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netzwerkblogs

„Blogs sind tot“ unken die einen, die anderen wenden sich optisch fast vollkommen von der Blogsache ab und satteln auf Magazin um, wieder andere machen derzeit noch genauso weiter, wie vor drei Jahren. Der Hype ist vorbei, sage ich mal so, jetzt zieht nämlich der Alltag in die frische neue deutsche Blogwelt ein.

Was redest du da?
Derzeit merke ich verstärkt, dass eigentlich nichts mehr so ist, wie damals, als ich dieses Blogding hier startete. Damals, als es gleichzeitig bestimmt 20 andere Blogs im Dunstkreis gab, die regelmäßig geupdated worden sind, die sich untereinander verlinkten, unterstützen und Stöckchen zuwarfen. Das gibt es nicht mehr, zumindest habe ich das Gefühl, dass es diese Form von Blogs nicht mehr gibt. Viele Blogs sind gestorben. Lukas Ursprungsblog, monstrs.de, startete Anfang 2006 gleichzeitig mit meinem. Anfangs waren wir beide total gut dabei, dann wurde es bei Lukas immer weniger, dann gabs einen Relaunch unter neuem Namen und eigentlich ist der Laden seit anderthalb Jahren mehr oder weniger tot. Manchmal zuckt es noch, das hat er vielen anderen Blogs voraus, die höchstens noch mal ausgekramt werden, um bei irgendwelchen Gewinnspielen mitzumachen.

Und wie siehts jetzt aus?
Ich kann das alles natürlich nur aus meiner Sicht beschreiben, aber derzeit ist das Betreiben eines Blogs durchaus irgendwie eine andere Angelegenheit, als vor drei Jahren. Es passiert weniger. Damals gabs jede Woche irgendwas abgefahrenes neues, mit dem man sein Unding treiben konnte. Derzeit ist alles eher behäbig. Kommt mir zumindest so vor.

Außerdem verschiebt sich alles sehr Richtung Twitter. Was viele nicht einsehen wollen, aber es ist logisch. Es ist nämlich so: Die ganzen kleineren, privaten, Blogs lebten von Nichtigkeiten. Davon, dass jemand ein Bild seiner Pizza bloggte und darunter „NOM NOM NOM“ schrieb. Das dauerte minimal fünf Minuten. Bild machen, verkleinern, Blogeintrag dingsen, abschicken. Das schafft man jetzt innerhalb von Sekunden via Twitter und es lesen vermutlich sogar noch mehr Menschen.

Weiterhinmerke ich, dass ich meinen RSS Reader nicht mehr benutze. Seit einem Monat klicke ich fast ausschließlich auf „Mark all as read“. Ich kann mir nicht ganz erklären, warum das so ist, ich weiß auch nicht, ob es anderen ebenso geht. Was ich merkte ist, dass ich mich hauptsächlich auf Twitter verlasse, was das mitbekommen neuer Blogeinträge, Informationen und Whatever angeht.

Und?
Seit ein paar Wochen mache ich mir Gedanken darüber, wie es mit meinem Webkram weitergeht. Und ich wollte euch an dieser Stelle kurz mal an meinen Überlegungen teilhaben lassen. Unstrukturiert und wirr, wir immer.

Es gibt noch diverse Projekte, die über kurz oder lang an den Start gehen. Das, von dem ich mir am meisten verspreche, neben diesem Blog hier natürlich, ist hallounbekannt.de. Soweit alles gut geht, sollte das Ding am Samstag, oder Sonntag starten.
Weiterhin habe ich das Bedürfnis UARRR.org/blog etwas aufzuhübschen. Ob es ein ganzes Redesign geben wird, kann ich noch nicht sagen, aber es wird besser, auf irgendeine Art und Weise. Insgesamt sind so viele Dinge geplant, dass ich arbeitslos sein müsste, um alles irgendwie zu schaffen.

Was mich derzeit am Internet am meisten fasziniert, sind Fashionblogs. Das ist, aus meiner Sicht, derzeit der aktivste Teil des bloggenden Internet. Es ist unfassbar, wie intensiv die (hauptsächlich) Damen den Netzwerkgedanken vorantreiben, wie sie sich Gegenseitig Ansporn und Inspiration liefern. Sie zicken, schneiden und schleimen. Sie sind lebendig. Was man von uns anderen nicht wirklich behaupten kann.

Natürlich gibt es Ausnahmen. Wenn Kai zum Beispiel zu seiner „Ein Herz für Blogs“-Aktion aufruft, kommen plötzlich alle aus ihren Löchern gekrochen und verlinken fröhlich untereinander. Das hält dann ganze zwei Tage und danach verfallen alle wieder in ihren lethargischen Grundzustand.

Was das für mich heißt ist relativ klar. Es wird mehr Wahnsinn geben. Mehr Party, mehr Abenteuer, mehr Selbstironie, mehr Awesomeness.

Die Überlegung stehet im Raum eine Co-Autorin mit an Bord zu holen, vielleicht erstmal als Experiment. Außerdem überlege ich, einhergehend damit, in der Fashionbloggerwelt ernsthaft Fuß zu fassen. Auf welche Art auch immer.
Weiterhin werde ich mehr Vlogs machen. Youtube bietet ein unglaubliches Potential. Und wenn ich mir ansehe, dass Schminvideos 16.000 Views bekommen, dann sollte doch auch jemanden irgendeinen Spinner dabei zuhören wollen, wie er belanglosen Unsinn redet. Warum auch nicht.

So. Vermutlich sagte ich jetzt vieles, aber irgendwie auch gar nichts. Aber ich habe das Gefühl mich mal geordnet zu haben.
Merkt ihr? Ich schreibe längere Texte. Andauernd. Das gab es sonst nie. Alles geht den Bach hoch.

Don’t forget to be awesome. :rebell

Kommentare

  1. DU beschwerst dich über mangelnde Verlinkungen und fehlende Stöckchen? Das könnte daran liegen, dass du ohnehin kein Stöckchen von einem “Nicht-Elite-Blog” machen würdest, ganz davon abgesehen, dass dus vermutlich nicht merken würdest, wenn dir so jemand eins zuwirft oô

  2. @Hannah: Ich merke vermutlich mehr, als die meisten denken. Und ich habe nicht darum gebeten, wieder Stöckchen einzuführen. Aber vermutlich hat an der Stelle, an der ich “Stöckchen” schrieb dein Hirn ausgesetzt und du wolltest einfach nur noch irgendwas negatives schreiben. :doh

    Ich habe noch nie, respektive überaus(!) selten Stöckchen mitgemacht, und Stöckchen warens auch nicht, was Blogs damals aktiver machte, es waren die Leute.

  3. @Hannah:
    Vielleicht solltest du den Text lesen, unter dem du kommentierst. Ich beginne mit “Ich kann das alles natürlich nur aus meiner Sicht beschreiben […]” was ja wohl Subjektivität bedeutet.

    Aber meistens habe ich nicht so sehr Unrecht. Vermutlich gibt es noch irgendwo kleine, bis mittelgroße Bloggruppen, die untereinander aktiv sind, aber die sind dann, auch, so hart es klingt, belanglos. :weissnich

  4. Wir werden halt alles ein wenig älter, oder? Dürfte wohl auch ein Grund sein. Die Blogs, die ich heute lese, sind zu 90% auch die Blogs, die ich vor 2 Jahren anfing regelmäßig zu lesen. Das war immer so ein kleiner Kreis aus der riesengroßen Blogsuppe, die es im Internetz gibt. Und das da vieles weggestorben ist, ist mir auch schon aufgefallen. Ein bisschen mehr Funkyness und Schwung, fände ich toll. Verrückte “Stöckchen”, alberne, doofe Sachen…jap. Ich warte immer noch auf Kannis Wurstbattlebeitrag. ^_^

  5. Die Blogkreise, die du als belanglos bezeichnest, sind so klein, weil sich Leute wie du weigern, sie zur Kenntnis zu nehmen, sie zu verlinken etc. Versteh mich nicht falsch, ich mag, was du schreibst, ich les gern hier und ich les auch andere “große” Blogs, aber irgendwie seid ihr alle so darauf bedacht, unter euch zu bleiben und kleine Blogs als “belanglos” anzusehen, dass der aktive Blogkreis gar nicht größer werden kann..

  6. @Hannah: Und das siehst du vollkommen falsch. Es liegt daran, dass deren Inhalte beschissen sind. Warum sollte ich einen kleinen Blog lesen, der mich nicht interessiert?

    Bestes Beispiel GEGEN deine wilden Behauptungen: Mein Herz-Für-Blogs-Eintrag. Ich nenne meinen Blog jetzt einfach mal relativ “groß”, und ich verlinkte auf Maxi (http://maxikey.de/) den ja wohl vorher keine Sau kannte. Dann verlinkte Spreeblick auf Maxi, weil Johnny es hier gelesen hat. Am Ende verlinkte nochmal Kai auf dem Stylespion auf Maxi.

    Und warum das alles? Weil sein Blog gut ist (vorallem in Anbetracht seines Alters.)

    Heißt: Sei Awesome und du findest Beachtung. Wenn aber alle nur von ihrem letzten Ikea-Ausflug berichten, wird das doch alles nichts.

  7. Wie wär’s, wenn du das mit dem Fashionbloggen in Form von gezeichneten Figuren machst. Das wär doch mal was Neues. Und die Models sind, genau, wie du sie willst.

  8. @uarrr!: Wie willst du wissen, ob ein kleiner Blog dich interessiert, wenn du eh alles als “gelesen” markierst, was in deinem Feedreader ist? Generell bist du aber gar nicht unbedingt einer der “Schlimmsten” 😀 Du antwortest wenigstens noch auf Kommentare.

  9. @Hannah: Das mache ich seit einem Monat. Wie auch oben im Text steht.

    Und ab einer bestimmten größe eines Blogs, kann man bestimmt nicht mehr auf JEDEN Kommentar antworten. Und WILL es auch gar nicht, wenn man irgendwnan merkt, dass die Besucher 1. eh nur blödsinn blubbern oder 2. den Text nicht richtig gelesen haben.

    :doh

  10. @uarrr du weißt genauso wie ich, das es auf das ankommt was gebloggt wird und kartoffeln setzen nunmal nichts gegen illustrationen von gasmasken 😉 Es kommt nur darauf an wie der Blogger damit umgeht das er nunmal einfach ein kleines Lämpchen ist #glow

  11. Also toller Beitrag und Marcel hat völlig recht man muss etwas “besonderes”(hier als awsomeness beschrieben) bieten damit Blogs erfolgreich werden/bleiben, das ist wie alles im Leben! Ich finde Blogs toll und würde auch gern einen führen nur das Problem ist, was soll man schreiben? Woher die Zeit nehmen??? Diese frage würde ich gern mal an alle “großen und kleinen” Blogführer stellen! Ok Marcel trägt sein Talent hier breit aber viele bieten einfach keinen Inhalt weil Ihr leben genauso stressig/langweilig ist wie bei den Lesern… Ergo konsumiere ich lieber und ärger mich das ich nicht auch mehr Zeit und Energie in diverse sachen stecke…
    PS: toller Blog

  12. Ich hab mir letztens auch Gedanken zum gleichen Thema gemacht. Wie’s früher war – unsere Blogclique, die irgendwann immer größer wurde, aufboomte und dann in alle Richtungen zerbrach.

    Das Komische daran ist auch, dass ich die ganzen Jahre eines im Kopf hatte: Während sich alle anderen um Kopf und Kragen bloggten, hoch und runter kamen, auf Twitter oder Posterous umstiegen oder ganz von der Bildfläche verschwanden, warst du als mein Namensvetter immer einer der wenigen, die einfach ihr Ding durchzogen. Langsam aber sicher, neue Dinge ausprobierte, aber die Hauptsache UARRR.org/blog nie aus den Augen ließ. Also wissen wir alle ganz genau: Egal welchen Scheiß du anstellst, gemächlich kommste an dein Ziel, kein Zweifel.

    Aber Blogpartnerin dazu holen? Das würde Krieg bedeuten 😀 Dann schon lieber du als neuer Modeblogger im neuesten D&G-Kleid 😉

  13. Ach, Belanglosigkeit gibt es nicht. Schreibt wieder mehr über eure letzten Ikea-Besuche. Wegen solchen Einträgen habe ich das Blog-Lesen angefangen. Anke Gröner hat’s anders formuliert: Mir fehlen die Geschichtenerzähler. Und nochmal anders: Ich brauche Netzpolitik UND Amy&Pink UND Melancholie Modeste.

    Blog on.

  14. @Sven E.: Ich sage nicht, dass es keine Belanglosigkeiten geben sollte. Mein Blog IST (meistens) belanglos und hat vorallem so angefangen. Das kam nur bei der Diskussion um Bekanntheit auf. Belanglose Blogs werden nunmal nie groß.

  15. Hey ich find den Bach der hochgeht richtig geil. Lange nachdenk Beiträge FTW!
    BTW- was macht die Freundin deines Freundes aus der Kneipe ?????
    Das ganze “ich blogge meine Pizza” war ja schön und gut aber auf Twitter besser aufgehoben. Auf Twitter bist du deswegen ja jetzt auch Spammer 🙂
    Ob wichtig oder nicht entscheiden verdammt nochmal immer noch die die den Kram lesen und die geben dir ja mal recht wos nur geht.
    Bei noch mehr Awesomeness platzt der Blog und braucht n Redesign. Punkt

  16. Und genau deshalb benutze ich die delicious-Linklisten, also die automatisierten Blogpostings über delicious. So kann ich ständig neue Blogs verlinken, ohne großartig und ellenlang über diese schleimen zu müssen! 🙂

    Finde ich superpraktisch. So hat mal täglich seine “I <3 Blogs"-Vorstellungsrunde.

  17. Find gut, was du geschrieben hast. Im Prinzip würd ich sagen, mach das was du willst, hauptsache du verstellst dich nicht. Also wenn du dich entscheidest mehr in Richtung Fashion zu bloggen, machs, wenn du richtig Bock drauf hast und nicht weils momentan am angesagtesten ist in der Blogosphäre. Aber ich denke, so einer biste auch nicht. 😉

    Kenn solche Probleme aber auch selbst. Mein Blog liegt auch seit Monaten brach. Konzept fehlte, Ideen fehlten. Mittlerweile hab ich Ideen, die aber so unterschiedlich sind, dass sie auf zwei Blogs verteilt werden sollten. Da muss dann aber auch wieder mehr Zeit hervorgezaubert werden. 😀

    Wie dem auch sei, stay awesome Marcel!

  18. und ich bin gerade dabei mir ein blog zusammen zu basteln 🙂
    na ich hoffe ich hab den trend nicht verschlafen, denn ich bin ein neuling in der szene. hab das bloggen erst vor zwei wochen angefangen^^

  19. ich habe sogar alles bis zum ende durchgelesen, aber nach den kommentaren wieder vergessen. (ich hätte mir notizen machen sollen.)

    ich verstehe nicht, wie ein kerl so fasziniert von schminkvideos sein kann. das ist aber irgendwie auch furchtbar niedlich.

    ooh und wegen deinem anmach-dilemma: “na schnuggie, willste meine co-bloggerin sein?” 😀

    und: noch ein bisschen frauen zeichnen üben 😮 und dann alle tollen fashion-bloggerinnen in ein fashion-bloggerinnen-comic oder so.

    vlog: ich höre dir gerne zu, wenn du belangloses zeug redest oder schweigst.

    und den rest hab ich vergessen.

  20. Hm. Ich denke, generell gibt es keinen schlechten Content, es sei denn, man vergewaltig Interpunktion und Rechtschreibung völlig.
    Ich bin erst seit knapp einem Jahr dabei und kann nun noch nicht so viel dazu sagen, weil ich am Anfang einfach nur geschrieben habe und das wars. Heute lese ich, ich kommentiere und empfehle. Ohne diesen Kram würde man gar keine Aufmerksamkeit erlangen. Wie auch, wenn einen niemand kennt?
    Naja, nun wieder zu der Sache guter Content/schlechter Content:
    Ich denke, der Inhalt kann nicht schlecht oder gut sein. So pauschal kann man das nämlich nicht sagen. Jeder hat ein völlig anderes Empfinden, was so etwas anbetrifft. Einige verachten manche Blogs, weil sie nur über Privatkram berichten. Andere, beispielsweise deine Leser, lieben privaten Content.
    Andere wiederum hassen Blogs mit festgelegtem Thema – wieder andere hingegen lesen ebendiese, weil man so vieles zu einem Thema erfährt.
    Aber was hat man davon, wenn man dann selbst bloggt und nur Blogs liest, die zu einem bestimmten Thema sind? So hat man selbst auch keine Inspiration zum Bloggen und bloggt selbst nur über Newsmüll, lässt seinen privaten Kram allerdings komplett außen vor. Solche Blogs langweilen mich tierisch. Blogs sollten nämlich nicht objektiv, sondern subjektiv sein. Für alles andere gibt es Newsportale.

    Nur meine mickrige Meinung.

  21. @Dominik.:
    Ich würde sagen, ich kann dir da in jedem Punkt zustimmen.
    Jeder soll entscheiden, was ihm gefällt und was nicht und dann auch eben das lesen.
    Ich persönlich kann z.B. mit Fashionblogs überhaupt gar nichts anfangen. Klar die Bilder angucken ist mal ganz schön. 😛
    Aber so die Blogs an sich sind nicht meins, trotzdem haben diese Blogs genau die gleiche Daseinsberechtiung, jeder andere Blog auch.
    Ich denke mit ner guten Tüte Humor, Ironie und Spaß an der Sache findet man mit (fast) jedem Content auch seine Leser.
    Gruß

  22. vielleicht wird jetzt, nachdem sich die “belanglosigkeiten” gen twitter erlagert haben, wieder mehr der content king?

    so sehe ich das bei fashion-/beauty-blogs und dem ganzen schminkkram auf youtube. da gibt es ja schon einen inhalt. klar, viele postings sind auch eher: schaut mal, was ich heute trage. aber wie du schreibst, das bietet den leserinnen dann eine gewisse inspiration.

    ich kriege tipps für dinge, die ich auf mein leben übertragen kann (auch wenn es keine weltbewegenden themen sind). ich kriege produktreviews. ich kriege step-by-step-anleitungen.

    ich denke nicht, dass der erfolg auf jedes andere thema (und viele private blogs haben ja nicht so ein richtig ein “grundthema”) übertragbar ist.

    16.000 menschen schauen ein make-up-video an, weil sie daraus was lernen können, was sich besser in einem video als in einem geschriebenen text oder mit fotos vermitteln lässt. das hat irgendwie sinn, genau DAS als video zu machen.
    (stricken hab ich auch erst mit hilfe von youtube-filmchen ansatzweise kapiert.)

    für alles andere wie “schau mal das süße foto” und “hihi, witzig” haben doch twitter/facebook und sowas wie fffound oder meinetwegen auch tumblr das “klassiche privatblog” abgelöst. mehr community als einzelkämpfer-ding vielleicht mittlerweile, mit rebloggen/retweeten, bewerten etc.

    neben den themenblogs (mode, beauty, kochen, design, evtl. mal einrichten) lese ich selbst eigentlich am liebsten privatblogs mit bildlastigem inhalt. ich hab einfach oft nicht den nerv, mir irgendwelche langen texte durchzulesen (sind ja auch meist inhalts- / belanglos), mit bildern (aus seinem alltag, keine “schönen fotografien”) kann man bei mir punkten. blog-fast food sozusagen.

  23. Mensch, da fällt mir ein ich kleiner Hund wollte auch bloggen – ich mache glaube ich einen Antwort-Blog demnächst, wo ich auf alle Posts der großen Blogs antworte. Schamlos wie ich bin….

  24. Wenn ich nur etwas mehr Zeit hätte… Themen über die ich schreiben könnte und obendrein noch interessant sind, habe ich genügend – glaube ich jetzt einfach mal. Aber ich bin zum Teil so sehr mit diesen interessanten Dingen beschäftigt, dass ich keine Zeit habe darüber zu schreiben. Was ich sehr schade finde 🙁

    Solche Beiträge wie diesen hier, finde ich sehr inspirierend und ich bekomme wieder richtig Lust was zu schreiben/bloggen … Mehr davon 😉

  25. @uarrr!: fazit: such dir ein crazy thema, was noch im kommen und nicht total “durch” ist (zb fusspflege, ernährung durch “sonnenkost” oder burn-out-syndrom) und mache einen blog dazu auf. wenn das thema dann kommt und du einer der ersten warst und nicht der 100.000, der die selben inhalte anderer blogs in zb einem design-blog nur wieder aufwärmt, dann wirst du vom bloggergott mit vielen lesern beschenkt werden 🙂

    bei der themenfindung bin ich gerne behilflich – siehe klammer. 🙂

  26. @julie: harhar. nee, ich bin mir meinen themen ganz zufrieden. also ist halt das, was mich irgendwie interessiert und was angeht. und es läuft ja auch ganz gut, ich beschwere mich nicht über mangelnde besucher. ^^

  27. Seitdem ich Student bin, nutze ich meinen Feedreader eigentlich aktiver als je zuvor.
    In den Vorlesungen kann man an nichts vernünftig arbeiten. Daher liest man halt mal wieder in den ganzen Blogs, die man sonst nicht mehr lesen würde.
    Vielleicht sollte ich mir Twitter doch mal ansehen :hoho

  28. Der Herr Uarrr als Fashionblogger?
    Wie soll das aussehen? Anpreisung von tollen neuen Jimmy Choo Frauenstiefeln bei H&M, Werberei für die eigenen Shirts oder irgendwelche Modezeichnungen ala Jette Joop kreieren? Ich kann mir diese ganze Fashionbloggerei bei einem Marcel Wichmann ziemlich schwer vorstellen. Gerade weil du ja mehr oder weniger den ganz normalen “Casualstil” pflegst und die ganzen Mode-/Fashionbloggerpüppchen teilweise wie eine Inkarnation eines Seconhandladens aussehen.
    Nichts für ungut, kanns mir nur sehr schwer bei dir vorstellen.
    Vor allem kannst ja gerade DU dich nicht über mangelnden Zulauf oder Kommentare beschweren.
    So far, ich bin gespannt. :yes

  29. ÄÄÄÄÄÄÄy,Guybrush!!! schwing dein schwert mal nich wie nen staubwedel und laber kein dreck, von dem du nix ahnung hast!!!

    Modebloggerinnen sind in keinstem falle die “Inkarnation eines Seconhandladens”. und auch dein “teilweise” rettet diese aussage nicht.
    einige versuchen sich von der masse abzuheben, indem sie auf scndhand klamotten umsteigen, weil sie so individueller wirken.
    aber “teilweise” alle modeblogger so über einen kamm zu scheren is dämlich und zeugt von null-ahnung!
    wenn monsieur uarrr von modebloggen spricht, wird er unter garantie nicht den selben daily-outft-post und tussi-kram posten, wie wir fashionbloggerinnen.
    NACHDENKEN!
    ich wäre äußerst entzückt!

  30. Ich glaube auch nicht, dass die Zeit der Blogs vorbei ist. Aber, dass es — wenn man eine etwas größere Leser- und Kommentarschaft (?) anpeilt — vielleicht noch mehr als früher auf ein gutes Konzept und dann gute Beiträge ankommt.

    Die Modeblog-mal-anders-Idee find ich klasse, bin gespannt. Gerade von nem Typen mit eher Casualstil. (Einen gezeichneten von einem Mann hab ich irgendwo schonmal gesehen, der war auch recht bekannt, ich glaube Designer aus den USA. Fällt mir nur leider grad nicht ein wie der hieß.)

  31. “Blogs sind tot.” Am Arsch damit, Print ist genauso tot wie jeder noch die Bild oder Express kauft. Ich schreibe jetzt bestimmt auch schon seit zwei Jahren unter verschiedenen Titeln, Themen und habe bis heute keinen Erfolg. Bei Twitter hab ich auch genug follower, wurde bei AmyPink schon erwähnt und habe vom Kai ein Tshirt gewonnen und mich mit ihm im betrunkenen Kopf angelegt. Mit dem Martonos hab ich in der Kälte gestanden Bier gesoffen und war glücklich, bin sogesehen ein “Problogger Groupie” Diese Woche ist nun bei uns die Entscheidung gefallen das wir noch einen Autor brauchen, da Liz und ich zuwenig Zeit hatten um uns noch vernüftig manchen Gedanken hinzugeben. Daher sind wir nun zu Dritt und das ist gut so. Und was ich eigentlich schreiben wollte habe ich jetzt auch vergessen. Verdammt.

  32. So wie ihr euch hier gegenseitig an die Wand diskutiert, bin ich ja fast zu eingeschüchtert um meine Meinung zu schreiben.
    Klar gibt es eine Tendenz hin zu Twitter. Aber das kann man auch prima nutzen, die allermeisten Fashionbloggerinnen (mich eingeschlossen) geben auf Twitter mit kurzer Themenangabe Bescheid, was sie gerade gepostet haben. Klappt doch super.
    Ansonsten nerven mich die vielen Girlies, die anfangen zu bloggen in der vagen Hoffnung eines Tages ‘berühmt’ zu werden und möglichst zwei Wochen nach ihrem ersten Post erwarten, dass Chanel ihnen Gratisklamotten schickt. As if…
    Ich blogge seit ca. einem halben Jahr und was mich stört ist, dass ich viele tolle Blogs nur per Zufall entdecke. Es gibt einfach Zilliaden davon, weil sich selbst Lieschen Müller einen Blog einrichtet um die Welt an ihrer Gesichtscreme teilhaben zu lassen. Liebe Grüße,
    Lilly

  33. dass manche Blogger ernsthaft selber von sich denken, sie würden ein großes Blog führen, gehört wohl dazu. Peinlich ist es trotzdem. So wie hier.

  34. Blogs könnten eine ganz neue Blüte erleben, wenn real wird, was die Verlegerszene gerade durchsetzen will: ein Leistungsschutzrecht, das jegliches Verlinken (nur Titel oder mit kleinem Auszug dabei) kostenpflichtig macht. Für Google, aber auch für alle anderen, jedenfalls dann, wenn mit dem Blog auch nur minimalste Werbeeinkünfte erzielt werden.

    Mit einem Mal wären große News-Quellen, über deren Inhalte sich Blogger häufig äußern, quasi in ihren Containern isoliert: denn wer setzt denn noch einen Link, wenn man fürchten muss, dass da gleich jemand abkassieren kommt.

    Das würde viele Blogger evtl. bewegen, sich umfangreicher wichtigen Themen zu widmen (Netzpolitik, Wirtschaft, Klima, Krise etc.), denn sicher würde sich schnell ein Symbol etablieren, mit dem man sein Blog als “kostenlos verlink- und zitierbar kennzeichnen würde. Was wiederum dazu führt, dass Blogs auch mehr verlinkt würden, da die ganzen SPON, FAZ, ZEIT etc.-Links wegfallen.

    Mehr zum Vorhaben der Verlage:

    “Fair Share”: Verlage sollten angemessen an Werbeeinnahmen aus Links beteiligt werden
    http://carta.info/18559/fair-share-verlage-leistungsschutzrecht-robert-schweizer/

    Kernsatz des ellenlangen Artikels, bzw. des angestrebten Leistungsschutzrechts:

    “Die Presseverlage haben das ausschließliche Recht auf Vervielfältigung, Verbreitung, öffentliche Wiedergabe und öffentliche Zugänglichmachung der – auch digitalen – Presseerzeugnisse.”

  35. Dieses “Bloggen-ins-Grab-schwätzen”, das seit geraumer Zeit seine Kreise zieht, geht mir persönlich bös auf den Senkel.
    Ich könnte jetzt auch noch gebetsmühlenartig in den Abgesang einstimmen, der unangebracht ist, aber anscheinend so schön polarisiert, dass er immer wieder hervorgeholt wird.

    Jetzt mal ehrlich, muss man den Reader regelmäßig lesen? Auch wenn man keine Zeit/Lust/Nerven hat? Muss man regelmäßig bloggen? Auch wenn man keine… siehe vorheriger Satz? Muss man kommentieren um nicht in Vergessenheit zu geraten? Auch wenn man keine….

    Ich hab einen Nischenblog und der wird nur gefüllt, wenn ich Füllmaterial habe, Lust habe, Zeit habe, Nerven habe. Ich habe keine Statistik laufen. Brauch ich nicht. Ich weiß nicht, wer mir welchen Buchstaben aus dem Alphabet vorne dran setzen würde und warum. Ist mir auch wurscht.

    Zugriffszahlen werden zum Porsche, den man sich nicht leisten kann, auch wenn man noch so viel Werbung schaltet. (nicht Du, Uarr – ist nur so eine halbakademische, pauschel gehaltene Feststellung)
    Unter diesem ganzen “höher-schneller-weiter” leidet die Qualität. Und ich miste meinen Reader aus. Wenn ich Zeit, Lust, Nerven dazu habe… und die ein oder andere, neu gefundene Perle darf dann auf eine freie Stelle ziehen. So wie diese hier. Bis zur nächsten Runde.

  36. oh, ich hab nun nur den anfang gelesen, danach alle als gelesen markiert…
    weil, im reader mach ich das weil ich mal endlich aussortieren muß, weil, ich so lange einfach immer nur dazugeschmissen habe und so vieles dabei ist, das einfach nur übersprungen werden…. kann…
    schon viel zu lang, wollte eigentlich nur schreiben;
    die fliege, es war die fliege!!!!
    sie war super! papaya außerdem auch noch! so! jawohl!

  37. p.s. du bist doch auch vernetzt mit den fashionblogger/innen. heißt das du bist auch schon einer? 😀 viele “mode”-blogs sind doch eigentlich private interessen blogs? wie definiert man seine blogdefinition?

  38. Ist das gerade ein negativer hype im deutschen netz, dass blogs doch tot sind und wer kann sich anmassen, diese analyse abzugeben?

    anstatt euch darueber zu unterhalten, was ein kleines oder grosses blog ist (uebrigens ist das “ich habe ein grosses blog” sowas von deutsch. Erstes, bestes, exklusiv und groesstes sind die typisch teutonischen schwanzverlaengerungen), solltet ihr einfach bloggen.
    Es gibt in deutschland keine grossen blogs, von Netzpolitik mal abgesehen aber auch das ist traffictechnisch nicht der bringer, trotz der omnipotenz in den klassischen medien. (wobei ich natuerlich trotzdem jeden den traffic von netzpolitik wuenschen wuerde)

    aufhoern zu noergeln und einfach mal machen und alles wird gut 😉

  39. @Sascha Pallenberg: Du empfielst mit großen Worten, was wir nicht mehr tun sollen, ich gebe dir, stellvertretend für 90% der anderen, die irgendwas redeten, folgenden Tipp:

    Lernt. Vernünftig. Lesen.

    Ihr Interpretiert irgendwelchen Schwachsinn in irgendwelche Texte, der so nie geschrieben wurde.

    :kirre

  40. Während ich das hier lese und bei den Kommentaren schon ziemlich weit unten angelangt bin, läuft auf ZDFinfo ein Beitrag bei dem hellhörig werde, als ich Worte wie “der Filmemacher beschäftigte sich mit dem Thema ‘bloggen’: Was bringt Menschen dazu, Beiträge und Texte online zu veröffentlichen, sich dafür so viel Zeit zu nehmen …” und so weiter.
    Ich blogge seit einem Jahr, mal mehr, mal weniger regelmäßig. Ich gehöre nicht zu den Modebloggern, will nicht zu privat werden und bekomme trotzdem wunderbares Feedback von meinen Lesern. Innerhalb dieses Jahres habe ich festgestellt, dass es eine Blogosphäre gibt, dass es mich inspiriert und dass, (unfassbar aber wahr) auch ich anscheinend Leute inspiriere.
    Nein, ich habe keinen Vergleich zu früher, ich bin ja noch nicht lange dabei und noch sehr klein, trotzdem habe ich nicht den Eindruck, dass es bergab geht. Viel eher entdecke ich immer mehr tolle Blogs, bin begeistert über diverse Netzwerke und beobachte auch bei nicht-Bloggern ein großes Interesse an dem Medium.

    Jetzt wird erstmal hier herumgestöbert. Ich bin gespannt, ob mich noch mehr so interessante Artikel erwarten.