Ein iPad als Laptopersatz

Ich will seit Monaten einen Blogpost über mein iPad Pro (10.5″), und wie es tatsächlich mein Leben verändert hat, schreiben. Allerdings kamen dann zweihundert Sachen dazwischen. Aber jetzt stellt sich heraus, dass das eine gute Sache war, weil jemand anderes das jetzt viel besser gemacht hat.

Aber zuerst zu meiner Situation: Ich nutze mein Macbook wirklich nur noch für alles, was mit Design zu tun hat. Sketch, Abstract, etc. Sobald ich Feierabend mache, klappe ich das Macbook zu und erst wieder auf, wenn ich wieder anfange zu arbeiten. Alles dazwischen mache ich mit dem iPad. Teilweise war das Macbook für bis zu einer Woche unbenutzt. Das gab es vor dem iPad Pro und einem der letzten iOS Updates nie!

Wenn ihr euch im Detail für das Leben mit einem iPad Pro interessiert, lest diesen Blogpost von Paul Stamatiou. Er nutzt zwar teilweise andere Software als ich, aber die Grundaussagen kann ich alle so unterschreiben.

Wenn ihr spezielle Fragen zu Software habt, die ich benutze, schreibt mir gerne auf Twitter.

SPIDER-MAN: INTO THE SPIDER-VERSE Trailer

Eigentlich poste ich hier ja eher selten “Netzfundstücke”, wie so Deutsche im Internet sie gerne nennen, aber dieses Netzfundstück ist ja wohl mal der Oberburner, wie so coole Kids sagen. Ich liebe alles an diesem Artstyle. Er ist so kantig und ruckelig und trotzdem fließend. Dazu kommt ganz fantastisches Charakterdesign und dieser merkwürdiger phase-shifting Effekt und whoa. Ich will jeden einzelnen Frame des Trailers als Poster in meiner Wohnung hängen sehen. (via)

Ein Blogpost über die WWDC 2018 Keynote und iOS 12

Gestern Nachmittag fuhr ich zu Martin. Sowohl um von dort aus noch ein bisschen zu arbeiten, als auch um später gemeinsam die Apple WWDC 2018 Keynote zu gucken. Manchmal tut von anderen Orten aus arbeiten mir gut.

Keynotes tun mir nicht wirklich gut, aber unterhalten mich meistens sehr. Ich mag, wie dann hunderte Nerds in meiner Twitter Timeline vor ihren Fernsehern und Computern sitzen und zu jedem Unsinn ihre Meinung in Tweetform gießen. Hervorragende Unterhaltung, zwei Mal im Jahr.

Gestern wurden allerdings, wie zu erwarten war, nur Software-Updates vorgestellt, was theoretisch aufregend genug ist, weil Software für Apple Betriebssysteme mein Job ist, aber diese Releases werden quasi nur Bugfix-Versionen mit ein paar kleineren neuen Features, die für meinen Job Größtenteils irrelevant sind.

Auf dem Rückweg machte ich Bilder vom Ostkreuz.
Warum auch nicht.

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Wie man in 2018 einen erfolgreichen Blog führt

Mein Mai war ein sehr erfolgreicher Monat. Ich wurde 29, womit ich mit 3 nie gerechnet hätte und außerdem schrieb ich so viele Blogposts, dass die gesamte erste Seite und ein Teil der zweiten aktuell aus frischen Beiträgen besteht. Das gab es seit langer Zeit nicht mehr.

Ich, ein farbenfrohes T-Shirt tragend und eine der Krücken meiner Freundin festhaltend, auf einer Bank in Berlin auf eine Tram wartend.

Mit diesem Erfolg als Grundlage, dachte ich mir, dass es an der Zeit ist, meine Blog-Autor-Weisheit mit anderen Leuten zu teilen, die vielleicht einen Anstoß brauchen und nicht wissen, was für Tricks und Kniffe man in 2018 anwenden muss um noch erfolgreich in der, Achtung, ein ausgestorbenes Wort, Blogosphäre zu werden.

Hier also meine Top 5 Liste von Tricks zum Führen eines erfolgreichen Blogs.

  1. Legt euch einen Blog an. WordPress, Tumblr, Medium, völlig egal, Hauptsache es hat ein Textfeld, das eure Beiträge freudig empfängt und einen “Veröffentlichen” Button, der sie mit der Welt teilt.
  2. Stop giving a fuck.
  3. Stop giving a fuck.
  4. Stop giving a fuck.
  5. Stop giving a fuck.

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Die beste Pizza meines Lebens

Aus irgendwelchen irrationalen Gründen ist Pizza für Leute ein großes Thema. Es gibt sogar Menschen die sich Pizza tätowieren lassen. Ist schon okay, am Ende sterben wir alle und dann war das sowieso nicht der Rede wert.

Natürlich mag ich auch Pizza, sehr gerne sogar. Meine Lieblingsgeschmacksrichtgung ist Thunfisch. Kann man unmoralisch finden, aber ehrlich gesagt waren mir Thunfische schon immer suspekt. Habt ihr mal gesehen wie groß die sind? Das ist doch Quatsch. Delfine hingegen sind mir nicht suspekt, die sind ja auch Säugetiere, glaube ich. Auf jeden Fall irgendwas, was man initial gar nicht erwarten würde, so wie Pinguine gar nicht Vögel sind, oder so. Ergibt aber auch ein bisschen Sinn, ausgehend davon, dass sie nicht fliegen können.

Wie auch immer, auf jeden Fall gehört zu den ausführlichsten Urlaubserzählungen von Leuten immer, dass sie irgendwo die beste Pizza ihres Lebens aßen. Seit ich Urlaube mache und in Restaurants speise warte ich auf meinen einschneidenden Pizza-Moment. Die Situation, in der ich in irgendeinem kleinen Restaurant in Rom eine Pizza bestelle, hineinbeiße und rückwärts vor Begeisterung vom Stuhl kippe, den Nachbarstisch mit mir mitreiße, alle Kerzen umkippe und letztendlich allen 52 Gästen und 21 Angestellten das Leben koste.

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Buchvorstellung: Der Fänger im Roggen

Auf meiner Suche nach Weltliteratur, die mich vor anderen Leuten als belesene Person dastehen lassen könnte, stieß ich über Der Fänger im Roggen.

Bis vor anderthalb Wochen hatte ich kein Interesse an dem Schinken, ist doch meine Begeisterung für Getreide eher gering. Allerdings stieß ich dann zufällig auf eine grobe 3-Satz-Zusammenfassung auf Goodreads und dort klang es gar nicht nach einer Ansammlung von Roggenfakten.

Tatsächlich geht es um einen amerikanischen Jungen in der Nachkriegszeit, durch dessen Augen man die damalige Gesellschaft betrachtet und nach und nach sein Weltbild verstehen lernt.

Viele von euch haben es vermutlich in der Schule lesen müssen, an mir ging es dort allerdings vorbei, daher konnte ich mich mit relativ erwachsenen Augen im Protagonisten und seiner Arschlöchrigkeit wiedererkennen.

Schwieriges Buch. Ich kann irgendwie die negativen Rezensionen auf Goodreads nachvollziehen. Klar, es ist keine Wohlfühlgeschichte, auch keine aufregende oder interessante, aber trotzdem hat sie mich irgendwie mitgerissen. Insgesamt freue ich mich es gelesen zu haben. Den Prozess habe ich auf jeden Fall genossen und jetzt, mit ein paar Tagen Abstand und 3-4 Zusatz-Meta-Infos zum Buch, kann ich verstehen, warum es so ein großes Ding ist. Meine Empfehlung, falls generelles Interesse besteht.

Tatsächlich, so als nebenbei Funfact, habe ich das Buch in Papierform gelesen. Das kommt sonst nie vor, aber irgendwie gibt es keine E-Book-Variante davon. Das grenzt zwar schon an Perversion, war aber auch mal wieder ganz schön.

Asoziales Design

Wenn ich Beiträge über Design schreibe, dann schreibe ich sie meistens darüber, wie man ein besserer Designer wird. Dieses Mal möchte ich einfach nur auf ein Produkt hinweisen, das eindeutig nicht gestaltet wurde um dem Nutzer ein möglichst gutes Leben zu bereiten. Im Gegenteil.

Es geht um Tumblrs Lösung um DSGVO konform zu sein. Hier soll es nicht um das Gesetz, oder den Sinn oder Unsinn dahinter gehen, sondern darum, wie man als Designer ein neues “Feature” dieser Art implementiert. Besonders wenn man den Plan verfolgt die neuen Möglichkeiten, die Nutzer durch dieses Gesetzt haben, nicht wiiiiirklich den Nutzern anbieten zu wollen. Das generelle Stichwort für das, was hier eingesetzt wird, ist “Dark Patterns”, falls ihr mehr dazu lesen wollt. Nur mal am Beispiel von Tumblr.



Das hier bekommt man aktuell, wenn man das erste Mal seit DSGVO auf Tumblr geht. Relativ eindeutig. Hey, wir haben unsere Datenschutzsachen angepasst, dies das, hier klicken um zuzustimmen. Natürlich ist dieser Button der auffälligste, man will ja, dass der Nutzer nur schnell zustimmt, damit man nichts ändern muss und weiterhin genau so viele Daten sammeln kann.

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Neunundzwanzig

Ich bin jetzt 29 Jahre alt. Der Alterswechsel war mit Cocktails und Dumplings verbunden, was es automatisch zu einem guten Erlebnis macht.

29 klingt irgendwie alt. Eigentlich ist mir mein Alter egal, aber 29 klingt wie der allerletzte Moment von “jung”, bei dem eigentlich alle schon wissen, dass “alt” direkt um die Ecke ist. Von 30 will ich gar nicht erst anfangen.


Ist natürlich alles Quatsch, ich weiß. Trotzdem merkte ich in den letzten Tagen, wie immer öfter Gedanken dieser Art in mein Bewusstsein krochen und eklige Eier legten.

Betrachtet diesen Beitrag als halb gelungene Ausrede um mal ein Bild von meinem Gesicht zu posten.

Meinungen sind wie DSGVO-Emails: Jeder hat zu viele.

Wie bereits erwähnt, habe ich mich in meinem Kampf gegen eine Zukunftsplautze durch reine Willensstärke an Kaffee gewöhnt. Woran sich der Geizhals in mir aber niemals gewöhnen wird, ist das Ausgeben von zu viel Geld. Fast 4 € pro Tag pro Getränk des Kaffeeladens meines Vertrauens lohnt sich also nicht.

Also fragte ich ein paar Freunde, was für eine Maschine man sich heutzutage so kauft, wenn man diese und jene Ansprüche hat. Nach einigem Hin und her kamen wir zu einem Ergebnis, das zu einer Kaufhandlung meinerseits führte. Eine informierte, subjektive Kaufentscheidung also.

Dann, zwei Tage später, kommt die Maschine an. Weil an mir ein erfolgreicher Social Media Star verloren gegangen ist und ich manchmal gerne unnötiges Zeug mit Leuten teile, dokumentierte ich meinen Auspackprozess in Form einer Instagram-Story. Aus irgendeinem Grund vergaß ich dabei, dass Menschen sind, wie Menschen nun mal so sind und erwartete nicht die Horde von Leuten mit einer MEINUNG.

Die Meinungen waren in ihren Ausprägungen ganz verschieden, aber im Kern vollkommen gleich: “Falsch! Marcel, du hast dich falsch entschieden. Das kann ich beurteilen, weil ich Experte bin. Da ich dich sehr gut kenne, weil ich dir auf Instagram folge und ich mir einbilde genau zu wissen, was für dich richtig ist, ist hier meine Meinung, du hast zwar nicht danach gefragt, aber das musst du auch nicht, du musst nur dankbar sein, dass du sie bekommst.”

Vor drei Jahren hätte mich das noch aufgeregt. Mittlerweile gerate ich entweder nicht mehr in diese Situationen, oder reagiere nur noch mit 🙄.

Da es mich aber gestern dann doch überraschte und ich gerade offenbar in Blogpostlaune bin, wollte ich ein paar Worte zu Meinungen verlieren.

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Buchvorstellung: Finish: Give Yourself the Gift of Done

Nachdem ich vorvorgestern anfing, beendete ich gestern “Finish: Give Yourself the Gift of Done“. Ein Buch, das einem dabei helfen will seinen Perfektionismus zu überwinden und tatsächlich Ziele zu erreichen, die man sich bisher nur vor nahm, aber nie durchzog. Als jemand der gefühlt 2000 Sachen im Jahr anfängt und dann nie weiter macht, fühlte ich mich stark angesprochen, betrachte ich das doch als eine meiner schlimmsten Charaktereigenschaften.

Finish: Give Yourself the Gift of Done

Eigentlich bin ich absolut kein Fan von Büchern dieser Art. Man könnte sogar sagen, dass ich sie oft anfange, aber nie beende. Das hat allerdings weniger mit meiner Unfähigkeit zu tun Ziele zu erreichen, sondern mehr mit ihrer mangelnden Qualität.

Entweder sind sie schrecklich humorlos und wenig unterhaltsam, oder wie eine Ansammlung von Füllmaterial, weil der Autor selbst entdeckt hat, dass seine eigentliche Aussage auf 15 Seiten passt. Aber wer kauft schon ein Buch mit nur 15 Seiten.

Dieses Buch bringt beides: Humor, kein Füllmaterial und ein inhaltlicher Ablauf, der von Anfang bis Ende interessant und Augen öffnend bleibt.

Es beginnt damit, dass zwar der erste Tag eines neuen Projekts immer sehr aufregend und toll ist, weil man sein bestes gibt und große Pläne hat, aber schon Tag 2 einen vor riesige Probleme stellt. Perfektionismus zeigt schon dann seine hässliche Fratze und versucht einen davon zu überzeugen, dass alles sowieso schon nicht mehr so gut ist, wie es hätte werden können. “Finish” erklärt gut, wie man mit diesem Problem, sowohl am zweiten Tag, als auch in der Mitte, als auch kurz vor Projektende, umgehen kann.

Ist natürlich, wie immer bei solchen Büchern, kein Wundermittel, am Ende muss man die Arbeit doch noch selbst machen, aber es half mir anders über Themen dieser Art nachzudenken. Als Beispiel: Seit Monaten plage ich mich damit herum, dass ich mein Portfolio aktualisieren müsste. Das aktuelle habe ich vor über zwei Jahren online gestellt und es macht auch seinen Job noch okay. Allerdings weiß ich, dass es besser sein könnte.

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