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2009 – Der Versuch eines Resümees

zweitausendneun

Es ist an der Zeit mit dem Jahr abzuschließen. Alles was jetzt noch kommt und erwähnenswert wäre, hat leider Pech gehabt und wird kein Teil meiner ersten Jahreszusammenfassung. Wobei ich, jetzt, wo ich diese Zeilen hier schreibe, selbst noch nicht weiß, was das soll, oder was es wird.

2009, mein erstes ganzes Jahr weg aus der Heimat, aus dem Dorf. Weg von dem Leben, in dem man zwei Tage vorher planen musste, ob man sich einen feierlichen Umtrunk mit den Freunden gönnt, weil jeder irgendwie planen musste, wie er hin und wieder zurück kommt.
Hamburg, U-Bahnen, S-Bahnen, Busse und nächtliche Spaziergänge.

Es war das Jahr, in dem ich das erste Mal diesen Kontinent verlassen habe. Und das direkt doppelt. Ich war innerhalb eines Monats auf zwei Kontinenten. Drei großartige Wochen verbrachte ich in Costa Rica, eine weitere in Istanbul. Beides waren… Erfahrungen, die ich nicht missen wollen würde. Um das mal möglichst pathetisch auszudrücken.

2009 hat mich eine Sache gelehrt: Mach was du willst. Es gibt genau eine wichtige Entscheidung in meinem Leben, die ich bisher von anderen Menschen habe mitbestimmen lassen, und sie war schlecht. Sehr sogar. Ich umreiße das so schemenhaft, weil hier nicht der richtige Ort dafür ist, aber um das festzuhalten: Hej Marcel, mach was du willst. Meistens hast du Recht. Highfive.

Dann, vollkommen bezugslos, weiter. Zweitausendneun war das Jahr, in dem man Freunde losgeworden ist. Letztes Jahr Abitur, alle fangen ein neues Leben an und die meisten der Idioten, mit denen ich Abi machte, kann man sowieso in der Pfeife rauchen, wie man so schön sagt. Aber dann gibt es da noch diejenigen, die eigentlich ganz cool waren, sich jetzt aber vollkommen abkapseln und einfach zu cool geworden sind, um mit uns weniger coolen Kids zu spielen. Seis drum. Zeitgleich merkte ich aber auch, dass mein Freundeskreis von “damals”, sprich die wirklich coolen Kids, mit denen ich Abi  machte, ein ziemlich großartiger ist. Hörte ich von anderswo, dass ganze Freundeskreise sich einfach auflösten, gibt es uns immernoch irgendwie. Und selbst die Idioten, die recht weit weg zogen, sei es Hamburg oder Dortmund, werden eingeplant, wenn es irgendwas zum planen gibt. Find ich super.

2009 war außerdem das Jahr vieler neuer Projekte meinerseits. Da gibt es Kleinkram, der in Kooperation mit Jan entstanden ist, der jeden Browser zum Abstürzen bringt, und wir noch immer nicht herausfinden konnten woran das liegt. Dann gibt es da ehrgeizige Comicprojekte, wie Hamlet, die angefangen und auf keinen Fall vergessen wurden. Auch, wenn es immer wieder Leute gibt, die denken, dass sie mich daran erinnern müssten.

T-Shirts. Ich stieg dieses Jahr überraschend erfolgreich in das Spreadshirt-Business ein, und derzeit mehr oder weniger wieder aus. Es war eigentlich mehr als Test gedacht, ob es funktionieren würde. Und ich muss sagen: Tat es. Es führte sogar so weit, dass ich in Berlin als Modell auf irgendeinem Laufsteg lief. abgefahren. Außerdem habe ich jeden Menschen gelobt, denn es will make you compliments.
Will make you come. Ein Blogprojekt, das gerade relativ stiefmütterlich behandelt wird, mir aber noch immer gefällt. Es sollte um schöne Sachen gehen, dreht sich derzeit hauptsächlich um Illustration, wie auch immer. Eine der Sachen, die im nächsten Jahr neu aufblühen sollen.

Aufblühen ist das perfekte Stichwort für “Hallo Unbekannt“. Ich lobe mich gerne selbst, daher an dieser Stelle mal ein: Gute Sache. Insgeheim ist es, was mir an meinen Projekten 2009 am besten gefiel. Derzeit gibt es zwar erst ein Gespräch, dafür aber mit der wunderbaren Lara. Und, wen wundert es, mehr Gespräche sind geplant und werden, hoffentlich noch dieses Jahr, geführt. Und im nächsten wird das ganze natürlich fortgeführt.

Das bietet eigentlich den perfekten Abschluss. In Hallo Unbekannt geht es darum, Menschen und ihre Geschichten kennenzulernen. Genau das war auch der ungeplante Leitfaden von 2009. Ich habe unsagbar viele neue Menschen kennen (und mögen, aber das kann ich ja niemandem sagen, dann ist mein Ruf im Eimer) gelernt. Seien es die Spacken aus Berlin und Köln, oder einfach die ganzen Hamburger Spinner und Spinnerinnen, die irgendwie plötzlich einfach alle da sind. Es ist mir eine Ehre und ein Vergnügen, Freunde.

In 2009 gingen Freunde, es kamen neue und es war awesome.

2010 wird legendary.

Rock ‘n’ Roll.

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  • uarrr!:

    Oh, Polaroid und Foto desselben kommt von Maria.

  • uarrr!:

    Und jetzt fallen wir uns alle in die Arme und weinen.

  • Anna:

    Wunderbar. Seit langem mal wieder ein Jahresrückblick der mir komplett gefällt! Highfive!

  • Martin:

    Hach, was für ein schöner Jahresrückblick. Auf das Nächste! :cheers

  • Jens:

    Yup, 2010 wird großartig.

  • Jeriko:

    Das mit den Freunden ist immer so. Ich hab meine Oberstufe auf einem Internat verbracht, wo alles nochmal eine ganze Ecke intensiver ist. Und trotzdem bricht das meiste sofort auseinander, kaum dass man sich nicht mehr jeden Tag sieht. So what. Bei sowas zeigt sich dann, wer die wirklichen Freunde sind.

  • Jeriko:

    Und die Ehre ist ganz meinerseits. Du Spackofatz :-)

  • MarcelR:

    Wie der “How I met your mother”-Kram alle ansteckt… nicht, dass ich kein Opfer davon geworden bin, aber ist interessant.

  • uarrr!:

    @MarcelR: Beste Serie 2009.

  • Jannik:

    Willst du nicht mal Jahresrückblicke für die ganzen großen Fernsehsender schreiben?
    :popcorn

  • kopfbunt:

    … du solltest Songwriter für Jahres-Abschluss-Baladen werden:D Ich finde es gut, dass du als kleiner Hosenscheisser mit Abi im Handgepäck schon so eine Einstellung hast, das zu machen was du für richtig hälst – Respekt. Meiner Meinung ist das der einzig richtige Weg – allerdings muss man trotzdem immer nach rechts und links schauen und manchmal auch eine kleine Kurskorrektur vornehmen. Also Spacken – dein Aufsatz bekommt ein Sternchen – Setzen!

  • Maxi:

    Naja, hier würde das dann wohl heißen “How I met my awesomeness” :rock

  • aNNa.FrOst:

    legen … wait for it….. dary!

    ich freu mich aufs nächste jahr. was anderes bleibt einem eh nicht übrig.. es kommt… ob wir wollen oder nicht!

  • uarrr!:

    @aNNa.FrOst: Verbringst du den Anfang nicht eh hier in Hamburg? Kann doch nur gut beginnen, wenn man die Stadt mit mir teilt. :P

  • Marc:

    Ist schön geschrieben und gefällt mir gut.

    Wünsch dir dann schonmal ein legendary Jahr 2010 mit viel Erfolg, damit man sich in einem Jahr an gleicher Stelle wiederliest und ich schreiben kann “ist schön geschrieben und gefällt mir gut” ;)

    Motto 4 2010: Mach was du willst.

  • Nadine:

    Ach herrje. Hätte nicht gedacht, dass mich jemals etwas rühren würde, was Du von Dir gibst. Dies tat’s irgendwie. Highfive.

  • Vergangenheit. | Tag und Nacht:

    [...] UARRR hat angefangen, ich bin der Zweite. Der Jahresrückblick [...]

  • jan:

    Highfive!

  • jakuuub:

    Wunderbar. Klingt wirklich awesome. Mach ich nächstes Jahr genauso. Also mal das, was ich will.

  • Jens:

    Ich glaub 2010 wird auch das Jahr in welchem wir uns endlich mal treffen. :)

  • uarrr!:

    @Jens: Das wär schnieke. Und sehr lustig, wenn wir merken würden, dass wir uns im Reallife gar nicht ausstehen können. :D

  • stomi:

    Sehr schön geschrieben. Dann also auf ins neue Jahr! :five