anhörst und ich nicht so recht weiß, ob ich deinen Worten Glauben schenken soll. Natürlich ist ein Studium eine feine Sache, aber du wirst auf der HAW einige Menschen treffen die besser sein werden. Viel besser. Manch einem kann das den Mut nehmen, manch anderem weiter anspornen. Sag mal Tacheles. Besteht bei dir noch Rest zweifel oder bist du dir wirklich sicher?

      2. Ich kenne massig Menschen die erheblich besser sind, als ich. Und das geile ist ja, dass wir uns hier im Internet befinden, ich jeden Tag rund 20.000 Dinge finde, die ich fantastisch finde und von denen ich mich so weit entfernt befinde, dass ich kaum glaube jemals heranreichen zu können. Es ist verdammt geil, dass es so viele Menschen gibt, die viel mehr können, weil lernen geil ist.

        Und es ist ein wenig blödsinnig am Wahrheitsgehalt meiner Worte zu zweifeln, oder? Jah, ist es.

      3. Man sollte sich niemals von einer Sache abbringen lassen, weil es Menschen gibt, die besser sind als man selbst. ich schließ mich da Marcel an: es ist viel cooler, Menschen kennen zu lernen die besser sind als du als selbst immer der Beste zu sein. Das gibts bei allem, was man kreativ nennen kann.
        Was einem nicht der Mut nehmen darf, denn dann ist man sowieso im falschen Studium.
        Ich wünsche dir wahnsinnig viel Spaß/Glück/whatever du brauchst mit deiner Mappe/deinem Studium.
        Und du hast was, was die anderen da nicht haben: ‘ne Fangemeinde im Internet die Zeter und Mordio schreien werden, solltest du aufhören zu zeichnen 😉

  6. Ziemlich verwirrender Text, irgendwie. Macht nix, ich drück dir die Daumen, dass das alles so klappt, wie du es dir vorstellst. Deinen Weg machst du sowieso, da bin ich mir ziemlich sicher 🙂

    1. Achso, was ich vergessen hab: Ich glaube, das “Problem” bei deinen realistischeren Zeichnungen ist mitunter, dass du in dieser “Comicschiene” so drin bist. Soll heißen: Das Mädchen, das du gezeichnet hast, wirkt eher comicartig, weil du zB an den Oberschenkeln die Konturen viel zu krass gezeichnet hast. Auch an den Armen fällt das auf. Vielleicht solltest du dich ein bisschen darin üben, zu modulieren, dann wirken die Zeichnungen etwas realistischer. Ich weiß jetzt zwar nicht, inwiefern die Zeichnung nur Gescribbel ist, aber vielleicht als kleiner Tipp für’s nächste Mal.

      Wenn du das selbst schon wusstest, ist’s gut, wenn nicht, denk mal drüber nach.

      1. Jau, danke, ich wusste, dass das jemand sagen wird. ^^ Ist halt die Frage, was man unter realistischeren Zeichnungen versteht. Mir ist bewusst, dass die Wirklichkeit keine Konturen aufweist, aber wenn ich von Realismus spreche, meine ich einfach nur “Nicht-Comic”.

        Wie auch immer. Das wird besser. Einfach mit der Zeit. War schon immer so. :rock

  7. Wow! Du hast sehr sehr recht, wenn du sagst, dass man für alles, was man gut können will üben muss. Sport, Kunst, Wissenschaft, …
    Ich traue dir dieses Illustrationsding auch definitiv zu. Jedoch habe ich noch nicht soooo viel Designkram von dir gesehen. Also schon. Aber nicht so viel wie Gezeichnetes. Also kann ich nicht wirklich beurteilen, ob du besser zeichnest als designst oder nicht. Aber egal. Ich wünsch dir viel Erfolg und freu mich auf die frische Brise, die durch den Blog hier wehen wird und neues Altes bringt…

    Bin gespannt

  8. Das hab ich mir gedacht. Und so, wie du über das Design des iOS4 geschrieben hast, machtest du auf mich den Eindruck, dass du einiges an Ahnung davon hast…

  9. das mit dem Spaß im Leben find ich gut… und richtig. Schließlich gehts doch letztendlich meistens in eine ganz eine andere Richtung… wenn ich dran denke was ich mach gelernt habe und wo ich jetzt gelandet bin… ach und: nicht jeder Mensch kann zeichnen, als Beweis schick ich dir gern mal eine Kritzelei von mir

    1. Doch, weil das Wort nur den Vorgang beschreibt, nicht das Ergebnis. Kann jetzt natürlich sein, dass du nicht in der Lage bist einen Stift zu halten, aber das bezweifle ich jetzt einfach mal.

  10. Toller Text. Nahezu selbes Problem hier. Nur habe ich die Auswahl zwischen Fotografie, (Web)Design und Programmierung/Elektrotechnik. In Sachen Beruf habe ich mich eigentlich schon für die Richtung Programmierer entschieden. Nur in der Freizeit sollte ich mich noch entscheiden. ist zwar weniger wichtig, doch, wie du schon sagst – Zeit aufwendig. Ich kann zwar alles, aber nichts richtig 😉

  11. sind aber schon sehr verschiedene Wege, wie ich denke.

    Ich glaube, (ohne kluge Gespräche mit Illustratoren o. Komm. Designern geführt zu haben) dass Illustration, bzw. die Richtung auf die Du vorbereitet wirst eingeschränkter als die von Komm. Design ist, wo schwerer vorhersehbar ist, wo es später beruflich hingehen soll.

    1. Und ich behaupte, dass es in der Kreativbranche total schnurz ist, was du gemacht hast, letztendlich kommt es darauf an, was du kannst. Und, wie ich oben ja auch schrieb, denke ich, dass man Design können kann, wenn man sich auf Illustration spezialisierte.

      1. ich kenn die Lerninhalte nicht genau, deswegen vermute ich auch nur, dass Illustration tatsächlich weitaus spezialisierter ist als Komm.Design. Also mehr in eine Richtung geht.

        Das würde bedeuten, dass Deine Ausbildung nicht so umfassend, aber auch einem Teilbereich besser ist.

        Deshalb denke ich, dass Du -durch den Umfang des Faches- von einem Komm.Design-Studium mehr Wissen mitnimmst, als von der Spezialisierung auf Illustration.

      2. Jap, ich kann auch denken. Aber manchmal ist es besser zu wissen und dann fragt man Menschen die nicht nur denken, sondern es erfahren haben und dementsprechend wissen. Und, wie ich oben bereits schrieb, sagten genau die mir, dass ein Illustrationsstudium mir mehr bringen wird.

  12. Zu mir sagen auch viele, ich wäre künstlerisch begabt und doch beneide ich Meister Friedrich und ihre Fertigkeiten. Ich kenne dein Problem 😉

  13. Ich bin im Moment Kommunikationsdesignstudent. Egal welchen Weg du wählst, aus Erfahrung würde ich dir raten (und somit deine Entscheidung auch bestärken): nehm’ den Spaß-Weg.

  14. Ich studiere an der GSO-HS in Nürnberg, und da ist es so, dass du dir dein Studium selber zusammenstellst – es gibt zehn Module, davon wählst du dir 3 aus. Du könntest da also z.B. Illustration, Grafikdesign und Interaktionsdesign belegen.
    Im ersten Semester hat man alle Fächer, um mal reinschnuppern zu können. Später kann man die Module auch wechseln, um andere Sachen auszuprobieren, oder man bleibt bei seiner Wahl.
    Prinzipiell sind da Kommunikationsdesign und Mediendesign zusammengeworfen. Neben so Grafikzeugs und Illustration gibts auch noch Foto, Film, 3D-Kram und sowas.
    Finde ich ein super System.

    1. Münster handhabt das vergleichbar, wenn ich mich nicht täusche. Ich habe darüber nachgedacht und es als nicht gut befunden, ohne eigene Erfahrungen zu haben. So halbe Sachen sind nie gut. Ich will irgendwas ganzes, mit Anfang und Ende. ^^

      1. Ich finde nicht, dass das eine halbe Sache ist.
        Bei mir war es so, dass ich wegen Fotografie an die FH gekommen bin. Inzwischen hat sich das ganze aber mehr hin zu Film und Cast (im Sinne von Social Media, Virales Marketing und so Zeugs) verlagert. Fotografie mach ich nur noch Hobby-mäßig nebenher, und damit bin ich glücklich.
        Außerdem kann ich mich später nochmal spezialisieren und einen Master-Studiengang draufsetzen. Wenn ich das denn will.

        Aber prinzipiell geht es doch eh die ganze Zeit im Leben darum, sich zwischen Alternativen entscheiden zu müssen und zu hoffen, dass es die richtige war 🙂

  15. Wow! Congrats zu deiner Entscheidung, congrats dazu, dass du eine Entscheidung getroffen hast und dann auch noch eine, die dich glücklich macht. Bin selbst Grafik Designerin (mit Studium und allem drum und ran) und kann dich in deinem Gedankengang nur bestärken. Wenn du deine Designneigung nicht gänzlich aus den Augen verlierst, hast du, wenn du auch noch ein guter Illustrator bist, die besten bzw. die besseren Chancen. Ich folge diesem Blog und auch deinen anderen Projekten schon eine Weile und bin immer wieder begeistert von deiner Vielseitigkeit (ich mag zum Beispiel auch deine Art zu fotografieren sehr gern). Ich finde es gut, dass du dich auf eine Sache konzentrieren willst, hoffe aber, ganz egoistisch, auch von deinen anderen Sachen noch viel zu sehen.

      1. der punkt galt dir, weil ich deinen kommentar gut fand, siehe hier: punkt.

        das darunter war für marcel, weil ich ihn mal beim selbstkommentieren ‘erwischt’ hab ^^.

      2. Ok, dann habe ich gleich mal wieder was gelernt. :o) Der Punkt. Gerne hätte ich auch dort geantwortet, wo es hingehört, aber leider gab es dort keinen Antwort-Button.

        Ansonsten war die Lobhuddelei ganz echt. Hat der Marcel wohl ein paar Groupies. ;o)

      3. Wie war das mit dem sich selbst erklären? … Das mit dem Antwort-Button hab ich dann wohl falsch verstanden – Button oben, Antwort unten. Aha! Wieder was gelernt.

    1. *g
      hmhm. komischerweise gibt es nicht über jedem kommentar einen button… ich verstehe das auch noch nicht so ganz ;). macht fast spaß, hier den thread vollzuspammen ^^.

      1. Äh, wie fies, jetzt gab es unten doch einen Button und so ist die erste Antwort hoch gerutscht. *verwirrtbin*

  16. ich bin grad in der selben situation wie du drum lass dir folgendes zu tragen:

    a.) mit dem kram, den du jetzt machst wirst du da rausgeprügelt, weil das viel zu nett und lieblich ist. mach weiter mit deinem skizzen aber ZEICHNE KEINE SCHÖNE MENSCHEN. das ist nicht meine meinung, sondern die erwarten das da.

    b.) arbeite nicht nicht nach fotoreferenzen, das merkt man sofort. glaub mir, ich hab den selben fehler gemacht. ergo: raus, und echte menschen zeichnen

    c.) zeichne nicht nur menschen/figuren, sondern auch HINTERGRÜNDE oder gegenstände oder was dir halt sonst noch so einfällt

    d.) geh zur mappenberatung, der nächste termin ist am 4.08.
    hier gibts mehr infos
    http://www.design.haw-hamburg.de/studium/bewerbung/informationen-zur-mappe.html

    die ist zwar ziemlich sinnlos, weil dort nur pseudolustige studenten sind, die die gelegenheit nutzen um jemand zu finden, der über ihre schlechten witze lacht, aber du siehst die arbeiten von mitbewerbern und wenn du klug bist und durchs haus stromerst auch von studenten.

    c.) geh zur jahresausstellung, dann kriegst du mit, was die da wollen
    http://www.haw-hamburg.de/noj_newsdetails.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1672&cHash=1&no_cache=1

    jepp, des wars auch schon.

    1. a) Ja, das ist doch das Problem, also ist mir durchaus bewusst. ^^
      b) Jap, ist auch klar, und das, was ich hier zeige, ist nicht automatisch alles was ich mache.
      c) Jau!
      d) Ist geplant. Samt weiteren, vermutlich intelligenteren Dingen.
      c) Da bin ich morgen. ^^

      Aber danke für deinen Kommentar. Und auch sehr gut, dass du nicht anonym postetest, also später. Und so. :doh

  17. achja: und das comicding: wittek und olli ferreira haben sich damals fast nur mit comics beworben und wurden abgelehnt. ein freund von mir hat sich vor einem jahr beworben und hat auschließlich nur comics reingepackt und wurde genommen. ich schlussfolgere mal, dass sich da was geändert hat.

    PS warum habe ich davor anonym gepostet? achja…es ist 7:17 und ich hab noch nicht geschlafen…

  18. “Und ich behaupte, dass es in der Kreativbranche total schnurz ist, was du gemacht hast, letztendlich kommt es darauf an, was du kannst.”

    genau so ist es.

    du kannst design studieren und später nur noch illustrieren (du kannst auch, je nachdem, wo du studierst, in einem designstudium schon großen schwerpunkt darauf legen).
    oder du studierst illustration und arbeitest nachher als nachhilfelehrer, weil du keine aufträge hast.
    oder du studierst geschichte und illustrierst später frauenzeitschriften.
    oder du studierst gar nichts und versuchst, über jobs/praktika/kontakte dir aufträge zu verschaffen – egal als was.
    das ist alles sowas von schnurz.

    es kommt halt drauf an, wo du dich später beruflich so sieht und was du lernen willst.

    wenn du dich auf illustration spezialisieren möchtest (egal, was du vorher gelernt hast), ist das auch ein noch recht breites feld und kommt stark auf deinen stil an (der absolut nicht un-comic-mässig dafür sein müsste).
    auf jeden fall wirst du wohl eher frei arbeiten, feste jobs sind da ja seltener, vermutlich nicht die welt verdienen, dafür dein eigener chef sein und oft auch “eigene projekte” starten (ein kinderbuch, einen comic), die evtl. erst hinterher jmd kauft/bezahlt. also viel freiheit, weniger sicherheit, mehr vorleistung.
    da ich eine recht erfolgreiche kinderbuchillustratorin kenne: es ist anfangs hart, aber ich glaube, wenn man das zeichnen liebt, ist es schon toll, weil man den großteil der zeit genau das tut. wenn man zu ihr kommt und der ganze boden mit ihren bildern bedeckt ist – da geht einem das herz auf. als (eher konzeptionell arbeitender) designer (wie ich es bin), kann man sich schwer vorstellen, wie es ist, tag für tag “sowas schönes” zu erschaffen. (sie findet es auch toll, aber letztenendes ist es auch ihr job und sie ist da nicht mehr ganz so berührt wie ich.)

    wenn du design studierst, soll das – je nachdem wo und wie der studiengang dort aufgebaut ist – dich das nicht nur dazu befähigen, hinterher irgendwas zu gestalten.
    dafür reicht dir sicher mit deiner ausbildung auch ein intensives selbststudium.

    es geht im beruf nachher oft auch darum (kommt natürlich auch wieder drauf an, was und wo man arbeitet), konzepte zu entwickeln, marken zu führen usw., also eher eine kopflastige arbeit.
    ich glaube, da kann (kann, nicht muss! wieder je nach ort/art des studiums) das studium einem viel mitgeben, was man im selbststudium so nicht lernt.
    einfach durch die projektarbeit, mit anderen zusammen, betreut von einem prof. das ist schon anders, als wenn man alleine irgendwas vor sich hin hingrübelt.
    auf jeden fall wird man hinterher fest oder frei arbeiten und es wird eine dienstleistung sein. man wird oft mehr abstriche machen müssen, als als ilustrator. man muss gemeinsam mit dem kunden zu einem für alle befriedigenden ziel kommen.
    (klar, als illustrator hat man auch leute, die man zufrieden stellen muss, aber es ist oft vielleicht trotzdem mehr “man selbst” – muss aber generell kein problem sein, je nachdem, wie man sich/seine arbeit auffasst. nicht jeder, der designer ist, will sich permanent “selbst verwirklichen”.)

    auf jeden fall sollte man das machen, worauf man lust hat, evtl. auch vermischt, wobei ich glaube, dass dann eine sache deutlich auf der strecke bleibt, weil man sich ja selbst auch irgendwie “positionieren” muss – entweder man arbeitet fest als designer zb und hat dann eh nicht mehr soooo viel zeit/nerv für illus.
    oder man ist ilustrator und nimmt hin und wieder auch nen anderen auftrag mit, aber doch nicht zugunsten eines illu-auftrages, der sich besser als der designauftrag im portfolio gemacht hätte. in ausnahmefällen sind auch in einem job beide sachen gefragt.
    (mein bruder zieht seit geraumer zeit ganz erfolgreich beides durch: fester job als grafiker in einer werbeagentur für´s gesicherte einkommen, daneben 2 wöchentliche/monatliche “feste” illustrationsjobs bei zeitungen/zeitschriften für´s herz und ein wenig taschengeld. dass es sich so ergeben hat und so gut vereinbahr ist, hatte aber auch viel mit beziehungen/glück zu tun.)

    wünsche dir auf jeden fall viel glück mit der mappe, aber habe einen plan b im hinterkopf. illustration wird als eigener studiengang nicht ganz so oft angeboten, dementsprechend wird das niveau der bewerber und der zulauf sein. (wenn ich allein daran denke, was für zeichenteufel sehr viele der leute in meinem designstudium waren, die das zwar nicht weiter verfolgt haben, aber das niveau beim aktzeichnen usw. war anfangs extrem hoch.)
    von daher evtl. auf eine absage gefasst machen oder noch 1-2 weitere studienorte ins auge fassen. du hast jetzt einen job/ausbildung, von daher drängt die zeit an sich nicht, was sicher auch ein plus ist.

      1. sowas von!!! 😉
        das, was jemand weiter oben geschrieben hat bzgl. “echte menschen malen” finde ich auch sehr, sehr wichtig.
        vor allem: auch mal wilder malen und richtig groß.

        ich hatte ja irgendwann schon mal gesagt, mach einen akt-kurs.
        sage ich immer noch, falls nicht schon geschehen. gibt es dauernd mehrere an der vhs, kostet nicht allzu viel und du lernst viel über lockeres skizzieren, proportionen usw. und das auf riesen blättern und nicht nem A3-block – ich glaube, das bringt sehr viel.
        (spaß bringt es auf jeden fall, sogar mir, und ich bin da nicht sehr talentiert.)

        ich nehme an (wobei sich das sicher auch ständig ändert), dass man an der hochschule eher das rohe sehen will (“rohdiamanten”), das auge für proportionen, den lockeren strich, weniger das fertige – das formt sich im laufe des studiums noch.

        zeig auch, dass du dich auch mal aus deiner “komfort zone” raustraust und mal was ganz anderes probierst.

  19. wie ich das kenne…. zwar nicht im punkto malen, aber die Sache mit den Schwerpunkten.
    Du bist meiner Meinung nach auf den besten Weg und auf die HAW passt Du wie Faust auf Auge. Bleib dran.

  20. Dieser Blogeintrag hat mir gerade einfach nur total aus dem Herzen gesprochen. Jaja, Kitsch aber ich habe genau diesselben Überlegungen zurzeit: Illustration oder Kommunikationsdesign? Ich war an verschiedenen Unis in München und Umgebung, habe Kurse, Eignungstest und vielen anderen Blödsinn gemacht und habe darauf Angebote für beide Studiengänge bekommen – ich bin also vollkommen verwirrt. Grundsätzlich hätte ich mir keins von beidem zugetraut. Ich habe noch ein Jahr Schule, habe mit 18 dann mein Abi und ich zeichne oft (zu oft vermutlich…) aber ich brauche trotzdem noch so viel Zeit um mich zu verbessern. Gerade bin ich erst noch auf dem Weg meinen eigenen Stil zu finden, also habe ich wirklich noch viel vor – trotzdem will ich möglichst bald studieren. Und Illustrator ist einfach ein Traumberuf! Wenn man’s schafft. Ich denke wirklich, dass du das könntest. Du hast dir ja jetzt schon einen Namen gemacht und das ist eins der wichtigsten Sachen.

    Achja, ich habe auch vor ein paar Monaten mit einem Illustratoren, Sebastian Haslauer, telefoniert und der hat mir ein sehr, sehr feines Buch empfohlen, Selbshändig von Florian Bayer – das ist eine Sammlung von Interviews mit verschiedenen Illustratoren, also kein Ratgeber aber mir hat’s einen super Einblick in den Beruf gegeben.

  21. Ich habe von dem ganzen Kram leider keine Ahnung und zum zeichnen bin ich nicht geboren. Versucht ja, aber nicht weit gekommen. Das will ich auch gar nicht grossartig erzählen. Was ich Dir sagen möchte, ist eher allgemein.
    Ich selber habe “nur” ne Ausbildung hinter mir und habe später meinen Techniker in Abendschule gemacht. Mein Job macht mir viel Spass und das is das wichtigste. Es gibt nichts schlimmeres, wenn Du zwar Kohle heim bringst, aber Du abends ein so beschissene Laune hast, weil Dir der Job so auch den Zeiger gegangen ist, dass alles zu spät ist. Ich habe viele Bekannte die genau das jeden Tag durch machen. Genau diese haben den Fehler gemacht, den Job zu wählen, der Kohle bringt, aber keinen Spass. Deine Entscheidung, genau das zu machen was Spass bringt ist auf lange Sicht die bessere Wahl. Lieber 2,50€ weniger am Monatsende, als 30 Jahre Verbitterung wie scheisse Dein Job ist. Geld ist nur eine kurzfristige Motivation.
    Meine Gedanken zum Thema.

  22. Wenn ich es richtig erinnere, machst du derzeit eine Ausbildung in Designkrams und jetzt kommt die Alte-Sack-Weisheit: Die besten Leute, die ich kenne, hatten beides, eine Ausbildung (meist abgebrochen) und dann ein Studium. Sie wissen, wie richtiges Arbeiten geht, haben aber auch eine Persönlichkeitsbildung erfahren, die nur im Studium geht (so Richtung Freigeist, etwas übertrieben formuliert). Also, machet.

  23. Also ich muss dir recht geben, bei Kommunikationsdesign bringst du dir viel selbst bei. Aber das Selbststudium ist teil eines jeden Studiums.

    Mein Bachlor of Arts ist nur noch Monate entfernt und ich hätte mir durchaus öfters akademisches lernen gewünscht, im Endeffekt ist das was ich kann , dem Selbstbeibringen entwachsen, dem üben, dem Ausprobieren. Aber ich würde es nicht missen wollen, da man hier die Leute kennen gelernt hat, mit denen man hoffentlich sein ganzes leben zu tun haben wird.

    Mein Bachlor of Arts ist kein Grafikdesign. Ich schätze gute schrift und sauberes Layout, aber dennoch schätze ich Technik etwas mehr. Video, Film, Compositing, 3d und all das ist was ich als Kommunikationsdesign studiert hab und da muss ich dir nochmal srecht geben: Mache alles was du willst, so lange es dich persönlich weiterbrignt und geistig befriedigt. Nur wenns spaß macht, machst du diese Tätigkeit dein Leben lang 🙂

  24. Lieber Marcel,

    ich denke, damit hast du eine fantastische Entscheidung getroffen. Illustration an der HAW ist sicher eine Menge wert. Ein Kommentator über mir meinte auch, dass es der perfekte MIx ist, wenn man vorher schon gearbeitet hat und dann noch ein Studium hinterher wirft. Dem gebe ich 100%ig recht. Ein paar meiner alten Kommilitonen haben schon gearbeitet und haben dann nochmal 3 Jahre Studium und ein halbes Jahr den BA in England drangehangen und waren dabei durchaus fleißiger, als andere.
    Das einzige, was ich nur gehört habe, dass Agenturen ungern Leute von der Uni nehmen. Aber falls das stimmt (und das auch nur beim Studiengang Kommunikationsdesign), dann liegt es einfach daran, dass in Hamburg leider die Werbung regiert und die Kommunikationsdes.-Ausbildung an der HAW sehr künstlerisch ist – das sehe ich an meinen Mitbewohnern. Aber da Illustration viel spezifischer und fleiß-orientierter ist, wird es schätzungsweise totale Risenwurscht sein! 🙂 Und man bekommt nich so Kommentare wie: “Was, daran hast du ne Woche gesessen? Das hätte ich in zwei Stunden gemacht!” von Nicht-Grafikern. Sondern als Illustrator is man schon ne ziemlich geile Sau!

    Ich freue mich jedenfalls total auf deine Uni-Berichte und was dabei rumkommt. 🙂

  25. Habe ein ähnliches Problem. Kann vermutlich für 75% der Menschen gut Zeichnen aber ich halte mich selber für schlecht, vor allem, wenn ich mich mit anderen vergleiche.

  26. Hallo Marcel,
    nicht soviel schnacken – machen.
    Abgesehen davon hält einen an der Armgartstr. niemand davon ab, neben den ganzen Pflichtkursen, Kurse rein interessehalber zu belegen, sprich du bist frei dich auch für KoDe-Kurse einzuschreiben. (sofern noch Plätze frei sind) Das Kursangebot ist groß und die eigenen Interessen auch, insofern solltest du alle Angebote die die Uni dir bietet auch nutzen. Ach ja, alle Studenten werden übrigens in Zeichnen und Farbe&Form unterrichtet, gleich ob KoDe, Illu oder Mode/Textildesign, natürlich ist der zeichnerische Schwerpunkt bei Illustration ein anderer als bei z.B. Textildesign, dennoch wirst du auch hier in typ. akademischen Aktzeichnen unterrichtet.
    Und für den Fall der Fälle, du hättest sogar noch die Möglichkeit dein Studienfach vor der Zwischenprüfung zu wechseln.

  27. tja busy, busy
    manchmal haben auch andere soviel zu tun, dass sie preakademisches Entscheidungsgeschwafel nur überfliegen…
    ach und entschuldige dass ich mir die Zeit nahm dir ein paar Tipps zu geben.

  28. Ich dachte bei dir immer als erstes an Interface/Interaction, weil du Technik & Design so oft zusammen betrachtest (was wichtig und gut ist).
    Jedenfalls: Bin gespannt auf die Arbeiten, die während des Studiums entstehen. Mach nur, oft lernt man auch während dem Studium noch ganz neue Richtungen kennen oder hat danach Zeit, noch was dranzuhängen. Und was Kommunikationsdesign betrifft, bist du sowieso schon superweit, dich würde das erst mal nur langweilen. Viel Spaß beim Mappe machen!

  29. hi marcel , was machst du denn jetzt gerade? also oder nein was hast du direkt nach der schule gemacht bis jetzt, also arbeits- oder ausbildungsmäßig?

  30. Spielt jetzt gerade absolut keine Rolle, aber wo findest du schlussendlich als Illustrator Arbeit?

    Mir fallen da höchstens irgendwelche riesen kreativagenturen ein, die dich zum “Storyboardzeichner” machen.

    Zumindest hast du jetzt schon in deinem Lebenslauf schon eine großartige Agentur stehen, das ist ja was.

    Menschlich – top Entscheidung.
    Karriere technisch – Wir werden sehen, nicht wahr?

    Alles Gute!

    1. Schrieb ich doch oben? Designer, die auch noch illustrieren können, sind starke Mangelware und dementsprechend gerne gesehen. Und ich merke ja jetzt schon, dass ich nicht unbedingt auftragslos darstehe, sogar andauernd irgendwelche Anfragen (auch von anderen Agenturen) ausschlagen muss, weil ich einfach keine Zeit habe.

      Ich sehe meiner beruflichen Zukunft relativ entspannt und rosig entgegen. Drei Mal auf Holz geklopft.

      :party

  31. Ich dachte du würdest schon studieren. Was machst du den dann eigentlich jetzt bzw. seitdem du Schule fertig hast/in Hamburg wohnst?

  32. ich hoffe dass du nicht irgendwann tom und lisa mit ihren chultaschen fuer ein billiges volksschulbuch zeichnen musst.

  33. ich schreibe alles klein und das ist so sehr gut lesbar. ich will mir jetzt gar nichts schlagfertiges ausdenken denn mein kommentar war nicht mal boese gemeint, kein grund sich aufzuregen (will schliesslich im internet bleiben)

  34. ich denke du begehst hier eventuell einen fehler, denn mit einem reinen illustrationsstudium schränkst du dich von vornherein zu sehr ein. das du dir den ‘design kram’ nebenbei anlernst kann ich mir schon vorstellen, aber nur bis zu einem bestimmten grad. ohne die grundlegendsten regeln der typographie, farbenlehre, ästhetik etc. wird dir immer etwas fehlen.

    ich hab kommunikationsdesign studiert, mich in den letzten drei von elf semestern auf illustration spezialisiert und habe darin auch diplomiert. bin dann direkt nach dem studium zu einem großen sportartikelhersteller und mache dort jetzt da genau das: illustration. genauer, ich gestalte grafiken/illus für t-shirts. ich weiß allerdings jetzt schon, dass ich das hier nicht ewig machen will/werde. irgendwann will ich auch wieder in einem ‘normalen’ design studio arbeiten und editorial, anderen print kram oder websiten gestalten. und ich denke, das wird mit meinem wissen, meinen kenntnissen und erfahrungen auch wieder mehr oder weniger problemlos klappen. hätte ich aber nur einen reinen illustrationshintergrund würde es um einiges schwieriger.

    glaub mir, ich hab mich schon mit ein paar ganz großen der branche persönlich unterhalten. als illustrator ist es anfangs elendig schwer überhaupt etwas zu finden und du musst höchstwarscheinlich deinen stil abändern und deine seele verkaufen. oder du bist so gut, dass alle dich nur um deines stiles wollen. problem dabei: du wirst nur genau dafür angeheuert, du darfst kaum variieren oder dich weiterentwickeln und bleibst eventuell auf ein und der selben schiene stecken. und zwar für jahre. bzw. solange wie dein style gefragt ist. dann musst du entweder komplett runderneuern (schwierig) oder du fällst hinten runter, denn es drängt permanent junges blut nach. bestes beispiel: si scott. anfang bis mitte der nuller jahre war er ein gott. jetzt ist er nicht mehr zeitgemäß, hat sich kaum entwickelt und ist kaum noch gefragt.

    mein rat, geh anfangs in die breite, nimm alles mit was du kannst, saug es auf und leg dich erst später fest. wer weiß, vielleicht schlummert in dir auch ein großer typograph, du weißt es nur noch nich, weil du dich noch nie so intensiv damit auseinandergesetzt hast.

    aber wie gesagt nur ein gut gemeinter rat. wirst schon wissen was du am meisten willst 🙂

    1. hej! danke für den kommentar und verdammt cooler kram, den du da machst. und du hast natürlich im prinzip recht. allerdings muss ich mich festlegen und kann nicht immer in so einem undefinierten schwebezustand sein. ich habe mich jetzt für illustration entschieden – und wie oben schon beschrieben, denke, nein weiß ich, dass es auch ohne ein kommunikationsdesignstudium leicht möglich sein wird arbeit in dem bereich zu finden.

      ich mache also jetzt das, was mir spaß macht, ohne rücksicht auf etwaige glorreiche berufsaussichten, weil es jetzt das ist, was ich machen will.

      sobald ich mein leben nach karrierechancen ausrichte, ist es nicht mehr meines, sondern das, was mir die wirtschaft vorschreibt. und sobald ich das gefühl habe von irgendwelchen weltdingen bevormundet zu werden, bin ich unzufrieden.

      und, auch wenns schwer wird, zufriedenheit > *

      🙂