☰ Mobiles Bloggen – Eine Anleitung

mobilesbloggen01

Mobiles Bloggen ist Blödsinn. Das könnte man erstmal so stehen lassen, stimmt es doch zum größten Teil. Allerdings gibt es Anwendungsbeispiele, bei denen es durchaus irgendwie einen Sinn macht.

Vorweg: Mobiles Bloggen ist tatsächlich Blödsinn, wenn man längere Texte schreiben will. Es gibt diverse Programme für diverse Handys (aka Smartphones), die es einem ermöglichen seinen WordPress- oder Whatever-Blog zu befüllen. Aber will man das wirklich? Möchte jemand einen 2000-Wort-Beitrag über die Bundestagswahl auf seiner dämlichen iPhone-Tastatur tippen? Nee.

Jetzt gibt es aber eine große Fülle an privaten Blogs. Dieser hier ist vielleicht auch einer. Irgendwie. Und wenn man gerne, wie es hier der Fall ist, einfach nur mal ein Bild und einen Satz postet, dann ist die von mir gleich vorgestellt werdende (yeah, Satzbau!) Lösung, zumindest soweit ich weiß, die beste und schnellste. Und vorallem: Sie funktioniert auf jedem internetfähigen Handy. Awesome? Awesome! Da ich aber nur eines habe, zeige ich es anhand des iPhones.

Zutaten:
– Internetfähiges Handy (muss kein iPhone sein)
– Internetfähiger Handytarif (tja.)
– Internet (well…)
– Einen Flickr.com-Account (ist kostenlos.)

Es ist nämlich so. Flickr bietet die Möglichkeit einen Blog zu konfigurieren. Ihr geht, und ich kanns gerade nur auf Englisch sagen, aber wird nicht so schwer zu finden sein, auf You –>Your Account –> Email.

mobilesbloggen02

Jetzt steht dort eine Liste mit Dingen, wie “Your contact email(s)”, “Your Flickr upload email” und “Your blog upload email”. Und wenn ihr euren Flickr-Account noch nicht dementsprechend konfiguriert habt, müsste neben der Blog-Upload-Email ein Text stehen, der ungefähr so klingt:

Before we can give you an upload-to-blog email address, you’ll need to tell us a little about the blog(s) you want to upload to.

Abgefahren. Genau das, was wir wollen. Cool. Dann klickt man also dort auf den Link und befolgt die Instruktionen. “Set up your blog.” ist im englischen der richtige Link.

Wenn man das alles richtig gemacht hat, und davon gehe ich jetzt mal aus, dürfte der eben zitierte Text nicht mehr unter “Email” stehen, sondern eine E-Mail Adresse, die ihr besser niemandem verratet.

Wenn ihr nämlich jetzt mit eurem Mobiltelefon ein Bild macht:

mobilesbloggen03

Es dann per E-Mail an die jetzt neue Post-To-Blog-Adresse schickt:

mobilesbloggen04

Könnt ihr in den Betreff die zukünftige Überschrift des Blogbeitrages schreiben. Und wenn ihr noch Text zum Bildanhang packt, wird dieser auch im Blogeintrag angezeigt:

mobilesbloggen05

Absenden, fertig. Es erleichtert einen dabei einiges, wenn man sich einen “Flickr”-Kontakt im Adressbuch anlegt.

Warum das die beste Lösung ist?

Es gibt natürlich Programme, die das ganze auch machen und das Bild sogar direkt in den Blog hochladen, so, dass man es auf dem eigenen Server hat. Die offizielle iPhone-Wordpress-App zum Beispiel. Deren Nachteil? Man hat keine Konfigurationseinstellungen, die genügen. Wie der Beitrag letztendlich angezeigt wird liegt nicht in der Hand des Benutzers, sondern der Programmierer des Programms. Ätzend. Flickr macht das anders, es bietet dem Benutzer die Möglichkeit der Konfiguration des Aussehens eines gebloggten Bildes.

Diese Einstellungen dafür sind unglaublich versteckt.
So gehts: You –> Your Account –> Extending Flickr –> Your Blogs (ganz unten) –> Edit –> Layout

Dort kann man alles nach belieben einstellen. Es ist sogar möglich eigene IDs zu vergeben, damit man mobil gebloggte Einträge anders anzeigen lassen kann, etc. Abgefahren, oder?

Der einzige Nachteil ist, dass man die größe des Bildes nicht absolut anpassen kann. Wenn ich mich in diesem Punkt irre, lasse ich mich sehr(!) gerne eines besseren belehren.

Achja! Falls die Frage aufkommt: Ein gratis-Flickr-Account zeigt immer nur die letzten 200 Bilder an. Wenn man Bilder aber einbindet, werden diese dort immer angezeigt. Ihr könnt den Flickr-Account also endlos für diese mobile Blogging Angelegenheit nutzen.

Hoffen wir mal, dass ich nichts vergessen habe. Bei Fragen fragen.

Kommentare

  1. Okay. Also, ehm, wieso tust du es dann nicht einfach? (also, es nicht zu tun.)
    Ist aber unglaublich spannend. Wuerde ich auch glatt machen, wenn ich einen Blog haette und nicht zu faul waere, meinem Palm das Internet anzuverleiben, was meinem Mobilfunkanbieter aus der Seele – bzw dem Portal – spricht.

  2. @Jeriko: Nicht das, was CSS vermuten lassen könnte. Meine damit, dass ich Flickr nicht sagen kann, dass es die Dinger bitte in 600px Breite posten soll.

    Zumindest nicht in vernünftiger Qualität.

  3. @Inge: Das ist ein ganz ganz dummer Kommentar, aber das weißt du vermutlich?
    Um deine Frage zu beantworten: Ich benutze Flickr! Und viele Millionen andere! Zum Beispiel um mobil zu Bloggen. Denn darum geht es hier, was du vermutlich nicht weißt, weil du, nachdem das erste mal der Name “Flickr” fiel, unbedingt kommentieren musstest, dass du eine der unzählbaren Flickr-Alternativen kennst.

    Gute Arbeit!

  4. @Jeriko: Ich bin mir gerade nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass man auch die Möglichkeit hat, die in der größten Auflösung, die man da hochläd, einzubinden. Aber ist die Qualität bei CSS-Verkleinerung gut?

  5. Aber nützlich können sone Handyprogramme auch sein.. .also nen WordPress-Programm hab ich letztesmal schon gebrauchen können. Zwar nicht um nen Beitrag zu schreiben (wär Quatsch, wie Du schon sagst), aber kleine Änderungen kann man daran schon durchführen, wenn man grad keinen PC zur Hand hat.

  6. @Christoph: Sowas in der Art hatte ich ursprünglich. Diese “kurzen” Beiträge, die nur aus etwas größerem Georgia-Text bestehen waren ursprünglich meine “Mobile”-Kategorie. Klar ist das alles möglich, aber weniger praktisch.

    Und der Umweg über Flickr ist ja nur ein digitaler. Ich selbst mache ja keinen.

  7. Man kann also bei flickr in den Einstellungen dann eine ID entsprechend einer Kategorie eingeben, oder wird der Beitrag dann in keine Kategorie abgelegt? Ist also unkategoriös?^^

  8. Dein Link bleibt zumindest drin. Der Artikel ist super. | nebenbei: Deine Trackbacks wären eh nofollow und damit für Google uninteressant. Der hat mit SEO also nix zu tun. | twitterst Du?

  9. Pingback: writtn.de